Eine kostenlose Amuse scheint ein schöner Service zu sein, hat aber Auswirkungen auf deine Lebensmittelkosten. Viele Restaurantbetreiber vergessen diese 'kleinen' Kosten in ihrer Berechnung. In diesem Artikel lernst du, wie du die Auswirkung kostenloser Amuses auf deine durchschnittlichen Lebensmittelkosten pro Tisch berechnest.
Was ist die Auswirkung einer kostenlosen Amuse?
Eine kostenlose Amuse kostet dich Geld, erhöht aber nicht deinen Umsatz. Das bedeutet, dass die Kosten der Amuse auf den Rest deines Menüs verteilt werden. Pro Tisch steigen deine durchschnittlichen Lebensmittelkosten, weil du mehr für Zutaten ausgibst, ohne zusätzliche Einnahmen zu generieren.
💡 Beispiel:
Restaurant mit 100 Couverts pro Tag, jeder Tisch erhält eine kostenlose Amuse:
- Amuse Kostpreis: €1,20 pro Person
- Durchschnittlicher Bonwert: €35 pro Person (ohne MwSt: €32,11)
- Zusätzliche Kosten pro Tag: 100 × €1,20 = €120
- Umsatz pro Tag: 100 × €32,11 = €3.211
Auswirkung Lebensmittelkosten: €120 / €3.211 = 3,7% zusätzliche Lebensmittelkosten
Berechne die Kostpreis deiner Amuse
Addiere alle Zutaten, die in die Amuse gehen. Vergiss nicht die kleinen Dinge:
- Hauptzutaten (Fleisch, Fisch, Gemüse)
- Garnitur und Dekoration
- Saucen und Öle
- Geschirr (wenn Einwegartikel)
- Brot oder Cracker als Basis
💡 Beispiel Amuse Kostpreis:
Lachs-Avocado Amuse pro Person:
- Geräucherter Lachs (15g): €0,75
- Avocado (10g): €0,15
- Crème fraîche (5g): €0,08
- Dill und Zitrone: €0,05
- Blini (1 Stück): €0,17
Gesamtkostpreis: €1,20 pro Amuse
Berechne die Auswirkung auf deine gesamten Lebensmittelkosten
Verwende diese Formel, um zu berechnen, um wie viel deine Lebensmittelkosten durch kostenlose Amuses steigen:
Zusätzliche Lebensmittelkosten % = (Amuse Kosten pro Tag / Gesamtumsatz pro Tag ohne MwSt) × 100
Dies gibt dir das Prozentsatz, um das deine Lebensmittelkosten durch die kostenlose Amuse steigen.
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit deinem Umsatz ohne MwSt. Der Umsatz auf deinem Kassenbon ist inklusive 19% MwSt. Teile durch 1,19, um den Umsatz ohne MwSt zu erhalten.
Jahresauswirkung berechnen
Um die Jahresauswirkung zu sehen, multipliziere die täglichen zusätzlichen Kosten mit deiner Anzahl der Arbeitstage:
Jahresauswirkung = Zusätzliche Kosten pro Tag × Anzahl der Arbeitstage pro Jahr
💡 Jahresauswirkung Beispiel:
Restaurant offen 6 Tage pro Woche, 50 Wochen pro Jahr:
- Zusätzliche Kosten pro Tag: €120
- Arbeitstage pro Jahr: 6 × 50 = 300 Tage
- Jahresauswirkung: €120 × 300 = €36.000
Das sind €36.000 weniger Gewinn pro Jahr durch kostenlose Amuses
Alternativen zu kostenlosen Amuses
Wenn die Auswirkung zu hoch ist, gibt es Alternativen:
- Günstigere Amuse machen (zum Beispiel Gemüse statt Lachs)
- Amuse nur bei besonderen Gelegenheiten servieren
- Menüpreis leicht erhöhen, um Amuse zu kompensieren
- Amuse durch kostenloses Brot mit Kräuterbutter ersetzen
In deinem System erfassen
Registriere deine Amuse als ein separates 'Gericht' in deinem Kostpreissystem, auch wenn du es nicht verkaufst. So siehst du genau, was es dich kostet, und kannst die Auswirkung verfolgen. Eine App wie KitchenNmbrs hilft dir, diese versteckten Kosten sichtbar zu machen.
Wie berechnest du die Auswirkung kostenloser Amuses? (Schritt für Schritt)
Berechne die Kostpreis deiner Amuse
Addiere alle Zutaten: Hauptzutat, Garnitur, Saucen, Geschirr. Berechne, was eine Amuse an Zutaten kostet. Vergiss keine kleinen Posten wie Öl, Gewürze oder Dekoration.
Bestimme deine täglichen Amuse Kosten
Multipliziere die Kostpreis pro Amuse mit deiner durchschnittlichen Anzahl von Couverts pro Tag. Dies gibt dir die gesamten täglichen Kosten aller kostenlosen Amuses zusammen.
Berechne die Lebensmittelkosten Auswirkung
Teile deine täglichen Amuse Kosten durch deinen täglichen Umsatz (ohne MwSt) und multipliziere mit 100. Dieser Prozentsatz zeigt, um wie viel deine Lebensmittelkosten durch die kostenlosen Amuses steigen.
✨ Pro tip
Mache Fotos deiner Amuse während der Vorbereitung und wiege die Zutaten. So weißt du genau, wie viel auf jeden Teller kommt, und kannst die Kostpreis genau berechnen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich die Amuse in meine Lebensmittelkosten Berechnung einbeziehen?
Ja, absolut. Eine kostenlose Amuse kostet dich Geld für Zutaten, bringt aber keinen Umsatz. Diese Kosten erhöhen deinen gesamten Lebensmittelkostenprozentsatz und müssen daher in deine Berechnung einbezogen werden.
Was ist ein akzeptabler Kostpreis für eine kostenlose Amuse?
Das hängt von deiner Restaurantart und deinem durchschnittlichen Bonwert ab. Als Faustregel: Halte die Amuse unter 3-5% deines durchschnittlichen Bonwerts pro Person. Bei einem Bonwert von €35 sind €1,00-€1,75 pro Amuse akzeptabel.
Kann ich die Amuse Kosten in meine Menüpreise einrechnen?
Ja, das ist eine logische Lösung. Erhöhe deine Menüpreise um den Betrag, den die Amuse kostet, dann bleibt dein Lebensmittelkostenprozentsatz gleich. Viele Restaurants tun dies unbewusst bereits, indem sie ihre Preise etwas höher setzen.
Wie oft sollte ich die Amuse Kosten neu berechnen?
Überprüfe dies monatlich oder wenn sich deine Zutattenpreise ändern. Wenn dein Lieferant seine Preise erhöht, steigen auch deine Amuse Kosten. Behalte dies im Auge, um Überraschungen zu vermeiden.
Was ist, wenn meine Amuse Auswirkung höher als 5% Lebensmittelkosten ist?
Dann ist deine Amuse wahrscheinlich zu teuer für dein Konzept. Erwäge eine günstigere Variante, serviere nur bei besonderen Gelegenheiten, oder erhöhe deine Menüpreise, um die Kosten zu kompensieren.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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