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📝 Bar, Getränke & Cocktails · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Getränkekosten, wenn ich auch Mahlzeiten mit Getränken liefere?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Getränkekosten bei der Lieferung zu berechnen ist anders als in deinem Restaurant. Du musst Verpackungskosten, Plattformgebühren und unterschiedliche MwSt.-Sätze berücksichtigen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die tatsächlichen Kosten für Getränke bei Liefermahlzeiten berechnest.

Warum Getränkekosten bei der Lieferung anders sind

In deinem Restaurant servierst du ein Bier in einem Glas. Bei der Lieferung kommt es in einer Dose oder Flasche an, mit zusätzlicher Verpackung, und du zahlst eine Provision an die Lieferplattform. Das ändert deine Kostenkalkulation drastisch.

⚠️ Achtung:

Alkoholische Getränke haben 19% MwSt., nicht 7% wie Essen. Das hat großen Einfluss auf deine Marge bei der Lieferung.

Die vollständige Kostenkalkulation für Liefergetränke

Deine Getränkekosten bestehen aus mehr als nur dem Getränkspreis. Addiere alle diese Kosten:

  • Einkaufspreis Getränk - was du deinem Lieferanten zahlst
  • Verpackungskosten - Plastiktüten, Isolationsmaterial, Aufkleber
  • Plattformgebühr - Provision an Lieferando/Uber Eats (15-30%)
  • Zahlungskosten - Transaktionsgebühren für Online-Zahlungen

💡 Beispiel:

Du verkaufst ein Sixpack Bier für €12,00 über Lieferando:

  • Einkaufspreis Bier: €4,80
  • Verpackung (Tüte, Isolierung): €0,30
  • Plattformgebühr (25%): €3,00
  • Zahlungskosten (3%): €0,36

Gesamtkosten: €8,46 auf €12,00 = 70,5% Kosten!

MwSt. korrekt bei Getränken verarbeiten

Alkoholische Getränke haben 19% MwSt. Für deine Getränkekosten rechnest du immer ohne MwSt., genau wie bei Lebensmittelkosten.

💡 Beispielberechnung:

Wein verkaufst du für €18,00 inkl. 19% MwSt.:

  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €18,00 ÷ 1,19 = €15,13
  • Gesamtkosten (Einkauf + Verpackung + Gebühren): €9,20
  • Getränkekosten: (€9,20 ÷ €15,13) × 100 = 60,8%

Das ist viel höher als die 18-25%, die in Restaurants üblich sind.

Wann Getränkekosten bei der Lieferung noch rentabel sind

Getränkekosten von 50-65% bei der Lieferung können immer noch rentabel sein. Du hast schließlich keinen Barkeeper, keine Spülmaschine und keinen Glasbruch. Aber achte auf diese Grenze:

  • Unter 60%: Normalerweise noch rentabel
  • 60-70%: Marginal, nur bei hohen Volumen
  • Über 70%: Verlustbringend, Preis erhöhen oder einstellen

⚠️ Achtung:

Viele Restaurants verkaufen Getränke bei der Lieferung mit Verlust, weil sie denken, dass es "zusätzlicher Umsatz" ist. Überprüfe immer deine tatsächlichen Kosten.

Getränke mit Mahlzeiten kombinieren

Wenn du Getränke mit Mahlzeiten kombinierst, berechne beide separat. Ein verlustbringender Getränkeverkauf kann einen rentablen Mahlzeitenverkauf zunichte machen.

💡 Beispielkombination:

Pizza + 2 Biere für €28,00:

  • Pizza-Kosten: €7,50 (Lebensmittelkosten 32%)
  • Bier-Kosten: €6,40 (Getränkekosten 65%)
  • Plattform + Verpackung: €8,00

Gesamt: €21,90 Kosten auf €28,00 = 78% Kosten. Verlustbringend!

Wie du deine Getränkekosten verbessern kannst

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, deine Getränkekosten bei der Lieferung zu optimieren:

  • Erhöhe deine Preise - berechne Plattformgebühren in deinem Verkaufspreis ein
  • Wähle günstigere Verpackung - aber geeignet für den Transport
  • Konzentriere dich auf höhere Volumen - Sixpacks statt einzelner Flaschen
  • Verhandle mit Plattformen - bei hohen Volumen kannst du niedrigere Provisionen bekommen

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du alle deine Lieferkosten pro Produkt verfolgen, einschließlich Plattformgebühren und Verpackungskosten. So siehst du direkt, welche Getränke rentabel sind.

Wie berechnest du Getränkekosten bei der Lieferung? (Schritt für Schritt)

1

Sammle alle Kosten pro Getränkeposition

Notiere den Einkaufspreis des Getränks plus Verpackungskosten (Tüten, Isolierung, Aufkleber). Addiere auch eventuelle zusätzliche Kosten wie Kühlung während des Transports.

2

Berechne Plattformgebühren und Zahlungskosten

Ziehe von deinem Verkaufspreis die Plattformprovision ab (normalerweise 15-30%) und Zahlungskosten (2-4%). Das sind deine direkten Kosten pro Verkauf.

3

Berechne das Getränkekostenpercentage

Teile alle Kosten durch deinen Verkaufspreis ohne MwSt. und multipliziere mit 100. Bei alkoholischen Getränken: Verkaufspreis ÷ 1,19 für ohne MwSt.

✨ Pro tip

Überprüfe deine Getränkekosten pro Lieferplattform separat. Lieferando, Uber Eats und andere Plattformen haben unterschiedliche Provisionen, was deine Rentabilität pro Plattform beeinflusst.

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Häufig gestellte Fragen

Warum sind meine Getränkekosten bei der Lieferung so hoch?

Plattformgebühren von 15-30% plus Verpackungskosten machen Getränke viel teurer als in deinem Restaurant. Getränkekosten von 50-65% sind bei der Lieferung normal.

Muss ich MwSt. in meine Getränkekostenberechnung einbeziehen?

Nein, rechne immer ohne MwSt. Alkoholische Getränke haben 19% MwSt., also teile deinen Verkaufspreis durch 1,19, bevor du die Getränkekosten berechnest.

Kann ich Getränke mit Verlust verkaufen, wenn die Mahlzeit rentabel ist?

Das ist möglich, aber überprüfe immer deine Gesamtmarge pro Bestellung. Ein verlustbringender Getränkeverkauf kann einen rentablen Mahlzeitenverkauf zunichte machen.

Wie oft sollte ich meine Getränkekosten überprüfen?

Überprüfe mindestens monatlich oder direkt nach Preisänderungen von Plattformen oder Lieferanten. Plattformgebühren können sich plötzlich ändern.

Welche Verpackungskosten sollte ich einbeziehen?

Alle Kosten, die spezifisch für das Getränk anfallen: Plastiktüten, Isolationsmaterial, zusätzliche Aufkleber, Eiswürfel. Rechne mit €0,20-€0,50 pro Getränkeposition.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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