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📝 Bar, Getränke & Cocktails · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge auf Saisongetränke wie eine sommerliche Spritz-Variation?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Saisongetränke wie Spritz-Variationen können hohe Gewinne bringen, aber nur wenn du die Marge richtig berechnest. Viele Barkeeper vergessen die Kosten aller Zutaten einzubeziehen oder rechnen mit der falschen MwSt. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die tatsächliche Marge auf sommerliche Cocktails berechnest.

Warum Saisongetränke besondere Aufmerksamkeit erfordern

Ein sommerlicher Spritz scheint einfach: Prosecco, Aperol, Spa Rot. Aber die Marge hängt von mehr ab, als du denkst:

  • Alkoholische Getränke fallen unter 21% MwSt. (nicht 19%!)
  • Jede Garnitur und Zutat zählt zu deinen Kosten
  • Saisonzutaten können teurer sein
  • Eiskosten werden oft vergessen

⚠️ Achtung:

Rechne immer mit dem Verkaufspreis ohne 21% MwSt. Ein Cocktail von €12,00 inkl. MwSt. ist €9,92 ohne MwSt. für deine Margenberechnung.

Die Pour Cost Formel für Cocktails

Für Getränke verwendest du die Pour Cost statt Food Cost:

Pour Cost % = (Gesamte Zutatkosten / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100

Eine übliche Pour Cost für Cocktails liegt zwischen 18-25%. Höher als 25% und du verdienst zu wenig.

💡 Beispiel - Aperol Spritz:

Verkaufspreis: €9,50 inkl. 21% MwSt. = €7,85 ohne MwSt.

  • Prosecco (100ml): €0,80
  • Aperol (50ml): €0,75
  • Spa Rot (50ml): €0,15
  • Orangenscheibe: €0,10
  • Eis: €0,05

Gesamtkosten: €1,85

Pour Cost: (€1,85 / €7,85) × 100 = 23,6%

Berechne Kosten pro Zutat

Für jeden Cocktail addierst du alle Kosten:

  • Alkohol: Berechne pro ml aus der Flasche (750ml Flasche Aperol €18 = €0,024/ml)
  • Mixer: Spa, Tonic, Säfte (rechne mit Gastronomie-Einkaufspreis)
  • Garnitur: Obst, Kräuter, Oliven
  • Eis: Oft vergessen, kostet aber auch Geld
  • Strohhalm/Schirm: Alle Extras zählen mit

💡 Beispiel - Hugo Cocktail:

Verkaufspreis: €11,00 inkl. MwSt. = €9,09 ohne MwSt.

  • Prosecco (120ml): €0,96
  • Holunderblüte (20ml): €0,60
  • Spa Rot (80ml): €0,24
  • Minze (3 Zweige): €0,15
  • Limone (2 Scheiben): €0,20
  • Eis: €0,05

Gesamtkosten: €2,20

Pour Cost: (€2,20 / €9,09) × 100 = 24,2%

Saisonfaktoren berücksichtigen

Sommerliche Zutaten können deine Marge beeinflussen:

  • Frische Minze: Im Winter teurer als im Sommer
  • Zitrusfrüchte: Saisonabhängige Preise
  • Spezielle Mixer: Holunderblüte, spezielle Tonics kosten mehr
  • Frische Beeren: Für Garnitur können stark im Preis schwanken

Überprüfe monatlich deine Einkaufspreise und passe deine Cocktailpreise bei Bedarf an.

⚠️ Achtung:

Frische Zutaten haben auch Verschwendung. Rechne 10-15% extra für Verderb und Schnittabfall bei Obst und Kräutern.

Marge optimieren ohne Qualität zu verlieren

Wenn deine Pour Cost zu hoch ausfällt, hast du diese Optionen:

  • Portionsgröße anpassen: 45ml Aperol statt 50ml spart €0,12 pro Cocktail
  • Lieferant vergleichen: Prosecco unterscheidet sich stark im Einkaufspreis
  • Verkaufspreis erhöhen: €0,50 mehr = 4% niedrigere Pour Cost
  • Garnitur optimieren: Kleinere Obststücke, weniger Minzzweige

💡 Auswirkungsberechnung:

Bei 50 Aperol Spritz pro Woche, 20 Wochen Sommer:

  • Aktuelle Pour Cost: 23,6% (€1,85 Kosten)
  • Optimiert: 21,2% (€1,65 Kosten)
  • Unterschied pro Cocktail: €0,20

Extra Gewinn pro Saison: €200

Cocktailmargen digital verfolgen

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du:

  • Alle Cocktailrezepte mit exakten Mengen erfassen
  • Einkaufspreise pro Zutat verfolgen
  • Pour Cost automatisch berechnen lassen
  • Saisonanpassungen schnell durchführen

Das spart Zeit und verhindert Rechenfehler, besonders wenn du mehrere Saisonvariationen hast.

Wie berechnest du die Marge auf Saisongetränke? (Schritt für Schritt)

1

Sammle alle Zutaten und Preise

Notiere jede Zutat mit exakter Menge: Alkohol, Mixer, Garnitur, Eis. Berechne die Kosten pro ml oder pro Stück basierend auf deinen Einkaufspreisen.

2

Addiere alle Kosten pro Cocktail

Summiere alle Zutatkosten inklusive Garnitur und Eis. Vergiss nicht, 10-15% Verschwendung für frische Zutaten wie Obst und Kräuter einzurechnen.

3

Berechne den Pour Cost Prozentsatz

Teile die Gesamtkosten durch deinen Verkaufspreis ohne 21% MwSt. und multipliziere mit 100. Strebe maximal 25% Pour Cost für eine gesunde Marge an.

✨ Pro tip

Überprüfe deine 3 meistverkauften Sommercocktails wöchentlich auf Pour Cost. Wenn diese gut sind, hast du 80% deines Getränkegewinns unter Kontrolle.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich MwSt. in meine Cocktailmargenberechnung einbeziehen?

Nein, rechne immer mit dem Verkaufspreis ohne MwSt. Alkoholische Getränke fallen unter 21% MwSt., also ist ein Cocktail von €12,00 inkl. €9,92 ohne MwSt.

Was ist eine gute Pour Cost für Saisoncocktails?

Eine Pour Cost zwischen 18-25% ist üblich für Cocktails. Saisoncocktails dürfen an der höheren Seite liegen wegen teurerer frischer Zutaten, aber über 25% wird es schwierig, profitabel zu sein.

Wie oft sollte ich meine Cocktailpreise anpassen?

Überprüfe monatlich deine Einkaufspreise, besonders für saisonabhängige Zutaten wie frisches Obst und Kräuter. Passe deine Verkaufspreise an, wenn deine Pour Cost über 25% liegt.

Muss ich Eis und Garnitur in die Kosten einrechnen?

Ja, absolut. Eis, Obst, Kräuter, Strohhalme - alles, was in oder beim Cocktail ist, zählt mit. Diese 'kleinen' Kosten können schnell auf €0,30-0,50 pro Cocktail anwachsen.

Wie berechne ich Verschwendung bei frischen Zutaten?

Rechne 10-15% extra Kosten für Verderb und Schnittabfall bei frischen Zutaten. Wenn du €2,00 frische Minze einkaufst, rechne mit €2,20-2,30 tatsächlichen Kosten.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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