BETA APP IN ENTWICKLUNG HACCP und mehr sind in deinem Dashboard verfügbar — derzeit in der Betaphase, kleine Fehler sind möglich. Die neue App mit vollständiger Integration folgt bald.
📝 Weinkarte & Getränkepakete · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Was ist eine normale Getränkekostenquote für ein Restaurant?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Getränkekostenquote ist der Prozentsatz deines Getränkepreises, der in den Einkauf fließt. Für Restaurants liegt dies normalerweise zwischen 18-25%, aber viele Unternehmer wissen nicht, wie sie dies genau berechnen. In diesem Artikel lernst du, was normale Getränkekostenquoten sind und wie du deine eigene berechnest.

Was ist Getränkekostenquote?

Getränkekostenquote (auch Pour Cost genannt) ist das Äquivalent zur Lebensmittelkostenquote, aber für Getränke. Sie zeigt, wie viel Prozent deines Verkaufspreises in den Einkauf von Getränken fließt.

Formel Getränkekostenquote:
Getränkekostenquote % = (Einkaufspreis Getränk / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100

⚠️ Achtung:

Alkoholische Getränke haben 19% MwSt., nicht 7% wie Lebensmittel. Rechne immer ohne MwSt. für deine Getränkekostenquote.

Normale Getränkekostenquote pro Getränkeart

Die Getränkekostenquote unterscheidet sich stark je nach Getränkeart:

  • Bier: 20-28%
  • Wein pro Glas: 18-25%
  • Cocktails: 15-22%
  • Spirituosen/Schnaps: 12-20%
  • Alkoholfrei: 15-25%

💡 Beispiel Bier:

Du verkaufst ein Bier für €3,50 (inkl. 19% MwSt.):

  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €3,50 / 1,19 = €2,94
  • Einkaufspreis pro Flasche: €0,75

Getränkekostenquote: (€0,75 / €2,94) × 100 = 25,5%

Warum Getränkekostenquote niedriger ist als Lebensmittelkostenquote

Getränke haben normalerweise eine niedrigere Kostenquote als Gerichte, weil:

  • Keine Zubereitung: Du musst nicht kochen, nur ausschenken
  • Kein Verderb: Bier und Wein verderben nicht schnell
  • Höhere Margen: Gäste akzeptieren höhere Preise für Getränke
  • Mengenrabatt: Bei großen Mengen bekommst du bessere Einkaufspreise

💡 Beispiel Cocktail:

Ein Mojito für €9,50 (inkl. 19% MwSt.):

  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €9,50 / 1,19 = €7,98
  • Rum (5cl): €0,85
  • Minze, Limone, Zucker, Soda: €0,45

Getränkekostenquote: (€1,30 / €7,98) × 100 = 16,3%

Wein pro Glas vs. pro Flasche

Wein hat unterschiedliche Margen je nachdem, wie du ihn verkaufst:

  • Pro Glas: 18-25% Getränkekostenquote
  • Pro Flasche: 25-35% Getränkekostenquote

Wein pro Glas bringt mehr ein, weil du eine höhere Marge für den Service und das Risiko berechnest, dass die Flasche nicht vollständig verkauft wird.

💡 Beispiel Wein pro Glas:

Ein Glas Wein für €6,50 (inkl. 19% MwSt.):

  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €6,50 / 1,19 = €5,46
  • Flasche kostet €12, enthält 5 Gläser
  • Kosten pro Glas: €12 / 5 = €2,40

Getränkekostenquote: (€2,40 / €5,46) × 100 = 43,9%

Was wenn deine Getränkekostenquote zu hoch ist?

Wenn deine Getränkekostenquote über 30% liegt, verlierst du wahrscheinlich Geld. Dies kann durch folgende Gründe verursacht werden:

  • Zu großzügig ausschenken: 5cl Rum werden zu 6cl
  • Falsche Einkaufspreise: Du rechnest mit alten Preisen
  • Schwund/Verschütten: Verlust durch nachlässiges Ausschenken
  • Zu niedrige Verkaufspreise: Preise nicht angepasst nach Preiserhöhung

KitchenNmbrs für Getränke

Mit KitchenNmbrs kannst du deine Getränkekostenquote pro Getränk verfolgen, genauso wie die Lebensmittelkostenquote für Gerichte. Du siehst sofort, welche Getränke am meisten einbringen und wo deine Marge verloren geht.

Besonders bei Cocktails mit mehreren Zutaten hilft dies, um genau zu wissen, was jeder Cocktail kostet, einschließlich aller Garnituren und Mixer.

Wie berechnest du Getränkekostenquote? (Schritt für Schritt)

1

Sammle alle Einkaufspreise

Notiere den Einkaufspreis jedes Getränks, das du verkaufst. Bei Cocktails addierst du alle Zutaten: Spirituosen, Mixer, Garnituren, Eiswürfel.

2

Berechne Verkaufspreis ohne MwSt.

Teile deinen Speisekarteneintrag durch 1,19 (für alkoholische Getränke) oder 1,07 (für alkoholfrei). Dies ist dein Verkaufspreis ohne MwSt.

3

Berechne Getränkekostenquote-Prozentsatz

Teile deine Einkaufskosten durch den Verkaufspreis ohne MwSt. und multipliziere mit 100. Dies ergibt dein Getränkekostenquote-Prozentsatz pro Getränk.

✨ Pro tip

Überprüfe deine Getränkekostenquote bei deinen 5 meistverkauften Getränken. Wenn diese unter 25% liegen, hast du 80% deiner Getränkerentabilität unter Kontrolle.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

KitchenNmbrs kostenlos testen →

War dieser Artikel hilfreich?

Artikel teilen

WhatsApp LinkedIn

Häufig gestellte Fragen

Muss ich MwSt. in meine Getränkekostenquote einbeziehen?

Nein, rechne immer ohne MwSt. Alkoholische Getränke haben 19% MwSt., also teile deinen Speisekarteneintrag durch 1,19, um den Preis ohne MwSt. zu erhalten.

Warum ist meine Getränkekostenquote höher als 30%?

Dies kann durch zu großzügiges Ausschenken, falsche Einkaufspreise in deiner Berechnung oder zu niedrige Verkaufspreise verursacht werden. Überprüfe, ob du ohne MwSt. rechnest.

Unterscheidet sich Getränkekostenquote je nach Restauranttyp?

Ja, Fine-Dining-Restaurants haben oft niedrigere Getränkekostenquoten (15-20%) durch höhere Margen, während Cafés und Kneipen um 25-30% liegen.

Wie oft sollte ich meine Getränkekostenquote überprüfen?

Überprüfe monatlich deine Top 10 meistverkauften Getränke. Lieferanten erhöhen regelmäßig Preise, daher musst du möglicherweise deine Verkaufspreise anpassen.

Sollte ich Schwund und Verschütten in Getränkekostenquote einbeziehen?

Ja, rechne mit 5-10% zusätzlich für Verlust durch Verschütten, Kosten und Schwund. Dies verhindert, dass deine Getränkekostenquote in der Praxis höher ausfällt.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

Optimieren Sie Ihre Weinkarte und Getränkepakete

Von Wein glasweise bis Cocktailpakete — KitchenNmbrs berechnet den Selbstkostenpreis und die Marge jedes Getränks auf Ihrer Karte. 14 Tage kostenlos testen.

Kostenlose Testversion starten →
Haftungsausschluss & Nutzungsbedingungen

Inhaltsverzeichnis

💬 in 𝕏