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📝 Arbeitskosten, GuV & Break-even · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Arbeitskosten von Teilzeit- versus Vollzeitbeschäftigten?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 17 Mar 2026

Arbeitskosten für Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte berechnen scheint komplex, aber die Grundlage ist einfach: Wie viel zahlst du pro Arbeitsstunde? Der Unterschied liegt in den versteckten Kosten wie Urlaubsgeld, Krankheitsausfälle und Sozialabgaben. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die tatsächlichen Arbeitskosten berechnest und warum Teilzeit oft teurer ist, als du denkst.

Der Unterschied zwischen Bruttolohn und tatsächlichen Arbeitskosten

Viele Gastronomiebetreiber schauen nur auf den Brutto-Stundenlohn. Aber es kommen noch viele Kosten hinzu. Für Vollzeitbeschäftigte zahlst du oft 25-35% extra auf den Bruttolohn. Bei Teilzeit kann dies sogar noch höher ausfallen.

💡 Beispiel Vollzeitkoch:

Bruttolohn: €2.400/Monat (40 Stunden/Woche)

  • Arbeitgeberabgaben (23%): €552
  • Urlaubsgeld (8%): €192
  • Krankheitsausfälle (durchschnittlich 4%): €96
  • Rente (Arbeitgeberanteil): €120

Gesamtmonatliche Kosten: €3.360

Pro Stunde: €3.360 ÷ 173 Stunden = €19,42

Warum Teilzeit teurer sein kann

Teilzeitbeschäftigte haben die gleichen Ansprüche auf Urlaubsgeld, Krankheitsausfälle und Rente. Aber sie arbeiten weniger Stunden. Außerdem entstehen oft zusätzliche Kosten:

  • Mehr Verwaltung (mehrere Verträge)
  • Überschneidungen bei Schichten (2 Teilzeit = mehr Gesamtstunden als 1 Vollzeit)
  • Schulung und Einarbeitung von mehr Personen
  • Weniger Flexibilität bei Krankheit

⚠️ Achtung:

Rechne niemals nur mit dem Brutto-Stundenlohn. Die tatsächlichen Kosten liegen durch Sozialabgaben und Ausfälle 25-40% höher.

Die Formel für tatsächliche Arbeitskosten

Für einen fairen Vergleich verwendest du diese Formel:

Tatsächliche Stundenkost = (Brutto-Jahresgehalt + Arbeitgeberabgaben + Ausfälle) ÷ Tatsächlich gearbeitete Stunden

Arbeitgeberabgaben bestehen aus:

  • Sozialversicherungen (etwa 23%)
  • Urlaubsgeld (mindestens 8%)
  • Rente (Arbeitgeberanteil, oft 5-8%)
  • Krankheitsausfälle (durchschnittlich 4-6% in der Gastronomie)

💡 Beispiel Teilzeitbedienung:

24 Stunden/Woche, €12 Brutto pro Stunde

  • Brutto-Jahresgehalt: €14.976 (24 × 52 × €12)
  • Arbeitgeberabgaben (35%): €5.241
  • Gesamtbetrag pro Jahr: €20.217

Tatsächlich gearbeitete Stunden pro Jahr: 24 × 45 Wochen = 1.080 Stunden (7 Wochen Urlaub/Krankheit)

Tatsächliche Stundenkost: €20.217 ÷ 1.080 = €18,72

Vollzeit versus Teilzeit Vergleich

Um einen fairen Vergleich zu ziehen, rechnest du beide Optionen in tatsächliche Stundenkost um. Vergiss nicht, die indirekten Kosten einzubeziehen.

💡 Szenario Küche:

Du brauchst 60 Stunden Küchenarbeit pro Woche.

Option 1: 1,5 Vollzeitköche

  • Tatsächliche Stundenkost: €19,42
  • Gesamtbetrag pro Woche: 60 × €19,42 = €1.165

Option 2: 3 Teilzeitköche

  • Tatsächliche Stundenkost: €18,72
  • Überschneidung/Ineffizienz: +10%
  • Gesamtbetrag pro Woche: 66 × €18,72 = €1.236

Unterschied: €71/Woche = €3.692/Jahr

Krankheitsausfälle und Ausfallzeiten berücksichtigen

In der Gastronomie liegt die durchschnittliche Krankheitsquote bei 5-7%. Bei Teilzeitbeschäftigten kann dies höher sein wegen der höheren Belastung durch mehrere Jobs. Rechne dies in deine Kostenkalkulation ein.

  • Vollzeit: mehr Engagement, oft niedrigere Ausfallquote
  • Teilzeit: flexibler, aber höhere Ausfallquote
  • Ersatzkosten: Leihkräfte sind 40-60% teurer

Praktische Tipps für deine Berechnung

Überprüfe diese Punkte, um eine realistische Arbeitskostenkalkulation zu erstellen:

  • Addiere alle Arbeitgeberabgaben (nicht nur den Bruttolohn)
  • Rechne mit tatsächlich gearbeiteten Stunden (minus Urlaub und Krankheit)
  • Beziehe Schulungskosten ein (höher bei mehr Teilzeitkräften)
  • Berechne Effizienz: Wie viel Überschneidung hast du bei Schichtwechseln?

⚠️ Achtung:

Vergiss nicht die indirekten Kosten: Verwaltung, Schulung, Überschneidungen bei Schichten. Diese können bei vielen Teilzeitkräften 10-20% zusätzliche Kosten verursachen.

Digitale Verfolgung von Arbeitskosten

Ein System wie KitchenNmbrs hilft dir, alle Arbeitskosten zu verfolgen und zu vergleichen. Du siehst direkt, was Vollzeit versus Teilzeit dich wirklich kostet, einschließlich aller Nebenkosten.

Wie berechnest du Arbeitskosten Teilzeit versus Vollzeit?

1

Berechne die Gesamtjahreskosten pro Beschäftigten

Addiere zu dem Brutto-Jahresgehalt alle Arbeitgeberabgaben: Sozialversicherungen (23%), Urlaubsgeld (8%), Rente und geschätzte Krankheitsausfälle (4-6%). Dies ergibt dir die tatsächlichen Kosten pro Jahr.

2

Bestimme die tatsächlich gearbeiteten Stunden

Ziehe von den Vertragsstunden ab: Urlaub, Krankheitsausfälle, Feiertage und eventuell unbezahlte Pausen. Für Vollzeit rechnest du oft mit 45-47 Arbeitswochen pro Jahr statt 52.

3

Berechne die tatsächliche Stundenkost

Teile die Gesamtjahreskosten durch die tatsächlich gearbeiteten Stunden. Dies ergibt dir die echte Kostenkalkulation pro Stunde. Vergleiche diese zwischen Vollzeit- und Teilzeitoptionen für deine endgültige Entscheidung.

✨ Pro tip

Überprüfe deine Arbeitskosten alle 6 Monate. CAO-Änderungen und Sozialabgaben ändern sich regelmäßig, wodurch deine Stundenkost steigen kann, ohne dass du es merkst.

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Häufig gestellte Fragen

Warum sind Teilzeitbeschäftigte oft teurer pro Stunde?

Wegen der gleichen Sozialabgaben verteilt auf weniger Stunden, plus zusätzliche Kosten für Verwaltung, Schulung und Überschneidungen bei Schichten. Die tatsächliche Stundenkost liegt oft 10-20% höher als der Brutto-Stundenlohn vermuten lässt.

Welche Arbeitgeberabgaben muss ich in die Berechnung einbeziehen?

Sozialversicherungen (23%), Urlaubsgeld (mindestens 8%), Rente (5-8%), Krankheitsausfälle (4-6%) und eventuell CAO-Zuschläge. Insgesamt kommst du oft 30-40% über dem Bruttolohn heraus.

Wie rechne ich Krankheitsausfälle in die Arbeitskosten ein?

Rechne 4-6% des Bruttolohns als Kosten für Krankheitsausfälle ein. Ziehe auch die erwarteten Krankheitstage von den gesamten arbeitsfähigen Stunden ab, um eine realistische Stundenkost zu berechnen.

Ist Vollzeit immer günstiger als Teilzeit?

Nicht unbedingt. Vollzeit hat niedrigere Verwaltungskosten und mehr Flexibilität, aber Teilzeit kann für Spitzenlastzeiten effizienter sein. Berechne beide Szenarien durch, einschließlich aller Nebenkosten.

Sollte ich Ersatzkosten bei Krankheit einrechnen?

Ja, besonders bei Teilzeit, wo du weniger Flexibilität hast. Leihkräfte kosten 40-60% mehr als eigenes Personal. Rechne durchschnittlich 5% zusätzliche Kosten für Ersatz bei Krankheit ein.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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