Besondere Anlässe wie der Valentinstag können deine Marge bei der Lieferung erheblich beeinflussen. Plattformgebühren bleiben gleich, aber du kannst höhere Preise verlangen und hast oft mehr Bestellungen. Durch geschicktes Rechnen mit deinen Kosten, Plattformgebühren und Verpackung maximierst du deinen Gewinn an diesen lukrativen Tagen.
Die Kostenkalkulation bei der Lieferung
Bei der Mahlzeitenlieferung hast du es mit mehr Kostenstellen zu tun als in deinem Restaurant. Neben den Zutaten kommen Plattformgebühren, Verpackungskosten und oft höhere Arbeitskosten durch den Andrang hinzu.
💡 Beispiel Valentinsmenü:
3-Gänge-Valentinsmenü über Lieferando für €45,00 (inkl. 9% MwSt.):
- Zutaten: €12,50
- Verpackung (3 Behälter, Tasche, Besteck): €1,80
- Plattformgebühr (25%): €10,32
- Lieferkosten Plattform: €2,50
Gesamtkosten: €27,12 auf €41,28 ohne MwSt. = 65,7% Kostensatz
Plattformgebühren korrekt berechnen
Die meisten Lieferplattformen berechnen einen Prozentsatz über den gesamten Bestellwert, einschließlich MwSt. Das bedeutet, dass deine tatsächliche Marge niedriger ausfällt als du denkst.
- Lieferando: normalerweise 15-30% je nach Vertrag
- Uber Eats: normalerweise 20-35% einschließlich Marketinggebühren
- Deliveroo: normalerweise 25-35% einschließlich Provisionen
⚠️ Achtung:
Plattformgebühren werden über den Preis einschließlich MwSt. berechnet, aber deine Marge rechnest du über den Preis ohne MwSt. aus. Das macht deinen tatsächlichen Kostensatz höher als du denkst.
Verpackungskosten berücksichtigen
Bei speziellen Menüs verwendest du oft hochwertigere Verpackung. Addiere alle Kosten: Behälter, Taschen, Besteck, Servietten, Aufkleber und eventuell Dekoration.
💡 Verpackungskosten Valentinsmenü:
- 3 Aluminiumbehälter: €0,90
- Isolierte Tasche: €0,45
- Holzbesteck-Set: €0,25
- Servietten + Aufkleber: €0,20
Gesamtverpackung: €1,80 pro Bestellung
Höhere Preise rechtfertigen
An besonderen Tagen kannst du 20-40% mehr verlangen als normal. Kunden erwarten das und sind bereit, mehr für den Anlass zu zahlen.
- Positioniere es als Spezialmenü, nicht als normale Gerichte
- Füge Extras hinzu, die wenig kosten, aber viel Wert wirken (Dekoration, hochwertige Verpackung)
- Biete nur eine begrenzte Anzahl von Menüs an, um Exklusivität zu schaffen
Die Margenberechnung Schritt für Schritt
Verwende diese Formel, um deine tatsächliche Marge zu berechnen:
Marge % = ((Verkaufspreis ohne MwSt. - Gesamtkosten) / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100
💡 Berechnungsbeispiel:
Valentinsmenü €45,00 inkl. MwSt. = €41,28 ohne MwSt.
- Zutaten: €12,50
- Verpackung: €1,80
- Plattformgebühr: €11,25 (25% von €45,00)
Marge: ((€41,28 - €25,55) / €41,28) × 100 = 38,1%
Optimierungstipps für besondere Tage
Maximiere deinen Gewinn durch geschicktes Einkaufen und Anpassen deines Menüs:
- Verwende Saisongzutaten, die im Februar günstig sind
- Bereite Komponenten vor, die du bei mehreren Gerichten verwenden kannst
- Erhöhe deine Mindestbestellmenge an geschäftigen Tagen
- Biete nur deine gewinnträchtigsten Gerichte an im Spezialmenü
Wie berechnest du die Marge bei Liefermahlzeiten? (Schritt für Schritt)
Berechne deine gesamten Zutatenkosten
Addiere alle Kosten der Zutaten, die im Menü enthalten sind. Vergiss nicht Garnituren, Saucen, Öl und Gewürze. Rechne pro Portion und berücksichtige Schnittabfälle.
Addiere Verpackungskosten
Berechne, was alle Verpackung kostet: Behälter, Taschen, Besteck, Servietten und Dekoration. Bei Spezialmenüs ist das oft höher als bei normalen Bestellungen.
Berechne Plattformgebühren korrekt
Plattformgebühren werden über den Preis einschließlich MwSt. berechnet. Bei €45,00 und 25% Gebühr zahlst du €11,25, nicht über die €41,28 ohne MwSt.
Berechne deine tatsächliche Marge
Ziehe alle Kosten von deinem Verkaufspreis ohne MwSt. ab. Teile das Ergebnis durch deinen Verkaufspreis ohne MwSt. und multipliziere mit 100 für den Prozentsatz.
✨ Pro tip
Überprüfe deine Marge bei deinen 3 meistverkauften Liefergerichten jeden Monat. Plattformgebühren und Zutatenprise ändern sich regelmäßig, also was letzten Monat rentabel war, könnte jetzt Verlust machen.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich MwSt. in meine Margenberechnung einbeziehen?
Nein, berechne deine Marge immer über den Preis ohne MwSt. Aber Achtung: Plattformgebühren werden über den Preis einschließlich MwSt. berechnet, was deine Kosten höher macht.
Was ist eine gute Marge bei Liefermahlzeiten?
Durch Plattformgebühren und Verpackungskosten ist eine Marge von 25-35% bei der Lieferung realistisch. An besonderen Tagen kannst du durch höhere Preise eine Marge von 35-45% erreichen.
Wie kann ich meine Marge am Valentinstag erhöhen?
Erhöhe deinen Menüpreis um 20-40%, verwende günstigere Saisongzutaten und erhöhe deine Mindestbestellmenge. Kunden zahlen gerne mehr an besonderen Tagen.
Muss ich Lieferkosten in meine Berechnung einbeziehen?
Lieferkosten gehen normalerweise an die Plattform oder den Lieferboten, nicht an dich. Rechne sie also nicht in deine Zutaten- und Verpackungskosten ein.
Warum ist meine Marge niedriger als im Restaurant?
Plattformgebühren von 15-35% und höhere Verpackungskosten machen die Lieferung teurer. Kompensiere das durch höhere Menüpreise und effizientere Menüs.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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