Alkoholfreie Biere haben oft eine höhere Marge als normales Bier, weil sie teurer verkauft werden, während der Einkaufspreis vergleichbar ist. Du berechnest die Marge, indem du deinen Einkaufspreis von deinem Verkaufspreis abziehst (beide ohne MwSt.) und dies durch deinen Verkaufspreis teilst. Für einen fairen Vergleich musst du beide Margen nebeneinander legen.
Warum alkoholfreie Biere oft mehr Marge bringen
Alkoholfreie Biere kosten oft genauso viel im Einkauf wie normale Biere (manchmal sogar mehr wegen des Entalkoholisierungsprozesses), aber du kannst sie für einen höheren Preis verkaufen. Viele Gäste akzeptieren einen Aufpreis für die 0,0%-Alternative.
💡 Beispielvergleich:
Normales Bier (Heineken):
- Einkaufspreis: €1,20 pro Flasche
- Verkaufspreis: €3,50 inkl. 19% MwSt. = €2,94 ohne MwSt.
- Marge: €2,94 - €1,20 = €1,74
- Marge %: (€1,74 / €2,94) × 100 = 59,2%
Alkoholfreies Bier (Heineken 0.0):
- Einkaufspreis: €1,35 pro Flasche
- Verkaufspreis: €4,00 inkl. 19% MwSt. = €3,36 ohne MwSt.
- Marge: €3,36 - €1,35 = €2,01
- Marge %: (€2,01 / €3,36) × 100 = 59,8%
Alkoholfreies bringt €0,27 mehr Marge pro Flasche!
MwSt. auf beide Biersorten
Sowohl normales Bier als auch alkoholfreies Bier fallen unter den 19% MwSt.-Satz. Dies macht den Vergleich einfacher, da du die gleiche MwSt.-Berechnung für beide verwendest.
⚠️ Achtung:
Rechne immer ohne MwSt. für deine Margenberechnung. Der Preis auf deiner Karte ist inkl. 19% MwSt., also teile durch 1,19, um den Preis ohne MwSt. zu erhalten.
Formel für die Margenberechnung
Für beide Biersorten verwendest du die gleiche Formel:
Marge in Euro = Verkaufspreis ohne MwSt. - Einkaufspreis
Marge Prozentsatz = (Marge in Euro / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100
Indem du beide Prozentsätze nebeneinander legst, siehst du, welches Bier am meisten bringt. Achte auch auf die absolute Marge in Euro – manchmal ist ein niedrigerer Prozentsatz aber höhere Euro-Marge interessanter.
Einkaufspreise vergleichen
Alkoholfreie Biere sind oft 10-20% teurer im Einkauf als normale Biere der gleichen Marke. Dies liegt am zusätzlichen Produktionsprozess zur Entalkoholisierung. Dennoch kannst du sie meist für einen höheren Preis verkaufen.
💡 Beispiel Einkaufspreise:
- Heineken normal: €1,20
- Heineken 0.0: €1,35 (+12,5%)
- Corona normal: €1,25
- Corona 0.0: €1,45 (+16%)
Trotz höherer Einkaufskosten kannst du alkoholfreies oft €0,50 teurer verkaufen.
Verkaufspreis festlegen
Viele Bars handhaben einen festen Margenaufschlag für alle Biere. Bei alkoholfreien Bieren kannst du oft einen höheren Preis verlangen, weil:
- Gäste sehen es als Premium-Alternative
- Weniger Konkurrenz in der Nähe
- Gesündere Wahl rechtfertigt höheren Preis
- Oft kleinere Mengen, also weniger Preisdruck
Auswirkung auf deinen Gesamtumsatz
Auch wenn du weniger alkoholfreie Biere verkaufst, kann die höhere Marge pro Stück deine Gesamtrentabilität verbessern. Ein guter Mix aus beiden Sorten optimiert dein Ergebnis.
💡 Beispiel monatliche Auswirkung:
Wenn du 50 normale Biere durch alkoholfreie ersetzt:
- Extra Marge pro Flasche: €0,27
- Pro Monat: 50 × €0,27 = €13,50
- Pro Jahr: €13,50 × 12 = €162
Kleine Verschiebung, aber jeder Euro zählt in der Gastronomie.
Wie berechnest du die Marge auf beide Biersorten?
Sammle Einkaufspreise für beide Biere
Notiere den Einkaufspreis pro Flasche sowohl für das normale als auch für das alkoholfreie Bier der gleichen Marke. Überprüfe deine letzte Lieferantenrechnung für die genauen Preise inklusive eventueller Rabatte.
Berechne Verkaufspreis ohne MwSt. für beide
Teile deinen Speisekartenpreis durch 1,19, um von inkl. auf exkl. 19% MwSt. zu gehen. Beispiel: €3,50 ÷ 1,19 = €2,94 ohne MwSt. Mache dies für beide Biersorten.
Ziehe Einkaufspreis von Verkaufspreis ohne MwSt. ab
Für jedes Bier: Verkaufspreis ohne MwSt. minus Einkaufspreis = Marge in Euro. Teile dann die Marge durch den Verkaufspreis ohne MwSt. und multipliziere mit 100 für den Prozentsatz.
✨ Pro tip
Überprüfe jeden Monat deine Top 5 meistverkauften Getränke und berechne die Marge. Wenn alkoholfreie Alternativen besser abschneiden, bewirbe sie aktiver über dein Personal und deine Speisekarte.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Fällt alkoholfreies Bier unter 7% oder 19% MwSt.?
Alkoholfreies Bier fällt unter 19% MwSt., genau wie normales Bier. Dies gilt für alle alkoholischen und alkoholfreien Biere in der Gastronomie, unabhängig vom Alkoholgehalt.
Warum sind alkoholfreie Biere teurer im Einkauf?
Alkoholfreie Biere kosten mehr in der Herstellung wegen des zusätzlichen Prozesses zur Entalkoholisierung. Außerdem sind die Mengen kleiner als bei normalen Bieren, was höhere Produktionskosten pro Einheit bedeutet.
Kann ich alkoholfreies Bier viel teurer verkaufen als normales Bier?
Normalerweise kannst du €0,25 bis €0,75 mehr für alkoholfreies Bier verlangen. Gäste akzeptieren einen Aufpreis für die gesündere Alternative, aber übertreibe nicht, sonst kaufst du dir deine Kunden weg.
Sollte ich viele alkoholfreie Biere in meinem Sortiment haben?
Starten Sie mit 1-2 bekannten Marken wie Heineken 0.0 oder Grolsch 0.0. Schauen Sie, wie es läuft, bevor Sie das Sortiment erweitern. Zu viele Optionen können zu mehr Bestand und weniger Umschlag führen.
Wie behalte ich die Margen aller Getränke im Blick?
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du alle Einkaufspreise und Verkaufspreise erfassen und deine Margen pro Getränk automatisch berechnen. Das spart viel Rechenarbeit und gibt sofort Einblick.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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