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📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich, ob Influencer-Deals in Produkten und Rabatten finanziell sinnvoll sind?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Influencer-Deals können dein Restaurant Geld kosten statt einzubringen. Kostenloses Essen gegen Posts klingt attraktiv, aber viele Unternehmer vergessen, die tatsächlichen Kosten durchzurechnen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du berechnest, ob ein Influencer-Deal finanziell sinnvoll ist.

Die versteckten Kosten von Influencer-Deals

Ein Influencer bestellt für €80 an Essen und Getränken. Im Gegenzug postet er Fotos an seine 50.000 Follower. Klingt nach einem guten Deal, oder? Nicht immer.

💡 Beispiel:

Influencer bestellt:

  • 2x Hauptgang à €28: €56
  • 1x Vorspeise: €14
  • 2x Getränke: €10

Gesamtmenüpreis: €80

Aber was kostet dich das wirklich? Nicht €80, sondern deine Lebensmittelkosten. Wenn deine durchschnittlichen Lebensmittelkosten 30% betragen, kostet dich das €24 an Zutaten. Plus zusätzliche Kosten wie Bedienung, Abwasch und Energie.

Was Influencer-Marketing wirklich kostet

Rechne alle Kosten ein, die du machst:

  • Lebensmittelkosten: 28-35% des Menüpreises
  • Getränkekosten: 20-25% des Getränkepreises
  • Zusätzliche Bedienung: Influencer brauchen oft mehr Zeit
  • Fotozeit: Tisch länger besetzt = weniger Umsatz
  • Entgangene Einnahmen: Dieser Tisch hätte zahlende Gäste haben können

⚠️ Achtung:

Viele Unternehmer rechnen nur mit den Zutatenkosten und vergessen den entgangenen Umsatz dieses Tisches. An einem vollen Abend kann das €50-100 zusätzliche Kosten bedeuten.

Berechne den Return on Investment (ROI)

Ein guter Influencer-Deal muss mehr einbringen, als er kostet. Verwende diese Formel:

ROI = (Zusätzlicher Umsatz durch Deal - Kosten des Deals) / Kosten des Deals × 100

💡 Beispielberechnung:

Kosten des Deals:

  • Lebensmittelkosten: €24
  • Zusätzliche Bedienungszeit: €8
  • Entgangener Umsatz Tisch (2 Stunden): €40

Gesamtkosten: €72

Wenn die Posts 5 neue Gäste bringen, die je €35 ausgeben = €175 zusätzlicher Umsatz

ROI: (€175 - €72) / €72 × 100 = 143%

Messe die Ergebnisse von Influencer-Posts

Ohne Messung weißt du nicht, ob es funktioniert. Verfolge diese Zahlen:

  • Neue Follower: Wie viele Menschen folgen dir nach dem Post?
  • Website-Besucher: Anstieg am Tag des Posts
  • Reservierungen: Erwähnen Gäste den Influencer bei der Reservierung?
  • Umsatz: Vergleiche die Woche nach dem Post mit der gleichen Woche im Vorjahr

Ein guter Influencer-Post liefert innerhalb von 2 Wochen messbare Ergebnisse. Siehst du keinen Anstieg? Dann war es keine gute Investition.

💡 Praktischer Tipp:

Gib Influencern einen speziellen Rabattcode. So siehst du genau, wie viel Umsatz ihr Post generiert hat. Zum Beispiel: "Verwende Code FOODIE10 für 10% Rabatt".

Wann Influencer-Deals sinnvoll sind

Nicht jeder Influencer-Deal ist schlecht. Sie können sinnvoll sein, wenn:

  • Du gerade eröffnet hast und Bekanntheit brauchst
  • Der Influencer perfekt zu deiner Zielgruppe passt
  • Du die Ergebnisse gut messen kannst
  • Du nicht ausgebucht bist (also keine entgangenen Einnahmen)
  • Der Influencer eine lokale, aktive Anhängerschaft hat

Vermeide Influencer mit gekauften Followern, ohne lokale Verbindung oder die nur kostenlos essen wollen, ohne echte Inhalte zu erstellen.

Wie berechnest du den ROI eines Influencer-Deals?

1

Berechne deine tatsächlichen Kosten

Addiere: Lebensmittelkosten des Essens (30% des Menüpreises), zusätzliche Bedienungszeit (€10-15) und entgangener Umsatz, wenn der Tisch voll hätte sein können (€20-50 pro Stunde).

2

Setze messbare Ziele

Bestimme vorher, was der Deal bringen soll: X neue Follower, X Website-Besucher oder X neue Gäste innerhalb von 2 Wochen. Gib dem Influencer einen eindeutigen Rabattcode, um Ergebnisse zu verfolgen.

3

Messe und berechne den ROI

Zähle nach 2 Wochen den zusätzlichen Umsatz auf, den du mit dem Influencer-Post verknüpfen kannst. Verwende die Formel: (Zusätzlicher Umsatz - Gesamtkosten) / Gesamtkosten × 100. Über 100% ROI ist gut.

✨ Pro tip

Fang klein mit Micro-Influencern aus deiner Nähe an. Ihre Follower sind lokal und besuchen dich eher als Follower großer Influencer aus ganz Deutschland.

Selbst berechnen?

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele Follower muss ein Influencer haben, um interessant zu sein?

Die Anzahl der Follower ist weniger wichtig als das Engagement. Ein lokaler Influencer mit 5.000 aktiven Followern kann mehr bringen als jemand mit 50.000 passiven Followern. Schau auf Likes, Kommentare und ob die Follower aus deiner Region kommen.

Muss ich Influencern immer kostenloses Essen geben?

Nein, du kannst auch Rabatt anbieten (zum Beispiel 50% Rabatt) statt kostenlos. So behältst du Einnahmen und testest, ob sie bereit sind, in dein Restaurant zu investieren. Echte Fans zahlen gerne mit.

Wie verhindere ich, dass Influencer nur zum kostenlosen Essen kommen?

Mache klare Absprachen vorher: mindestens X Posts, innerhalb von X Tagen, mit spezifischen Hashtags und Erwähnungen. Frag nach einem Content-Plan vorher. Echte Influencer haben kein Problem mit klaren Erwartungen.

Wann ist ein Influencer-Deal zu teuer?

Wenn die Gesamtkosten (Essen + entgangener Umsatz + Zeit) mehr als €100 sind und du innerhalb von 2 Wochen keine messbaren Ergebnisse siehst. Oder wenn der Influencer mehr als 30% deines Tagesumsatzes 'kostet' ohne bewiesene Ergebnisse.

Kann ich Influencer-Marketing mit normales Marketing kombinieren?

Ja, das funktioniert oft besser. Verwende Influencer-Inhalte auch für deine eigenen Social-Media, Website und Anzeigen. So holst du mehr Wert aus der gleichen Investition und vergrößerst deine Reichweite.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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