Verschiedene Lieferplattformen erheben unterschiedliche Provisionsanteile, was deine Margenberechnung komplexer macht. Thuisbezorgd berechnet oft 15-25% Provision, Uber Eats 20-30%, plus du hast unterschiedliche Verpackungskosten pro Plattform. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du einen gewichteten Durchschnitt berechnest, um die Kontrolle über deine tatsächliche Marge pro Plattform zu behalten.
Warum ein Durchschnitt nicht funktioniert
Viele Unternehmer rechnen mit einem Durchschnitt von "etwa 20%" Provision. Das gibt dir ein verzerrtes Bild deines tatsächlichen Gewinns pro Plattform.
⚠️ Achtung:
Wenn Uber Eats 30% Provision berechnet und Thuisbezorgd 18%, und du rechnest mit 20% im Durchschnitt, unterschätzt du die Kosten von Uber Eats um 10 Prozentpunkte. Bei einer Bestellung von €50 sind das €5 Unterschied.
Die Provisionsstruktur pro Plattform
Jeder Lieferpartner hat eine andere Kostenstruktur:
- Thuisbezorgd: 15-25% Provision + Marketingkosten
- Uber Eats: 20-30% Provision + Servicegebühr
- Deliveroo: 20-35% Provision je nach Region
- Eigene Lieferung: 0% Provision, aber Personal + Treibstoff
Diese Prozentsätze variieren je nach Vertrag und Volumen. Überprüfe immer deinen eigenen Vertrag.
Berechne deinen gewichteten Durchschnitt der Provision
Ein gewichteter Durchschnitt berücksichtigt, wie viel du über jede Plattform verkaufst.
💡 Beispiel:
Dein Lieferumsatz im letzten Monat:
- Thuisbezorgd: €8.000 (20% Provision)
- Uber Eats: €5.000 (28% Provision)
- Eigene Lieferung: €2.000 (0% Provision)
Berechnung:
(€8.000 × 0,20) + (€5.000 × 0,28) + (€2.000 × 0,00) = €1.600 + €1.400 + €0 = €3.000
Gesamtprovision: €3.000 auf €15.000 Umsatz = 20% gewichteter Durchschnitt
Addiere Verpackungskosten pro Plattform
Jede Plattform hat unterschiedliche Verpackungsanforderungen. Uber Eats verlangt oft teurere, markenlose Verpackung.
💡 Beispiel Verpackungskosten:
- Thuisbezorgd: €0,85 pro Bestellung (Basisverpackung)
- Uber Eats: €1,20 pro Bestellung (Premium-Verpackung + zusätzliche Isolierung)
- Eigene Lieferung: €0,60 pro Bestellung (wiederverwendbare Taschen)
Diese Kosten addierst du zur Provision für die gesamten Lieferkosten.
Berechne deine Nettomarge pro Plattform
Jetzt kannst du pro Plattform deine tatsächliche Marge berechnen:
Formel:
Nettomarge % = ((Verkaufspreis - Lebensmittelkosten - Provision - Verpackung) / Verkaufspreis) × 100
💡 Beispiel: Pasta Carbonara €18,50
Kosten pro Plattform:
- Lebensmittelkosten: €5,50 (konstant)
- Thuisbezorgd Provision: €3,70 (20%)
- Uber Eats Provision: €5,18 (28%)
- Verpackung Thuisbezorgd: €0,85
- Verpackung Uber Eats: €1,20
Nettomarge:
Thuisbezorgd: (€18,50 - €5,50 - €3,70 - €0,85) / €18,50 = 46%
Uber Eats: (€18,50 - €5,50 - €5,18 - €1,20) / €18,50 = 35%
Steuere die profitabelste Mischung
Mit diesen Zahlen kannst du bewusst steuern, welche Plattformen du förderst. Vielleicht erhöhst du deine Preise auf Uber Eats oder konzentrierst dein Marketing auf Thuisbezorgd.
⚠️ Achtung:
Eine niedrige Marge bedeutet nicht automatisch, dass du eine Plattform einstellen solltest. Berücksichtige auch Volumen, Kundenwert und neue Kunden, die die Plattform dir bringt.
Aktualisiere deine Berechnung monatlich
Provisionen und dein Verkaufsmix ändern sich. Aktualisiere deinen gewichteten Durchschnitt jeden Monat, um nachzusteuern.
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du pro Gericht und pro Plattform deine Margen verfolgen, ohne manuell gewichtete Durchschnitte berechnen zu müssen.
Wie berechnest du die Marge pro Lieferplattform?
Sammle deine Umsatzzahlen pro Plattform
Notiere deinen Umsatz des letzten Monats pro Lieferpartner. Überprüfe das Dashboard jeder Plattform und addiere: Thuisbezorgd, Uber Eats, Deliveroo, eigene Lieferung.
Berechne deinen gewichteten Durchschnitt der Provision
Multipliziere jeden Umsatz mit dem Provisionsanteil und teile durch den Gesamtumsatz. Formel: (Umsatz A × Provision A + Umsatz B × Provision B) / Gesamtumsatz.
Addiere Verpackungskosten pro Plattform
Messe deine durchschnittlichen Verpackungskosten pro Bestellung pro Plattform. Addiere dies zur Provision für deine gesamten Lieferkosten pro Plattform.
Berechne die Nettomarge pro Gericht pro Plattform
Ziehe Lebensmittelkosten, Provision und Verpackung von deinem Verkaufspreis ab. Teile durch den Verkaufspreis und multipliziere mit 100 für deinen Nettomarge-Prozentsatz.
Vergleiche und steuere nach
Analysiere, welche Plattformen am profitabelsten sind. Erwäge Preisanpassungen pro Plattform oder verschiebe dein Marketing zu profitablen Kanälen.
✨ Pro tip
Überprüfe, welche Gerichte pro Plattform am besten abschneiden. Oft verkaufen sich Pizzas besser auf Thuisbezorgd und Sushi besser auf Uber Eats. Passe dein Menüangebot pro Plattform an, um maximalen Gewinn zu erzielen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Sollte ich unterschiedliche Preise pro Lieferplattform festlegen?
Ja, das darfst du und es ist oft sinnvoll. Wenn Uber Eats 10% mehr Provision berechnet, kannst du dort deine Preise um 10% erhöhen, um die gleiche Marge zu behalten.
Wie oft ändern sich die Provisionsanteile von Lieferplattformen?
Provisionen können sich vierteljährlich ändern, je nach deinem Vertrag und Volumen. Überprüfe monatlich deine Rechnungen, um Änderungen zu bemerken.
Was ist, wenn meine Marge auf einer Plattform unter 20% fällt?
Erhöhe deine Preise auf dieser Plattform oder verhandle über niedrigere Provisionen. Eine Marge unter 20% lässt wenig Spielraum für andere Kosten wie Personal und Miete.
Sollte ich die Mehrwertsteuer in meine Margenberechnung einbeziehen?
Rechne immer mit Preisen ohne Mehrwertsteuer. Dein Verkaufspreis von €18,50 inklusive 9% Mehrwertsteuer wird €16,97 ohne Mehrwertsteuer für deine Margenberechnung.
Wie rechne ich eigene Lieferung in meinen Plattformvergleich ein?
Addiere deine Lieferkosten: Lohn des Fahrers, Treibstoff, Telefonkosten, Versicherungen. Teile durch die Anzahl der Bestellungen für Kosten pro Lieferung, vergleichbar mit der Plattformprovision.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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