Getränkekosten variieren stark zwischen Jahreszeiten und Standorten. Eine Terrasse im Sommer läuft auf eiskalt Getränke und Cocktails, während ein Innenlokal im Winter mehr warme Getränke und Comfort Drinks verkauft. Deine Pour Cost (das Äquivalent der Lebensmittelkosten für Getränke) kann hierdurch 5-10% zwischen den Jahreszeiten unterscheiden.
Warum Jahreszeit und Standort deine Getränkekosten beeinflussen
Der Mix der Getränke, die du verkaufst, bestimmt deine durchschnittliche Pour Cost. Ein Bier hat andere Margen als ein Cocktail, und heiße Schokolade andere Kosten als eine gefrorene Margarita.
💡 Beispiel Sommer vs. Winter Mix:
Sommertterrasse (pro 100 Konsumationen):
- 40× Bier (€2,50 Verkauf, €0,60 Einkauf = 24% Pour Cost)
- 25× Cocktails (€8,50 Verkauf, €2,10 Einkauf = 25% Pour Cost)
- 20× Softdrink (€3,50 Verkauf, €0,40 Einkauf = 11% Pour Cost)
- 15× Wein (€6,00 Verkauf, €1,20 Einkauf = 20% Pour Cost)
Durchschnittliche Pour Cost: 22%
💡 Beispiel Winter innen:
Winterinnenlokal (pro 100 Konsumationen):
- 30× Bier (€2,50 Verkauf, €0,60 Einkauf = 24% Pour Cost)
- 15× Cocktails (€8,50 Verkauf, €2,10 Einkauf = 25% Pour Cost)
- 20× warme Getränke (€3,20 Verkauf, €0,80 Einkauf = 25% Pour Cost)
- 35× Wein (€6,00 Verkauf, €1,20 Einkauf = 20% Pour Cost)
Durchschnittliche Pour Cost: 22,5%
MwSt. und saisonale Preise
Alle alkoholischen Getränke fallen unter 19% MwSt., nicht 7%. Dies gilt sowohl im Sommer als auch im Winter. Nicht-alkoholische Getränke in deinem Lokal fallen unter 7% MwSt.
⚠️ Achtung:
Berechne Pour Cost immer mit Verkaufspreis ohne MwSt. Ein Bier von €3,00 inklusive MwSt. ist €2,52 ohne MwSt. (€3,00 / 1,19).
Sommerspezifische Kostenposten
Eine Terrasse hat zusätzliche Kostenposten, die deine Pour Cost beeinflussen:
- Eiskosten: €0,10-0,15 extra pro eiskaltem Getränk
- Garnish: Zitrone, Limette, Oliven für Cocktails (€0,05-0,20 pro Getränk)
- Wegwerfbecher: Für Terrassen mit Plastikgläsern (€0,08-0,12 pro Getränk)
- Sonnenschirme/Heizung: Indirekt über höhere Fixkosten
Winterspezifische Kostenposten
Innen im Winter hast du andere Extras:
- Warme Getränke: Kaffee, Tee, heiße Schokolade mit höherer Pour Cost
- Heizungskosten: Höherer Energieverbrauch
- Comfort Food Pairing: Mehr Knabberzeug und Häppchen
- Längere Verweilzeit: Weniger Umsatz pro Tisch pro Stunde
Saisonale Einkaufspreise
Auch deine Einkaufspreise variieren je nach Jahreszeit:
💡 Beispiel Saisonunterschiede:
- Bier: Im Sommer oft 10-15% teurer durch höhere Nachfrage
- Wein: Neue Ernte im Herbst kann Preise beeinflussen
- Frische Garnish: Zitrusfrüchte im Winter günstiger
- Energydrinks: Im Sommer beliebter (und teurer)
Optimale Pour Cost pro Jahreszeit
Übliche Pour Cost Prozentsätze unterscheiden sich je nach Jahreszeit und Lokaltyp:
- Sommertterrasse: 20-25% (mehr Bier und Cocktails)
- Winter innen: 22-28% (mehr Wein und warme Getränke)
- Strandbar: 18-23% (hohes Volumen, einfacher Mix)
- Cocktailbar: 24-30% (komplexe Cocktails, Premium Spirituosen)
Digitale Verfolgung von Saisonunterschieden
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du deine Getränkekarte und Preise pro Jahreszeit anpassen. Du siehst sofort, wie Änderungen in deinem Mix oder deinen Preisen deine Pour Cost beeinflussen, ohne manuell rechnen zu müssen.
Wie berechnest du saisonale Getränkekosten?
Analysiere deinen Verkaufsmix pro Jahreszeit
Zähle, wie viel von jeder Getränkeart du im Sommer vs. Winter verkaufst. Überprüfe Kassendaten vom letzten Jahr oder schätze basierend auf 2-3 Wochen. Unterscheide zwischen Bier, Wein, Cocktails, Softdrink und warmen Getränken.
Berechne Pour Cost pro Getränkeart
Teile Einkaufskosten durch Verkaufspreis ohne MwSt. und multipliziere mit 100. Für alkoholische Getränke: Verkaufspreis / 1,19. Für nicht-alkoholisch: Verkaufspreis / 1,07. Addiere zusätzliche Kosten wie Eis und Garnish zu den Einkaufskosten.
Berechne gewichteten Durchschnitt Pour Cost
Multipliziere die Pour Cost jeder Getränkeart mit dem Prozentsatz, den du davon verkaufst. Addiere alle Ergebnisse für deine gesamte saisonale Pour Cost. Vergleiche Sommer und Winter, um den Unterschied zu sehen.
✨ Pro tip
Überprüfe deine Pour Cost jeden Monat statt pro Jahreszeit. So erkennst du Trends früher und kannst schneller reagieren, wenn sich dein Mix oder deine Einkaufspreise ändern.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Sollte ich unterschiedliche Preise für Sommer und Winter haben?
Das darfst du, aber kommuniziere dies klar gegenüber deinen Gästen. Viele Terrassen haben Sommer-Specials oder Happy Hour Preise. Stelle sicher, dass du deine neue Pour Cost bei jeder Preisänderung neu berechnest.
Wie oft sollte ich meine Getränkepreise an die Jahreszeit anpassen?
Mindestens 2× pro Jahr: Anfang Sommersaison (April/Mai) und Anfang Wintersaison (Oktober/November). Bei großen Einkaufspreiserhöhungen häufiger.
Warum ist meine Pour Cost im Winter höher?
Warme Getränke haben oft eine höhere Pour Cost als Bier. Außerdem verkaufst du relativ mehr Wein und weniger Volumen, wodurch Fixkosten pro Konsumation schwerer wiegen.
Kann ich Eiskosten in meinen Preisen weitergeben?
Rechne Eiskosten in deine gesamte Pour Cost Berechnung ein. Bei Cocktails und eiskalten Getränken addierst du €0,10-0,15 zu deinen Einkaufskosten für einen realistischen Kostpreis.
Wie verhindere ich, dass Saisonänderungen meinen Gewinn ruinieren?
Berechne deinen Break-Even Punkt für beide Jahreszeiten. Stelle sicher, dass deine gewichtete durchschnittliche Pour Cost über das ganze Jahr unter 25% bleibt für eine gesunde Marge.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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