Umsatz pro verfügbarem Platz pro Tag ist eine entscheidende Steuerungskennzahl, die zeigt, wie effizient du deine Kapazität nutzt. Viele Restaurantbetreiber schauen nur auf den Gesamtumsatz, verpassen aber dadurch, ob sie ihre Plätze optimal auslasten. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du das berechnest und welche guten Benchmarks es gibt.
Was ist Umsatz pro verfügbarem Platz pro Tag?
Diese Kennzahl zeigt, wie viel Euro Umsatz jeder Platz in deinem Restaurant durchschnittlich pro Tag bringt. Sie hilft dir zu sehen, ob du genug Gäste anzieht und ob deine Preisgestaltung für deine Kapazität passt.
💡 Beispiel:
Restaurant mit 40 Plätzen, 6 Tage pro Woche geöffnet:
- Wochenumsatz: €12.000
- Verfügbare Plätze: 40
- Öffnungstage: 6
€12.000 ÷ 40 ÷ 6 = €50 pro Platz pro Tag
Die Formel erklärt
Die Grundformel ist einfach, aber du musst aufpassen, welche Zahlen du verwendest:
Umsatz pro Platz pro Tag = Gesamtumsatz ÷ Anzahl der Plätze ÷ Anzahl der Öffnungstage
- Gesamtumsatz: Der Umsatz einer bestimmten Periode (Woche, Monat)
- Anzahl der Plätze: Die maximale Anzahl der Gäste, die du gleichzeitig bedienen kannst
- Anzahl der Öffnungstage: Wie viele Tage du tatsächlich geöffnet warst
⚠️ Achtung:
Zähle nur die Plätze, die tatsächlich für Gäste verfügbar sind. Nicht die Plätze, die du für Lagerung nutzt oder die kaputt sind.
Benchmarks nach Restauranttyp
Was ein guter Umsatz pro Platz ist, hängt von deinem Restauranttyp und der Lage ab:
- Fine Dining: €60-100 pro Platz pro Tag
- Casual Dining: €40-70 pro Platz pro Tag
- Bistro/Brasserie: €35-60 pro Platz pro Tag
- Eetcafé: €25-45 pro Platz pro Tag
- Mittagslokal: €20-35 pro Platz pro Tag
💡 Vergleichsbeispiel:
Zwei Restaurants, beide 30 Plätze:
- Restaurant A: €45 pro Platz pro Tag = €8.100 Wochenumsatz
- Restaurant B: €65 pro Platz pro Tag = €11.700 Wochenumsatz
Restaurant B nutzt seine Kapazität viel besser, obwohl beide die gleiche Saalsgröße haben.
Was du mit dieser Kennzahl tun kannst
Wenn dein Umsatz pro Platz niedrig ist, kannst du verschiedene Wege gehen:
- Mehr Gäste anziehen: Marketing, Rabattaktionen, Events
- Höhere durchschnittliche Rechnung: Menu-Engineering, suggestiver Verkauf
- Mehr Umsätze pro Tag: Mittags- und Abendservice oder längere Öffnungszeiten
- Kapazität erhöhen: Mehr Tische, schnellerer Service
💡 Praktisches Beispiel:
Du bist bei €35 pro Platz pro Tag, möchtest aber auf €50:
- Option 1: 43% mehr Gäste bei gleicher durchschnittlicher Rechnung
- Option 2: €6 höhere durchschnittliche Rechnung bei gleicher Gastanzahl
- Option 3: Mischung aus beiden (20% mehr Gäste + €3 höhere Rechnung)
Jahreszeiten und Trends verfolgen
Berechne diese Kennzahl monatlich, um Trends zu erkennen. Viele Restaurants haben saisonale Schwankungen, die normal sind, aber strukturelle Rückgänge musst du schnell angehen.
Vergleiche immer mit dem gleichen Monat des Vorjahres, nicht mit dem Vormonat. Dezember ist immer anders als Januar.
Wie berechnest du Umsatz pro Platz pro Tag? (Schritt für Schritt)
Sammle deine Umsatzzahlen
Hole deine Kassendaten aus einer bestimmten Periode (zum Beispiel letzte Woche oder letzter Monat). Addiere alle Umsätze zusammen, einschließlich Getränke und eventueller Zuschläge.
Zähle deine verfügbaren Plätze
Zähle die maximale Anzahl der Gäste, die du gleichzeitig bedienen kannst. Zähle nur Plätze, die wirklich verfügbar sind, nicht die, die du für Lagerung nutzt oder die kaputt sind.
Berechne den Durchschnitt
Teile den Gesamtumsatz durch die Anzahl der Plätze und teile das Ergebnis wieder durch die Anzahl der Tage, an denen du geöffnet warst. Das Ergebnis ist dein Umsatz pro Platz pro Tag.
✨ Pro tip
Überprüfe diese Kennzahl auch pro Wochentag. Vielleicht hinderst du dich nur am Sonntag, dann kannst du gezielte Maßnahmen für diesen Tag ergreifen.
Selbst berechnen?
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Häufig gestellte Fragen
Was ist, wenn ich unterschiedliche Platzkonfigurationen habe?
Verwende die durchschnittliche Anzahl der Plätze, die dir zur Verfügung stehen. Wenn du manchmal 40 Plätze und manchmal 50 Plätze hast (durch Hinzufügen), rechne dann mit 45 Plätzen.
Zähle ich die Bartheke bei der Anzahl der Plätze mit?
Ja, wenn Gäste dort essen können. Barhocker, an denen nur getrunken wird, zählst du nicht für diese Kennzahl.
Was ist eine realistische Zielsetzung?
Schau dir an, welcher Restauranttyp du bist und die Benchmarks dafür. Versuche zuerst, eine Verbesserung von 10-20% zu erreichen, bevor du große Sprünge machst.
Muss ich das täglich berechnen?
Nein, monatlich reicht aus für den Trend. Du kannst aber täglich deinen Umsatz verfolgen, um zu sehen, welche Tage gut oder schlecht laufen.
Wie erhöhe ich diese Kennzahl am schnellsten?
Konzentriere dich zuerst auf deine durchschnittliche Rechnung durch suggestiven Verkauf und Menu-Engineering. Das ist oft einfacher, als viel mehr Gäste anzuziehen.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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