Plattformgebühren von 15-30% fressen deinen Gewinn auf. Viele Lieferunternehmer fragen sich: Wann lohnt sich der Bau einer eigenen Lieferapp? Der Schwellenwert liegt höher als du denkst, aber die Berechnung ist klar.
Die echten Kosten von Plattformgebühren
Thuisbezorgd, Uber Eats und andere Plattformen berechnen 15-30% Provision auf jede Bestellung. Das klingt nach viel, aber sie liefern auch Mehrwert: Kunden, Marketing und Technologie.
💡 Beispiel Plattformkosten:
Restaurant mit €50.000 Monatsumsatz über Thuisbezorgd:
- Provision 20%: €10.000/Monat
- Marketingkosten Plattform: €2.000/Monat
- Verpackungskosten: €1.500/Monat
Gesamte plattformbezogene Kosten: €13.500/Monat
Kosten einer eigenen Lieferapp
Eine eigene App hat andere Kostenpunkte. Die meisten Unternehmer unterschätzen diese dramatisch.
Einmalige Kosten
- App-Entwicklung: €15.000 - €50.000 (je nach Funktionalität)
- Website-Entwicklung: €3.000 - €8.000
- Zahlungssystem-Integration: €2.000 - €5.000
- Kassensystem-Kopplung: €1.000 - €3.000
Monatliche Kosten
- Hosting und Wartung: €200 - €500
- Zahlungsabwicklung: 1,5-3% des Umsatzes
- Marketing und Kundenakquisition: €2.000 - €8.000
- Kundenservice: €500 - €1.500
- Updates und Bugfixes: €300 - €800
💡 Beispiel Kosten eigene App:
Gleiches Restaurant mit €50.000 Monatsumsatz:
- Monatliche Betriebskosten: €4.500
- Zahlungsabwicklung (2%): €1.000
- Marketing: €5.000
- Abschreibung App (€30.000 / 36 Monate): €833
Gesamte monatliche Kosten: €11.333
Die Break-Even-Berechnung
Um zu bestimmen, wann eine eigene App rentabler wird, vergleichst du die Gesamtkosten pro Monat.
Formel:
Break-Even-Umsatz = (Monatliche App-Kosten + Marketing) / (Plattform-Provisionsquote % - Eigene App-Kostenquote %)
⚠️ Achtung:
Viele Unternehmer vergessen die Marketingkosten. Plattformen bringen Kunden - diese musst du selbst mit einer eigenen App akquirieren.
Realistische Schwellenwerte pro Umsatzklasse
- €20.000/Monat: Plattform meist günstiger
- €50.000/Monat: Wendepunkt, abhängig vom Marketingbudget
- €100.000/Monat: Eigene App oft rentabler
- €200.000+/Monat: Eigene App fast immer besser
Verborgene Vorteile von Plattformen
Plattformen liefern mehr als nur Technologie:
- Kundendatenbank: Millionen von Nutzern, die bereits bestellen
- Marketing: SEO, Werbung, Promotionen
- Kundenservice: Abwicklung von Reklamationen und Rückgaben
- Saisonale Promotionen: Automatische Teilnahme an Aktionen
💡 Hybrider Ansatz:
Viele erfolgreiche Restaurants kombinieren beide:
- Plattform für neue Kunden
- Eigene App für Stammkunden (niedrigere Kosten)
- Treueprogramm, um Kunden zu verlagern
KitchenNmbrs und Lieferkosten
Mit KitchenNmbrs berechnest du genau, wie viel jede Bestellung einbringt, inklusive Plattformgebühren und Verpackungskosten. So siehst du pro Gericht, ob es mit 20-30% Provision noch rentabel bleibt.
Die App hilft auch bei der Optimierung deines Menüs für Lieferungen: Welche Gerichte haben die beste Marge nach Abzug aller Lieferkosten?
Wie berechnest du den Schwellenwert für eine eigene Lieferapp?
Berechne deine aktuellen Plattformkosten pro Monat
Addiere: Provisionen, Marketingkosten auf der Plattform, zusätzliche Verpackungskosten. Dies ist dein Referenzpunkt.
Schätze die Kosten einer eigenen App
Berücksichtige Entwicklung (über 3 Jahre abgeschrieben), Hosting, Zahlungsabwicklung, Marketing und Wartung. Vergiss nicht die Kundenakquisition.
Berechne den Break-Even-Punkt
Teile die monatlichen App-Kosten durch die Differenz des Provisionsanteils. Dies gibt dir den Mindestumsatz, bei dem eine eigene App vorteilhafter wird.
Teste mit einem hybriden Ansatz
Beginne mit einer einfachen Website-Bestellseite neben der Plattform. So testest du die Nachfrage nach direkter Bestellung ohne große Investition.
✨ Pro tip
Starte mit einer einfachen Bestellwebsite für €2.000-€5.000, um die Nachfrage zu testen. Erst wenn diese gut läuft, investiere in eine vollständige App.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Bei welchem Umsatz lohnt sich eine eigene Lieferapp?
Meist ab €75.000-€100.000 Monatsumsatz, abhängig von deinem Marketingbudget. Unter €50.000/Monat sind Plattformen oft günstiger.
Was kostet die Entwicklung einer Lieferapp?
€15.000-€50.000 für die Entwicklung, plus €3.000-€8.000 monatlich für Wartung, Hosting und Marketing. Kalkuliere mindestens €100.000 für das erste Jahr.
Kann ich Kunden von Plattformen zu meiner eigenen App locken?
Ja, aber vorsichtig. Nutze Treueprogramme, Rabatte bei direkter Bestellung und besseren Service. Plattformen verbieten direkte Weiterleitungen.
Was ist, wenn meine eigene App nicht genug Bestellungen erhält?
Dann bist du doppelt teuer dran: App-Kosten plus niedriger Umsatz. Teste daher zuerst mit einer einfachen Bestellwebsite, bevor du eine vollständige App baust.
Muss ich Plattformen mit einer eigenen App vollständig verlassen?
Nein, hybrid funktioniert oft besser. Nutze Plattformen für neue Kunden und deine eigene App für Stammkunden, die du günstiger bedienen kannst.
Wie berechne ich die echten Kosten von Plattformgebühren?
Addiere Provision, Marketingkosten auf der Plattform und zusätzliche Verpackungskosten. Vergiss nicht die MwSt.-Auswirkung: Provision ist ohne MwSt.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
Food-Cost-Kontrolle für Lieferung und Dark Kitchens
Bei Lieferung sind die Margen dünner denn je. KitchenNmbrs berechnet Ihren tatsächlichen Food Cost inklusive Verpackung, damit Sie wissen, ob jede Bestellung profitabel ist. 14 Tage kostenlos testen.
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