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📝 Arbeitskosten, GuV & Break-even · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Machbarkeit meines Restaurantkonzepts basierend auf meiner Zielgruppe und meinem Standort?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 17 Mar 2026

Ein Restaurantkonzept ist nur machbar, wenn du weißt, wie viele Gäste du brauchst, um die Gewinnschwelle zu erreichen. Viele Unternehmer beginnen mit einem Traum und hoffen, dass alles gut geht. Aber ohne Zahlen weißt du nicht, ob dein Standort und deine Zielgruppe genug Potenzial haben. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du berechnest, ob dein Konzept realistisch ist.

Sammle deine finanziellen Basisdaten

Bevor du beurteilen kannst, ob dein Konzept machbar ist, brauchst du ein klares Bild deiner Kosten und erwarteten Umsätze. Beginne mit der Erstellung eines realistischen Kostenbudgets.

💡 Beispiel: Bistro in der Innenstadt (80 Plätze)

Monatliche Fixkosten:

  • Miete: €4.500
  • Personal (fix): €12.000
  • Versicherungen: €800
  • Energie: €1.200
  • Sonstige Kosten: €1.500

Gesamte Fixkosten: €20.000 pro Monat

Achte darauf, dass du alle Kosten berücksichtigst. Viele Unternehmer vergessen Posten wie Abschreibungen, Versicherungen oder Buchhaltungskosten. Diese können deinen Break-Even-Punkt erheblich beeinflussen.

Berechne deinen Break-Even-Punkt in Anzahl der Gäste

Jetzt, da du deine Fixkosten kennst, kannst du berechnen, wie viele Gäste du mindestens brauchst. Verwende diese Formel:

Break-Even-Gäste pro Monat = Fixkosten / (Durchschnittliche Rechnung - Variable Kosten pro Gast)

💡 Beispielberechnung:

Bistro-Daten:

  • Fixkosten: €20.000
  • Erwartete durchschnittliche Rechnung: €28,00
  • Lebensmittelkosten (30%): €8,40
  • Zusätzliches Personal an Stoßzeiten: €3,00 pro Gast
  • Gesamte variable Kosten: €11,40

Break-Even: €20.000 / (€28,00 - €11,40) = 1.205 Gäste pro Monat

Das bedeutet, dass du durchschnittlich 40 Gäste pro Tag brauchst (bei 30 Öffnungstagen). Klingt das realistisch für deinen Standort und dein Konzept?

Analysiere das Potenzial deiner Zielgruppe und deines Standorts

Jetzt kommt der entscheidende Teil: Hat dein Standort genug potenzielle Gäste? Führe eine realistische Marktanalyse deiner unmittelbaren Umgebung durch.

  • Zähle Fußgänger: Gehe eine Woche lang zu verschiedenen Tageszeiten und zähle, wie viele Menschen vorbeigehen
  • Überprüfe die Konkurrenz: Wie voll sind vergleichbare Lokale in der Nähe?
  • Analysiere deine Zielgruppe: Wohnen oder arbeiten genug Menschen in deiner Nähe, die zu deinem Preisniveau passen?
  • Beobachte Saisonschwankungen: Ist es ein Tourismusgebiet oder hauptsächlich lokale Kunden?

⚠️ Achtung:

Viele Unternehmer überschätzen ihr Marktpotenzial. Rechne konservativ: Wenn du 1.000 Fußgänger pro Tag zählst, bedeutet das nicht, dass du 100 Gäste bekommst. Realistischer ist eine Umwandlungsquote von 1-3%.

Teste verschiedene Szenarien

Erstelle drei Szenarien, um die Machbarkeit zu testen: pessimistisch, realistisch und optimistisch. Dies gibt dir Einblick in die Risiken und Chancen.

💡 Beispiel-Szenarien Bistro:

Pessimistisch: 25 Gäste/Tag = €700 Umsatz = €21.000/Monat

Realistisch: 40 Gäste/Tag = €1.120 Umsatz = €33.600/Monat

Optimistisch: 60 Gäste/Tag = €1.680 Umsatz = €50.400/Monat

Break-Even liegt bei €33.600, also muss das realistische Szenario aufgehen.

Überprüfe deine Annahmen mit Marktforschung

Verlasse dich nicht nur auf deine eigene Einschätzung. Führe konkrete Untersuchungen über deine potenziellen Kunden und deren Ausgabeverhalten durch.

  • Sprich mit potenziellen Kunden: Was geben sie derzeit für Gastronomie aus?
  • Analysiere bestehende Lokale: Frage Besitzer nach ihren Erfahrungen (nicht direkte Konkurrenten)
  • Überprüfe Online-Bewertungen: Was ist den Menschen in deiner Art von Lokal wichtig?
  • Teste dein Konzept: Organisiere ein Pop-up oder einen Testabend

Ein System wie KitchenNmbrs hilft dir später, deine tatsächlichen Zahlen zu verfolgen und mit deinen ursprünglichen Berechnungen zu vergleichen. So lernst du, ob deine Annahmen korrekt waren.

Wie berechnest du die Machbarkeit? (Schritt für Schritt)

1

Berechne deine gesamten monatlichen Fixkosten

Addiere alle Kosten, die du jeden Monat hast, unabhängig davon, wie viele Gäste du bedienst. Denke an Miete, festes Personal, Versicherungen, Energie und Abschreibungen. Vergesse keine Kostenposition.

2

Bestimme deine durchschnittliche Rechnung und variable Kosten pro Gast

Schätze realistisch, was ein Gast durchschnittlich ausgibt. Ziehe davon die variablen Kosten ab (Lebensmittelkosten, zusätzliches Personal, Spülen). Der Restbetrag ist dein Beitrag zu den Fixkosten pro Gast.

3

Berechne, wie viele Gäste du mindestens brauchst

Teile deine Fixkosten durch deinen Beitrag pro Gast. Dies gibt dir deinen Break-Even-Punkt in Anzahl der Gäste pro Monat. Überprüfe, ob dies für deinen Standort und deine Zielgruppe realistisch ist.

✨ Pro tip

Teste dein Konzept zuerst im Kleinen: Beginne mit einem Pop-up, Food-Truck oder Catering. So lernst du deine tatsächlichen Kosten und Umsätze kennen, bevor du einen teuren Mietstandort anmietest.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Kosten muss ich alle in meine Berechnung einbeziehen?

Alle Fixkosten: Miete, Personal, Versicherungen, Energie, Telefon, Internet, Abschreibungen, Buchhaltung, Reinigung und ein Puffer für unerwartete Kosten. Viele Unternehmer vergessen die kleineren Posten, die zusammen viel Geld kosten.

Wie weiß ich, ob meine durchschnittliche Rechnung realistisch ist?

Schau dir vergleichbare Lokale in deiner Umgebung an und überprüfe ihre Speisekarten. Teste deine Preise bei potenziellen Kunden. Eine durchschnittliche Rechnung von €35, während der Konkurrent €20 verlangt, ist wahrscheinlich zu optimistisch.

Was ist, wenn mein Break-Even-Punkt höher liegt als das, was der Standort liefern kann?

Dann ist dein Konzept an diesem Standort nicht machbar. Du kannst deine Kosten senken, deine Preise erhöhen oder einen anderen Standort suchen. Es ist besser, das jetzt zu entdecken, als nach der Eröffnung.

Muss ich Saisonschwankungen berücksichtigen?

Absolut. Erstelle separate Berechnungen für geschäftige und ruhige Monate. In einem Tourismusgebiet kann der Unterschied zwischen Sommer und Winter enorm sein. Plane deinen Cashflow entsprechend.

Wie überprüfe ich, ob meine Annahmen nach der Eröffnung korrekt sind?

Verfolge deine tatsächlichen Zahlen und vergleiche sie monatlich mit deiner ursprünglichen Berechnung. Apps wie KitchenNmbrs helfen dir, deine Lebensmittelkosten, durchschnittliche Rechnung und andere KPIs automatisch zu überwachen.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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