Plattformgebühren können deine Marge erheblich drücken. Thuisbezorgd und Uber Eats berechnen 15-30% Provision, während deine eigene Website normalerweise nur 2-4% Zahlungsgebühren hat. In diesem Artikel berechnest du genau, welchen Unterschied das für deinen Gewinn macht.
Warum dieser Unterschied so groß ist
Bei Bestellungen über Plattformen zahlst du nicht nur höhere Provisionen, sondern oft auch zusätzliche Verpackungskosten und Marketing-Gebühren. Bei deiner eigenen Website behältst du viel mehr Kontrolle über deine Margen.
? Beispielvergleich:
Pizza Margherita für €16,50 (inkl. 9% MwSt.)
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €15,14
- Zutatenkosten: €4,50
- Verpackungskosten: €0,80
Eigene Website:
- Zahlungsgebühren (3%): €0,45
- Nettoertrag: €15,14 - €4,50 - €0,80 - €0,45 = €9,39
Plattform (25% Provision):
- Plattformgebühr: €3,79
- Nettoertrag: €15,14 - €4,50 - €0,80 - €3,79 = €6,05
Unterschied pro Bestellung: €3,34 weniger über Plattform
Die versteckten Kosten von Plattformen
Neben der Provision gibt es oft zusätzliche Kosten, die deine Marge weiter drücken:
- Marketing-Gebühren: Zusätzliche Werbung auf der Plattform kostet 2-5% extra
- Teurere Verpackung: Plattformen verlangen oft stabilere Verpackungen
- Mindestbestellgebühren: Bei kleinen Bestellungen zahlst du manchmal extra
- Stoßzeit-Gebühren: Während der Stoßzeiten berechnen einige Plattformen extra
⚠️ Achtung:
Plattformgebühren werden auf den Gesamtbestellwert inklusive MwSt. berechnet, nicht auf deinen Nettoertrag. Das macht sie relativ teurer, als sie aussehen.
Berechnung deiner tatsächlichen Marge
Um den Unterschied richtig zu sehen, berechnest du die Nettomarge pro Kanal:
Formel:
Nettomarge = (Verkaufspreis ohne MwSt. - Zutatenkosten - Verpackung - Kanalkosten) / Verkaufspreis ohne MwSt. × 100
? Durchrechnung für €100 Umsatz:
Bei €100 Umsatz pro Tag (ohne MwSt.):
- Eigene Website: €100 - €30 Lebensmittel - €5 Verpackung - €3 Zahlungen = €62 Netto
- Plattform (25%): €100 - €30 Lebensmittel - €8 Verpackung - €25 Provision = €37 Netto
Unterschied: €25 pro Tag = €750 pro Monat
Kompensationsstrategien
Viele Restaurants verwenden unterschiedliche Preise pro Kanal:
- Plattformpreise: 10-15% höhere Preise auf Plattformen
- Bundle-Angebote: Stimuliere höhere Bestellwerte über Plattformen
- Eigene Website-Promotion: Rabatte für direkte Bestellungen
Break-Even-Berechnung
Berechne, bei welchem Bestellwert Plattformen noch rentabel sind:
Mindestbestellwert = (Fixkosten pro Bestellung) / (Marge % eigene Website - Marge % Plattform)
? Break-Even-Beispiel:
Wenn du €3 Fixkosten pro Bestellung hast:
- Eigene Website-Marge: 40%
- Plattform-Marge: 20%
- Unterschied: 20 Prozentpunkte
Break-Even: €3 / 0,20 = €15 Mindestbestellwert
Wie berechnest du den Margendifferenz? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Kosten pro Kanal
Notiere für beide Kanäle: Zutatenkosten, Verpackungskosten und Kanalkosten (Provision vs. Zahlungsgebühren). Vergiss keine zusätzlichen Plattformgebühren wie Marketing oder Stoßzeit-Gebühren.
Berechne Nettoertrag pro Bestellung
Ziehe alle Kosten von deinem Verkaufspreis (ohne MwSt.) ab. Formel: Verkaufspreis ohne MwSt. - Zutaten - Verpackung - Kanalkosten = Nettoertrag pro Bestellung.
Rechne den Unterschied auf Monatsbasis durch
Multipliziere den Unterschied pro Bestellung mit deiner durchschnittlichen Anzahl von Bestellungen pro Monat. Das zeigt dir die Gesamtauswirkung auf deinen Monatsumsatz und hilft bei strategischen Entscheidungen.
✨ Pro tip
Überprüfe deinen Margendifferenz pro Gericht separat. Einige Gerichte funktionieren auf Plattformen besser wegen ihrer Verpackung oder Haltbarkeit, während andere durch die Provision viel zu teuer werden.
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Häufig gestellte Fragen
Darf ich unterschiedliche Preise auf Plattformen verwenden?
Welche Plattformprovision ist realistisch zum Einkalkulieren?
Wie verhindere ich, dass Plattformen zu teuer werden?
Muss ich MwSt. in diese Berechnung einbeziehen?
Wann sind Plattformen noch immer sinnvoll?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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