Eine erweiterte Cocktailkarte kann deinen Getränkeumsatz erheblich steigern. Viele Bars sehen nach der Erweiterung ihres Cocktailmenüs ein Wachstum von 20-40% beim Getränkeumsatz. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du dieses Wachstum berechnen und vorhersagen kannst.
Warum die Erweiterung der Cocktailkarte funktioniert
Mehr Auswahl bedeutet oft mehr Verkäufe. Gäste, die früher nur Bier oder Wein tranken, probieren jetzt Cocktails. Und Cocktails haben eine höhere Marge als Standard-Getränke.
💡 Beispiel aktuelle Situation:
Bar mit 5 Cocktails, 100 Gäste pro Woche:
- 20 Gäste bestellen Cocktail (20%)
- Durchschnittlicher Cocktailpreis: €9,50
- Cocktailumsatz pro Woche: 20 × €9,50 = €190
Monatlicher Cocktailumsatz: €760
Faktoren, die das Wachstum beeinflussen
Nicht jeder neue Cocktail verkauft sich gleich gut. Diese Faktoren bestimmen dein Wachstum:
- Auswahlverbreiterung: Von 5 auf 10 Cocktails = 100% mehr Auswahl
- Conversion Rate: Mehr Gäste wählen Cocktail statt Bier/Wein
- Durchschnittlicher Rechnungswert: Cocktails sind teurer als Standard-Getränke
- Wiederholungsverhalten: Gäste probieren mehrere Cocktails pro Besuch
Berechne das potenzielle Wachstum
Du kannst das Wachstum auf drei Arten berechnen: konservativ, realistisch und optimistisch.
💡 Beispielberechnung:
Ausgangspunkt: 100 Gäste/Woche, derzeit 20% bestellen Cocktail
- Konservativ: 25% bestellen Cocktail = 25 × €9,50 = €237,50/Woche
- Realistisch: 30% bestellen Cocktail = 30 × €9,50 = €285/Woche
- Optimistisch: 35% bestellen Cocktail = 35 × €9,50 = €332,50/Woche
Wachstum: €47,50 - €142,50 pro Woche zusätzlich
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit deinem tatsächlichen Gastbesuch. Zähle 4 Wochen und teile durch 4 für einen Durchschnitt. Jahreszeiten können erheblich unterschiedlich sein.
Kosten der Erweiterung einbeziehen
Eine größere Cocktailkarte bringt auch Kosten mit sich. Rechne diese in deine Wachstumsberechnung ein:
- Zusätzliche Zutaten: Sirupe, Bitters, Garnituren, spezielle Spirituosen
- Lagerkosten: Mehr Flaschen bedeuten mehr Geld in Lagerbestand gebunden
- Personalschulung: Barkeeper müssen neue Rezepte lernen
- Längere Zubereitungszeit: Komplexere Cocktails kosten mehr Zeit
💡 Kostenbeispiel:
Zusätzliche Kosten für 5 neue Cocktails:
- Neue Zutatenlagerbestände: €300 einmalig
- Zusätzliche Lagerkosten pro Monat: €150
- Barkeeper-Schulung: €200 einmalig
Startkosten: €500 + €150/Monat zusätzliche Lagerbestände
ROI-Berechnung durchführen
Berechne, wann sich deine Investition amortisiert. Verwende diese Formel:
Monate bis Break-Even = (Einmalige Kosten) / (Zusätzlicher Monatsumsatz - Zusätzliche Monatskosten)
💡 ROI-Beispiel:
Bei realistischem Wachstum von €285/Woche = €1.140/Monat zusätzlicher Umsatz:
- Einmalige Kosten: €500
- Zusätzlicher Monatsumsatz: €1.140
- Zusätzliche Monatskosten: €150
- Netto zusätzlich pro Monat: €990
Break-Even: €500 / €990 = 0,5 Monat
Tracking und Messung einrichten
Messe deine Ergebnisse, um nachzusteuern. Verfolge diese Zahlen wöchentlich:
- Cocktail-Conversion Rate: Wie viel Prozent deiner Gäste bestellen Cocktails?
- Durchschnittliche Cocktails pro Gast: Bestellen Gäste mehrere?
- Beliebteste neue Cocktails: Welche 3 verkaufen sich am besten?
- Pour Cost pro Cocktail: Bleiben deine Margen gesund?
⚠️ Achtung:
Cocktails haben VAT von 21% (nicht 9% wie Essen). Rechne deine Pour Cost immer mit dem Preis ohne VAT: €9,50 inkl. VAT = €7,85 ohne VAT.
KitchenNmbrs für Cocktail-Kostpreise
Mit KitchenNmbrs kannst du die Kostpreis jedes Cocktails exakt berechnen. Erfasse alle Zutaten - von Gin bis Garnitur - und sehe direkt dein Pour Cost Prozentsatz. So weißt du, welche Cocktails am meisten einbringen und kannst deine Karte für maximalen Gewinn optimieren.
Wie berechnest du das Getränkeumsatzwachstum bei der Erweiterung der Cocktailkarte?
Messe deinen aktuellen Cocktailverkauf
Zähle 4 Wochen lang, wie viele Cocktails du verkaufst und an wie vielen Gästen. Berechne deine aktuelle Conversion Rate: (Anzahl Cocktails / Anzahl Gäste) × 100. Dies ist dein Ausgangspunkt für die Wachstumsberechnung.
Schätze deine neue Conversion Rate
Bei Erweiterung von 5 auf 10 Cocktails erwartest du 5-15% mehr Gäste, die Cocktails bestellen. Sei konservativ: Rechne mit 5-8% zusätzlicher Conversion Rate, wenn du keine Erfahrung mit Menüerweiterungen hast.
Berechne zusätzlichen Umsatz und Kosten
Multipliziere deine neue Conversion Rate mit deinem durchschnittlichen Gastbesuch und Cocktailpreis. Ziehe deine zusätzlichen monatlichen Kosten (Lagerbestände, Zutaten) ab. Der Unterschied ist dein netto zusätzlicher Umsatz pro Monat.
✨ Pro tip
Messe deinen Cocktailverkauf pro Wochentag. Oft verkaufen sich Cocktails am Wochenende besser. Passe deine Lagereinkäufe entsprechend an, um Verschwendung zu vermeiden.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel Prozent Wachstum kann ich bei der Erweiterung der Cocktailkarte erwarten?
Konservativ 20-30% Wachstum beim Cocktailumsatz, realistisch 30-50%. Dies hängt von deinem aktuellen Angebot, Zielgruppe und Standort ab. Messe 4 Wochen nach der Erweiterung, um dein tatsächliches Wachstum zu sehen.
Welche Cocktails sollte ich für maximalen Umsatz hinzufügen?
Wähle bekannte Cocktails mit guter Marge: Mojito, Cosmopolitan, Whiskey Sour. Vermeide Cocktails mit teuren Zutaten, bis du weißt, was sich gut verkauft. Starten mit 3-5 neuen Cocktails, nicht direkt 5 zusätzliche.
Wie lange dauert es, bis sich die Erweiterung amortisiert?
Bei einer guten Erweiterung normalerweise 1-3 Monate. Rechne €300-500 Startkosten und €100-200 zusätzliche Monatskosten gegen deinen zusätzlichen Umsatz. Messe wöchentlich, um nachsteuern zu können.
Sollte ich meine Bier- und Weinpreise bei mehr Cocktails anpassen?
Nicht unbedingt. Cocktails ziehen andere Gäste an als Bier-/Weintrinker. Du kannst aber erwägen, deine günstigsten Optionen etwas teurer zu machen, damit Cocktails relativ attraktiver werden.
Wie vermeide ich, dass neue Cocktails schlecht verkaufen?
Teste zuerst 2-3 Cocktails als 'Specials', bevor du sie fest auf die Karte setzt. Schule dein Personal gut, damit sie Cocktails empfehlen können. Setze beliebte Cocktails prominent auf deine Karte.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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