Ein Liefermenü für Büropersonal erfordert eine andere Margenberechnung als ein normales Restaurant. Plattformgebühren, Verpackungskosten und höhere Volumen beeinflussen deine Rentabilität. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die echte Marge auf Liefermenüs für geschäftliche Kunden berechnest.
Warum Büromenüs anders sind
Die Lieferung an Büros hat Vorteile: größere Bestellungen, vorhersehbare Volumen und oft feste Kunden. Aber die Kostenstruktur unterscheidet sich erheblich von normaler Lieferung oder Restaurantservice.
? Beispiel Bürobestellung:
15 Lunch-Boxen à €12,50 = €187,50 Gesamtbetrag
- Plattformgebühr (20%): €37,50
- Verpackung (15 Boxen à €0,85): €12,75
- Lieferung: €5,00
- Lebensmittelkosten (30%): €56,25
Nettoertrag: €75,00 (40% Marge)
Die versteckten Kosten von Liefermenüs
Bei Büromenüs kommen zusätzliche Kosten hinzu, die deine Marge beeinflussen:
- Plattformgebühren: 15-30% deines Bestellwerts gehen an Lieferando, Uber Eats oder andere Plattformen
- Verpackungskosten: €0,50-€1,50 pro Menü für nachhaltige Boxen, Besteck, Servietten
- Lieferkosten: €3-€8 pro Fahrt, je nach Entfernung und eigenem Fahrer vs. Plattform
- MwSt.: 19% auf Lebensmittel (auch bei Lieferung), also immer ohne MwSt. rechnen
⚠️ Achtung:
Viele Unternehmer vergessen, Verpackungskosten einzurechnen. Bei €0,85 pro Box und 1000 Boxen pro Monat geben Sie €850 nur für Verpackung aus.
Margenberechnung für Liefermenüs
Die Formel für deine echte Marge auf Liefermenüs:
Nettomarge = (Verkaufspreis - Lebensmittelkosten - Verpackung - Plattformgebühr - Lieferung) / Verkaufspreis × 100
? Beispielberechnung:
Lunch-Box €12,50 (inkl. 19% MwSt.) = €10,50 ohne MwSt.
- Lebensmittelkosten: €3,15 (30% von €10,50)
- Verpackung: €0,85
- Plattformgebühr: €2,10 (20% von €10,50)
- Lieferung pro Box: €0,33 (€5 geteilt durch 15 Boxen)
Nettomarge: (€10,50 - €6,43) / €10,50 × 100 = 39%
Optimierung für Büromenüs
So verbesserst du deine Marge auf Liefermenüs für Büros:
- Mindestbestellwert: Setze dein Minimum auf €150-€200, um Lieferkosten zu verteilen
- Feste Lieferzeiten: 11:30-12:30 für Mittagessen, so planst du effizienter
- Großmengen-Verpackung: Kaufe Boxen pro 1000 Stück für bessere Preise
- Eigenlieferung: Bei festen Routen kann ein eigener Fahrer günstiger sein als die Plattform
? Break-Even-Beispiel:
Um 35% Nettomarge zu erreichen bei:
- 30% Lebensmittelkosten
- €0,85 Verpackung
- 20% Plattformgebühr
Musst du mindestens €12,50 pro Lunch-Box verlangen
Büromenüs vs. normale Lieferung
Büromenüs haben andere Margen als Abendlieferung:
- Vorteile: Größere Bestellungen, niedrigere Lieferkosten pro Portion, vorhersehbare Volumen
- Nachteile: Oft niedrigere Menüpreise, Zeitdruck (alles um 12:00), mehr Verpackung nötig
- Übliche Marge: 30-40% für Büromenüs vs. 35-45% für Abendmenüs
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Wie berechnest du die Marge auf einem Liefermenü? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Kosten pro Menü
Berechne deine Lebensmittelkosten, addiere Verpackungskosten (Box, Besteck, Serviette) und rechne aus, was Plattformgebühr und Lieferung pro Portion kosten. Vergiss nicht die MwSt.: Rechne immer ohne 19% MwSt.
Ziehe alle Kosten vom Verkaufspreis ab
Verkaufspreis ohne MwSt. minus Lebensmittelkosten, minus Verpackung, minus Plattformgebühr, minus Lieferung pro Portion. Dies ergibt deinen Nettoertrag pro Menü.
Berechne dein Margenprozentsatz
Teile deinen Nettoertrag durch deinen Verkaufspreis ohne MwSt. und multipliziere mit 100. Dies ist deine echte Marge auf dem Liefermenü.
✨ Pro tip
Überprüfe deine Margen pro Büro separat. Einige Büros bestellen immer große Mengen (bessere Marge), andere kleine Mengen (schlechtere Marge). Konzentriere dein Marketing auf die rentablen Kunden.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist eine gute Marge für Büro-Liefermenüs?
Muss ich MwSt. in meine Margenberechnung einbeziehen?
Wie rechne ich Lieferkosten pro Menü aus?
Sind Verpackungskosten wirklich so wichtig?
Wann ist Eigenlieferung günstiger als die Plattform?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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