Warme Snacks selbst machen oder fertig einkaufen? Diese Entscheidung bestimmt direkt deine Gewinnmarge. Viele Gastronomen treffen diese Wahl nach Bauchgefühl, aber die Zahlen erzählen oft eine andere Geschichte. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die richtige Entscheidung für dein Geschäft triffst.
Die echten Kosten der Eigenherstellung
Wenn du warme Snacks selbst machst, schaust du nicht nur auf die Zutaten. Du zahlst auch für Arbeit, Energie und Platz in deiner Küche.
? Beispiel: Selbstgemachte Bitterballen
Für 100 Bitterballen brauchst du:
- Zutaten: €12,00
- Arbeit (2 Stunden à €18/Stunde): €36,00
- Energie (Fritteuse, Kochen): €3,00
Gesamt: €51,00 = €0,51 pro Stück
Die echten Kosten von Fertigprodukten
Fertigprodukte scheinen teurer zu sein, aber du sparst Zeit und Küchenplatz. Plus: kein Risiko für misslungene Chargen.
? Beispiel: Fertige Bitterballen
Professionelle Bitterballen vom Lieferanten:
- Einkaufspreis: €0,45 pro Stück
- Arbeit (Frittieren): €0,05 pro Stück
- Energie (nur Fritteuse): €0,02 pro Stück
Gesamt: €0,52 pro Stück
Qualität und Konsistenz
Selbermachen bedeutet vollständige Kontrolle über Geschmack und Zutaten. Aber auch das Risiko von Unterschieden zwischen den Chargen. Fertigprodukte sind immer gleich, aber du hast weniger Kontrolle über die Zutaten.
⚠️ Achtung:
Rechne immer deine eigene Arbeitszeit ein. Auch als Inhaber kostet deine Zeit Geld. Zeit, die du für Bitterballen aufwendest, kannst du nicht für Gäste aufwenden.
Praktische Überlegungen
Neben den Zahlen spielen praktische Dinge eine Rolle:
- Küchenplatz: Hast du Platz für zusätzliche Vorbereitung?
- Personal: Können deine Köche das zusätzlich gut bewältigen?
- Lagerung: Fertigprodukte frieren länger, Selbstgemachtes hat kürzere Haltbarkeit
- Menge: Bei großen Mengen wird Selbermachen oft günstiger
Die Break-Even-Berechnung
Berechne, bei wie vielen Stücken pro Woche Selbermachen günstiger wird. Das unterscheidet sich je nach Produkt und Betrieb.
? Beispiel: Break-Even Bitterballen
Unterschied pro Stück: €0,01 (Fertigprodukt teurer)
Bei 500 Stücken pro Woche: €0,01 × 500 = €5 pro Woche Unterschied
Aber: 2 Stunden weniger Arbeit pro Woche. Ist das €5 wert? Meist ja.
Hybrid-Ansatz
Viele erfolgreiche Betriebe kombinieren beide Methoden:
- Signature-Snacks selbst machen (einzigartig für deinen Betrieb)
- Standard-Snacks fertig einkaufen (Bitterballen, Kroketten)
- Saisonprodukte selbst machen, wenn du Zeit hast
Wie triffst du die richtige Entscheidung? (Schritt für Schritt)
Berechne deine vollständige Kostenkalkulation für Selbermachen
Addiere Zutaten, Arbeitszeit (auch deine eigene), Energie und mögliche Verschwendung. Vergiss nicht, die Zeit für Einkauf und Vorbereitung einzurechnen.
Vergleiche mit dem Gesamtpreis von Fertigprodukten
Einkaufspreis plus minimale Zubereitungszeit (Aufwärmen, Frittieren). Überprüfe auch, ob verschiedene Lieferanten deine Qualitätsanforderungen erfüllen.
Teste beide Optionen einen Monat lang
Probiere einen Monat lang Selbermachen, einen Monat lang Fertigprodukte. Messe nicht nur Kosten, sondern auch Zeiteinsparungen und Kundenzufriedenheit. Dann weißt du sicher, was besser funktioniert.
✨ Pro tip
Starten Sie mit einem Produkt und testen Sie beide Methoden einen Monat lang. Messen Sie nicht nur Kosten, sondern auch wie viel Stress Sie sparen. Ein etwas höherer Kostpreis kann sich für mehr Ruhe in deiner Küche lohnen.
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Häufig gestellte Fragen
Ist Selbstgemachtes immer leckerer als Fertigprodukte?
Wie rechne ich meine eigene Arbeitszeit?
Was ist, wenn mein Lieferant die Preise erhöht?
Kann ich für manche Snacks selbermachen und für andere nicht?
Wie sieht es mit Allergenen bei Fertigprodukten aus?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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