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📝 Lieferung & Dark Kitchen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich, ob sich ein eigener Lieferant finanziell lohnt versus eine Plattform?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Ein eigener Lieferant kann dir tausende Euro pro Jahr an Plattformgebühren sparen, aber nur wenn du genug Bestellungen hast. Viele Restaurants wechseln zu früh oder bleiben zu lange bei Plattformen, weil sie die echten Kosten nicht durchrechnen. In diesem Artikel berechnest du Schritt für Schritt, ob ein eigener Lieferant sich für deine Situation finanziell lohnt.

Die echten Kosten der Plattformlieferung

Plattformen wie Thuisbezorgd und Uber Eats berechnen 15-30% Provision auf deinen Bestellwert. Bei einer durchschnittlichen Bestellung von €25 zahlst du €3,75 bis €7,50 an die Plattform. Aber es gibt noch mehr Kosten:

  • Plattformprovision: 15-30% des Bestellwerts
  • Zusätzliche Verpackungskosten: €0,50-€1,00 pro Bestellung
  • Marketinggebühren (optional): 2-5% zusätzlich
  • Zahlungsgebühren: €0,25-€0,35 pro Transaktion

💡 Beispiel Plattformkosten:

Bestellung von €25,00 über Thuisbezorgd (25% Provision):

  • Plattformprovision: €6,25
  • Verpackung: €0,75
  • Zahlungsgebühren: €0,30

Gesamtkosten pro Bestellung: €7,30 (29,2% des Bestellwerts)

Die Kosten eines eigenen Lieferanten

Ein Lieferant im Angestelltenverhältnis kostet mehr als nur den Stundenlohn. Rechne alle Arbeitgeberlasten mit ein:

  • Bruttostundenlohn: €12,00-€15,00
  • Arbeitgeberlasten (25-30%): €3,00-€4,50
  • Roller-Leasing/Abschreibung: €150-€300 pro Monat
  • Kraftstoff: €0,75-€1,25 pro Lieferung
  • Roller-Versicherung: €50-€100 pro Monat
  • Wartung: €25-€50 pro Monat

💡 Beispiel eigener Lieferant:

Lieferant 20 Stunden pro Woche, €13,50 Bruttostundenlohn:

  • Lohnkosten pro Monat: €13,50 × 20 × 4,33 × 1,28 = €1.496
  • Roller-Leasing: €200
  • Kraftstoff (80 Fahrten): €80
  • Versicherung: €75
  • Wartung: €35

Gesamtkosten pro Monat: €1.886

Den Break-Even-Punkt berechnen

Dein Break-Even-Punkt ist die Anzahl der Bestellungen, bei der die Kosten eines eigenen Lieferanten gleich den Plattformgebühren sind. Verwende diese Formel:

Break-Even-Bestellungen pro Monat = Monatskosten Lieferant / (Plattformgebühr pro Bestellung - Kraftstoffkosten pro Bestellung)

⚠️ Achtung:

Rechne nicht nur mit der Plattformprovision, sondern mit allen Kosten pro Bestellung. Verpackung und Zahlungsgebühren bleiben bei Eigenlieferung bestehen.

Praktisches Beispiel: Wann lohnt es sich?

Angenommen, du zahlst €6,25 Plattformgebühr pro Bestellung (25% von €25 durchschnittliche Bestellung) und Kraftstoff kostet €1,00 pro Lieferung. Deine Monatskosten für einen eigenen Lieferanten sind €1.886.

Break-Even = €1.886 / (€6,25 - €1,00) = 359 Bestellungen pro Monat

Das sind etwa 12 Bestellungen pro Tag. Erreichst du diese Anzahl? Dann lohnt sich ein eigener Lieferant finanziell.

💡 Einsparung bei 500 Bestellungen pro Monat:

Plattformkosten: 500 × €6,25 = €3.125

Eigener Lieferant: €1.886 + (500 × €1,00) = €2.386

Monatliche Einsparung: €739 (€8.868 pro Jahr)

Zusätzliche Vorteile der Eigenlieferung

Neben Kosteneinsparungen gibt es weitere Vorteile, die schwer in Geld auszudrücken sind:

  • Direkte Kundenbeziehung (keine Plattform dazwischen)
  • Vollständige Kontrolle über Lieferzeiten
  • Eigenes Branding auf Roller und Uniform
  • Flexibilität im Liefergebiet
  • Besserer Kundenservice bei Problemen

Risiken und Nachteile

Ein eigener Lieferant bringt auch Risiken mit sich:

  • Fixkosten auch bei wenigen Bestellungen
  • HR-Verpflichtungen (Krankheit, Urlaub, Kündigung)
  • Haftung bei Unfällen
  • Geringere Reichweite als Plattformen
  • Eigenes Marketing nötig für Bestellungen

⚠️ Achtung:

Starten Sie nicht direkt mit Eigenlieferung, wenn Sie weniger als 300 Bestellungen pro Monat haben. Die Fixkosten sind dann zu hoch im Verhältnis zur Einsparung.

Hybridmodell: Das Beste aus beiden Welten

Viele Restaurants wählen einen hybriden Ansatz: Eigenlieferung für Stammkunden und nahe Postleitzahlen, Plattformen für neue Kunden und weiter weg. Dies kombiniert Kosteneinsparung mit Reichweite.

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du pro Liefermethode nachverfolgen, was deine echte Marge ist, damit du datengestützte Entscheidungen über deine Lieferstrategie treffen kannst.

Wie berechnest du, ob Eigenlieferung sich lohnt? (Schritt für Schritt)

1

Berechne deine aktuellen Plattformkosten pro Bestellung

Addiere: Plattformprovision + Verpackungskosten + Zahlungsgebühren. Bei €25 durchschnittlicher Bestellung und 25% Provision sind dies etwa €7,30 pro Bestellung.

2

Berechne Monatskosten für eigenen Lieferanten

Addiere: Bruttolohn × 1,28 (Arbeitgeberlasten) + Roller-Leasing + Versicherung + Wartung. Für 20 Stunden/Woche sind dies etwa €1.500-€2.000 pro Monat.

3

Berechne Break-Even-Punkt

Teile Monatskosten Lieferant durch (Plattformgebühr - Kraftstoffkosten pro Bestellung). Bei €1.886 Monatskosten und €5,25 Nettoeinsparung pro Bestellung = 359 Bestellungen Break-Even.

4

Überprüfe dein aktuelles Bestellvolumen

Erreichst du mehr als den Break-Even-Punkt? Dann lohnt sich Eigenlieferung. Bist du darunter? Bleib vorerst bei Plattformen und wachse erst dein Volumen.

✨ Pro tip

Starten Sie mit Eigenlieferung an deinen geschäftigsten Tagen und behalte Plattformen als Backup. So testest du das Konzept, ohne direkt alle Bestellungen zu verlieren, falls es Probleme gibt.

Selbst berechnen?

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Häufig gestellte Fragen

Ab wie vielen Bestellungen pro Tag lohnt sich ein eigener Lieferant?

Im Durchschnitt ab 10-15 Bestellungen pro Tag, abhängig von deinen Plattformgebühren und Lohnkosten. Rechne immer deine eigene Situation mit der Break-Even-Formel durch.

Kann ich einen Lieferanten als Freelancer anstelle eines Angestellten einstellen?

Rechtlich ist dies riskant wegen Scheinselbstständigkeit. Ein fester Lieferant, der nur für dich arbeitet, fällt normalerweise unter Angestelltenverhältnis nach deutschem Recht.

Was ist, wenn mein Bestellvolumen je nach Saison schwankt?

Berechne deinen Break-Even auf Basis deiner schwächsten Monate. In Stoßzeiten verdienst du extra, in ruhigen Monaten machst du keinen Verlust. Erwäge flexible Verträge.

Muss ich ganz mit Plattformen aufhören, wenn ich Eigenlieferung starte?

Nicht unbedingt. Viele Restaurants nutzen Plattformen für neue Kunden und weiter weg, Eigenlieferung für Stammkunden und nahe Postleitzahlen. Dies maximiert Reichweite und Marge.

Wie sieht es mit Versicherungen bei Eigenlieferung aus?

Du brauchst mindestens eine gewerbliche Rollerversicherung (€50-100/Monat) und eine Haftpflichtversicherung. Überprüfe auch, ob deine Betriebsversicherung Lieferungen abdeckt.

Kann ich die Lieferkosten an Kunden weitergeben?

Ja, aber berücksichtige den Wettbewerb. Viele Kunden sind an 'kostenlose Lieferung' von Plattformen gewöhnt. Eine Lieferkostengebühr von €1,50-€2,50 ist oft akzeptabel.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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