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Was sind Arbeitgeberabgaben in der Gastronomie in den...

📝 Von Jeffrey Smit · aktualisiert 21 May 2026

Direkte Antwort
Arbeitgeberabgaben in der Gastronomie betragen etwa 25-30% zusätzlich zum Bruttolohn. Das bedeutet, dass ein Mitarbeiter mit €2. 500 Brutto dich als Arbeitgeber etwa €3. 200 pro Monat kostet. Für viele Restaurantbesitzer ist dies eine überraschend hohe Kostenposition, die die Rentabilität erheblich beeinflusst.

Arbeitgeberabgaben in der Gastronomie betragen etwa 25-30% zusätzlich zum Bruttolohn. Das bedeutet, dass ein Mitarbeiter mit €2.500 Brutto dich als Arbeitgeber etwa €3.200 pro Monat kostet. Für viele Restaurantbesitzer ist dies eine überraschend hohe Kostenposition, die die Rentabilität erheblich beeinflusst.

Was sind Arbeitgeberabgaben genau?

Arbeitgeberabgaben sind die Kosten, die du als Arbeitgeber zusätzlich zum Bruttolohn deines Personals zahlst. Es sind obligatorische Beiträge und Abgaben zur Sozialversicherung.

Übersicht Arbeitgeberabgaben Gastronomie 2024

Die wichtigsten Arbeitgeberabgaben in der Gastronomie sind:

  • Arbeitgeberabgaben: 17,9% auf Lohn bis €66.956
  • WGA-Prämie: 0,73% (Durchschnitt)
  • WW-Prämie: 2,7% (Gastronomie-Tarif)
  • Krankheitsgesetz: 6,37%
  • Altersvorsorge: variabel, oft 15-20%

? Beispielberechnung:

Koch mit €2.500 Brutto pro Monat:

  • Bruttolohn: €2.500
  • Arbeitgeberabgaben (17,9%): €448
  • WGA-Prämie (0,73%): €18
  • WW-Prämie (2,7%): €68
  • Krankheitsgesetz (6,37%): €159
  • Altersvorsorge (15%): €375

Gesamtkosten Arbeitgeber: €3.568 pro Monat

Gastronomie hat höhere WW-Prämie

Die Gastronomie fällt in einen separaten Sektor für Arbeitslosenversicherung. Der WW-Prozentsatz ist höher als im Durchschnitt wegen der saisonalen Beschäftigung und höherer Fluktuation.

⚠️ Achtung:

Die WW-Prämie für Gastronomie (2,7%) ist höher als beispielsweise für Büroarbeit (0,3%). Dies macht Personal in der Gastronomie teurer als in anderen Branchen.

Altersvorsorgekosten sind variabel

Viele Gastronomiebetriebe sind beim Branchenpensionsfonds Gastronomie & Catering angeschlossen. Die Prämie variiert, liegt aber oft zwischen 15-20% des Bruttolohns.

Du kannst dich auch für eine andere Altersvorsorge entscheiden, aber diese muss die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllen.

Auswirkungen auf deine Personalkosten

Als Faustregel kannst du davon ausgehen, dass deine Personalkosten 25-30% höher sind als die Bruttolöhne, die du auszahlst.

? Praktisches Beispiel Restaurant:

Team von 6 Personen mit durchschnittlich €2.200 Brutto:

  • Brutto-Lohnsumme: €13.200 pro Monat
  • Arbeitgeberabgaben (28%): €3.696 pro Monat
  • Gesamte Personalkosten: €16.896 pro Monat

Auf Jahresbasis: €202.752 statt €158.400

Wie berechnest du dies in deiner Preisgestaltung?

Viele Restaurantbesitzer vergessen, Arbeitgeberabgaben in ihre Kostenkalkulation einzubeziehen. Dadurch wirken Gerichte rentabler, als sie tatsächlich sind.

Formel für tatsächliche Arbeitskosten:
Tatsächliche Arbeitskosten = Bruttolohn × 1,28 (bei 28% Arbeitgeberabgaben)

Wenn dein Chef 2 Stunden an einem Gericht arbeitet und €18 pro Stunde Brutto verdient, kostet dich dies nicht €36, sondern €46 an Arbeitskosten.

Arbeitgeberabgaben bei verschiedenen Vertragsformen

Die Arbeitgeberabgaben unterscheiden sich je nach Vertragsform:

  • Festanstellung: Alle Arbeitgeberabgaben gelten
  • Flexvertrag: Gleiche Arbeitgeberabgaben, aber flexibler einsetzbar
  • Freiberufler: Keine Arbeitgeberabgaben, aber 21% MwSt. und oft höhere Stundensätze
  • Leiharbeitskräfte: Arbeitgeberabgaben über Leiharbeitsfirma, aber höhere All-in-Tarife

⚠️ Achtung:

Scheinselbstständigkeit ist riskant. Das Finanzamt kontrolliert zunehmend strenger auf Freiberufler-Konstruktionen in der Gastronomie. Bei Nachzahlungen zahlst du alle fehlenden Arbeitgeberabgaben mit Strafzinsen.

Wie berechnest du die gesamten Personalkosten? (Schritt für Schritt)

1

Bestimme den Bruttolohn pro Mitarbeiter

Addiere alle Bruttolöhne deines Teams. Vergiss nicht, Urlaubsgeld (8%) und 13. Monatsgehalt einzurechnen, falls du diese zahlst. Dies ist deine Grundlage für die Berechnung.

2

Berechne den Prozentsatz der Arbeitgeberabgaben

Addiere alle Prozentsätze: Arbeitgeberabgaben (17,9%) + WGA (0,73%) + WW (2,7%) + Krankheitsgesetz (6,37%) + Altersvorsorge (15-20%). Dies ergibt normalerweise 25-30% des Bruttolohns.

3

Berechne die Gesamtkosten

Multipliziere den Bruttolohn mit 1,28 (bei 28% Arbeitgeberabgaben). Ein Koch mit €2.500 Brutto kostet dich also €2.500 × 1,28 = €3.200 pro Monat an gesamten Personalkosten.

✨ Pro tip

Berechne bei der Erstellung deiner Speisekarte immer die tatsächlichen Arbeitskosten einschließlich Arbeitgeberabgaben. Ein Gericht, das 1 Stunde Kochzeit eines Kochs mit €18 Brutto pro Stunde kostet, kostet dich nicht €18, sondern €23 an Arbeitskosten.

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Häufig gestellte Fragen

Sind Arbeitgeberabgaben von der Steuer abzugsfähig?
Ja, Arbeitgeberabgaben sind vollständig als Betriebsausgaben abzugsfähig. Sie verringern deinen Gewinn und damit deine Steuern. Bewahre alle Zahlungsnachweise gut für die Buchhaltung auf.
Was passiert, wenn ich Arbeitgeberabgaben nicht zahle?
Nicht zahlen von Arbeitgeberabgaben führt zu Bußgeldern und Nachzahlungen durch das Finanzamt. In schwerwiegenden Fällen können sie deinen Betrieb schließen. Die Kosten steigen dann viel höher als die ursprünglichen Prämien.
Kann ich Arbeitgeberabgaben senken, indem ich mehr Freiberufler einstelle?
Das sieht so aus, ist aber riskant. Bei Scheinselbstständigkeit zahlst du trotzdem alle Arbeitgeberabgaben mit Strafzinsen. Echte Freiberufler kosten oft mehr pro Stunde als Angestellte einschließlich Arbeitgeberabgaben.
Wie viel Prozent meines Umsatzes geht an Personalkosten?
In der Gastronomie liegt dies normalerweise zwischen 25-35% des Umsatzes. Bei €500.000 Umsatz pro Jahr bedeutet dies €125.000 bis €175.000 an gesamten Personalkosten einschließlich Arbeitgeberabgaben.
Unterscheiden sich Arbeitgeberabgaben je nach Provinz oder Gemeinde?
Nein, Arbeitgeberabgaben sind landesweit festgelegt und gleich für die gesamten Niederlande. Es kann Unterschiede in Tarifverträgen pro Region geben, aber die gesetzlichen Prämien sind überall gleich.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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