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📝 Allergenregistrierung & EU-Gesetzgebung · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Was sind die gesetzlich anerkannten Ausnahmen für destillierte alkoholische Getränke?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Destillierte Getränke wie Wodka, Whisky und Gin sind von der Allergendeklaration befreit, auch wenn sie aus glutenhaltigen Getreidesorten hergestellt werden. Diese Ausnahme ist in der EU-Gesetzgebung verankert, da der Destillationsprozess die allergenen Proteine entfernt. Für Gastronomiebetriebe ist es wichtig zu wissen, welche Getränke deklariert werden müssen und welche nicht.

Welche alkoholischen Getränke sind befreit?

Die EU-Verordnung (Verordnung 1169/2011) sieht spezifische Ausnahmen für destillierte alkoholische Getränke vor. Diese Befreiungen gelten, weil der Destillationsprozess die allergenen Stoffe entfernt.

💡 Beispiele befreiter Getränke:

  • Wodka aus Weizen - keine Glutendeklaration erforderlich
  • Whisky aus Gerste - keine Glutendeklaration erforderlich
  • Gin aus Weizen - keine Glutendeklaration erforderlich
  • Rum aus Zuckerrohr - keine Allergendeklaration erforderlich

Alle diese Getränke sind vollständig von der Allergenregistrierung befreit.

Ausnahmen von den Ausnahmen

Nicht alle alkoholischen Getränke sind befreit. Bier, Wein und Likör unterliegen anderen Regeln, da sie nicht vollständig destilliert sind oder nach dem Destillationsprozess allergene Inhaltsstoffe enthalten.

  • Bier - enthält Gluten, muss deklariert werden
  • Wein mit Sulfiten - muss deklariert werden bei >10mg/Liter
  • Likör mit Nüssen/Milch - Allergene müssen deklariert werden
  • Cocktails mit Säften - alle Zutaten separat prüfen

⚠️ Achtung:

Glutenfreie Biere sind NICHT automatisch befreit. Diese müssen weiterhin als glutenfrei registriert werden, da Gäste dies wissen möchten.

Praktische Anwendung in deiner Bar

In der Praxis bedeutet dies, dass du auf deiner Getränkekarte oder Weinkarte nur Allergene für nicht-destillierte Getränke deklarieren musst. Bei Cocktails wird es komplexer, da du alle Zutaten prüfen musst.

💡 Beispiel Cocktail-Prüfung:

Piña Colada:

  • Rum - befreit (destilliert)
  • Kokosmilch - kein Allergen
  • Ananassaft - kein Allergen

Amaretto Sour:

  • Amaretto - enthält Mandel, MUSS deklariert werden
  • Zitronensaft - kein Allergen
  • Eiweiß - enthält Ei, MUSS deklariert werden

Registrierung in deinem System

Für eine gute Allergenregistrierung ist es sinnvoll, zwischen destillierten und nicht-destillierten Getränken zu unterscheiden. So vermeidest du, dass du unnötig Allergene bei reinen Spirituosen registrierst, vergisst sie aber nicht bei zusammengesetzten Getränken.

Ein digitales System wie KitchenNmbrs hilft dabei, den Überblick zu behalten, welche Getränke registriert werden müssen und welche nicht. Du kannst pro Zutat angeben, ob sie ein Allergen enthält, und das System berücksichtigt automatisch die Ausnahmen.

Wie prüfst du, ob ein alkoholisches Getränk eine Allergenregistrierung benötigt?

1

Bestimme die Art des Getränks

Prüfe, ob es sich um ein destilliertes Getränk handelt (Wodka, Whisky, Gin, Rum, Brandy) oder um ein nicht-destilliertes Getränk (Bier, Wein, Likör). Destillierte Getränke sind normalerweise befreit.

2

Prüfe hinzugefügte Zutaten

Auch bei destillierten Getränken können nach dem Destillationsprozess allergene Zutaten hinzugefügt werden. Denke an Nüsse in Likören, Milch in Crème-Likören oder Honig in Honig-Whisky.

3

Registriere nur das Notwendige

Notiere nur die Allergene, die tatsächlich nach dem Produktionsprozess vorhanden sind. Reiner Wodka aus Weizen benötigt keine Glutendeklaration, aber Weizenmalzbier schon.

✨ Pro tip

Erstelle eine Liste deiner Standard-Spirituosen und markiere, welche befreit sind. Dann musst du nur bei speziellen Getränken und Cocktails extra prüfen.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich glutenfreies Bier separat deklarieren?

Ja, glutenfreies Bier fällt nicht unter die Ausnahme für destillierte Getränke. Gäste mit Zöliakie möchten dies explizit wissen, also registriere es als glutenfrei.

Sind alle Whiskys von der Glutendeklaration befreit?

Reiner Whisky ja, aber einige Whiskys haben nach der Destillation hinzugefügte Aromastoffe. Prüfe das Etikett auf Zutaten, die nach dem Destillationsprozess hinzugefügt wurden.

Wie ist es mit Wein und Sulfiten?

Wein mit mehr als 10mg/Liter Sulfiten muss dies deklarieren. Fast alle kommerziellen Weine enthalten Sulfite, also registriere dies standardmäßig bei Wein.

Muss ich bei Cocktails alle Zutaten prüfen?

Ja, bei Cocktails addierst du alle Zutaten. Die Spirituosen sind oft befreit, aber Mixer, Säfte, Sirupe und Garnituren können Allergene enthalten.

Gelten diese Regeln auch für selbstgemachte Liköre?

Ja, auch für selbstgemachte Liköre gelten die gleichen Regeln. Wenn du nach der Destillation Nüsse, Milch oder andere Allergene hinzufügst, musst du dies registrieren.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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