Historische Verkaufsdaten erzählen die Geschichte deiner Speisekarte. Welche Gerichte verkaufen sich gut, welche bleiben liegen, und was verdienst du wirklich daran? Durch intelligente Analyse, welche Gerichte beliebt sind und gleichzeitig profitabel, kannst du strategisch Preise erhöhen, ohne den Umsatz zu verlieren.
Sammle deine Verkaufsdaten pro Gericht
Beginne damit, deine Kassendaten der letzten 3-6 Monate durchzuarbeiten. Du brauchst zwei Zahlen pro Gericht: wie oft verkauft und was du wirklich daran verdienst.
? Beispiel:
Steak mit Pommes - letzte 3 Monate:
- Verkauft: 240 Mal
- Menüpreis: €28,50
- Ingredienzenkosten: €9,20
- Foodcost: 35,4% (zu hoch)
Fazit: Beliebtes Gericht, aber zu wenig Marge
Erstelle eine Matrix aus Beliebtheit vs. Rentabilität
Teile deine Gerichte in vier Kategorien basierend auf Verkaufszahlen und Foodcost-Prozentsatz ein:
- Stars: Beliebt (Top 30%) + niedriger Foodcost (unter 30%) → Lass es wie es ist
- Plowhorses: Beliebt + hoher Foodcost (über 35%) → Erhöhe den Preis vorsichtig
- Puzzles: Nicht beliebt + niedriger Foodcost → Bewirb es mehr
- Dogs: Nicht beliebt + hoher Foodcost → Erhöhe deutlich oder streiche es
⚠️ Achtung:
Erhöhe niemals den Preis deiner absoluten Top-Seller ohne guten Grund. Diese bringen Gäste herein.
Berechne die Auswirkung der Preiserhöhung
Für jedes Gericht, das du erhöhen möchtest, rechne aus, welche Auswirkung es auf deine Marge hat. Verwende diese Formel:
Neuer Foodcost % = Ingredienzenkosten / (Neuer Preis / 1,09) × 100
? Beispiel:
Pasta Carbonara:
- Aktueller Preis: €16,50 → Foodcost 38%
- Neuer Preis: €18,50 → Foodcost 34%
- Verkauft: 180x pro Monat
- Zusatzgewinn: €2,00 × 180 = €360/Monat
Selbst wenn du 10% weniger verkaufst, verdienst du noch €324 extra
Teste Preiserhöhungen schrittweise
Erhöhe nicht alles auf einmal. Beginne mit deinen 'Plowhorses' - beliebte Gerichte mit schlechter Marge. Diese können eine Preiserhöhung am besten vertragen.
- Starte mit 10-15% Erhöhung bei Gerichten mit Foodcost über 35%
- Überwache 4-6 Wochen, ob der Verkauf sinkt
- Wenn der Verkauf stabil bleibt, erwäge weitere Anpassung
- Passe danach andere Kategorien an
Überwache die Auswirkung auf den Gesamtumsatz
Verfolge nicht nur den Verkauf der angepassten Gerichte, sondern auch deinen Gesamtumsatz und die Anzahl der Couverts. Manchmal kompensieren Gäste durch die Bestellung anderer Gerichte.
? Beispiel:
Nach Preiserhöhung von 3 Hauptgerichten:
- Verkauf Hauptgerichte: -8%
- Verkauf Vorspeisen: +12%
- Gesamtumsatz: +3%
- Durchschnittliche Rechnung: +11%
Ergebnis: Weniger Arbeit in der Küche, mehr Gewinn
Nutze Saisonnmuster zu deinem Vorteil
Historische Daten zeigen auch Saisonnmuster. Erhöhe Preise bei beliebten Saisongerichten, wenn die Nachfrage hoch ist, und senke sie, wenn Ingredienzen günstiger werden.
Wie analysierst du Verkaufsdaten für Preisanpassungen?
Exportiere Kassendaten von 3-6 Monaten
Lade Verkaufsberichte pro Gericht aus deinem Kassensystem herunter. Du brauchst: Anzahl verkauft pro Gericht, Gesamtumsatz pro Gericht und Analysezeitraum.
Berechne aktuellen Foodcost pro Gericht
Addiere alle Ingredienzenkosten pro Gericht und teile durch den Verkaufspreis ohne MwSt. Markiere Gerichte mit Foodcost über 35% als Kandidaten für Preiserhöhung.
Rangiere Gerichte nach Beliebtheit
Sortiere deine Gerichte von am meisten zu am wenigsten verkauft. Die Top 30% sind deine beliebten Gerichte - erhöhe diese vorsichtig. Die unteren 30% können deutliche Erhöhungen vertragen.
Berechne die Auswirkung neuer Preise
Für jedes Gericht, das du erhöhen möchtest, rechne aus, wie der neue Foodcost wird und wie viel zusätzlichen Gewinn dies pro Monat bei aktuellen Verkaufszahlen bringt.
Implementiere schrittweise und überwache
Erhöhe zuerst 3-5 Gerichte mit schlechter Marge aber gutem Verkauf. Messe 4-6 Wochen die Auswirkung auf Verkauf und Gesamtumsatz, bevor du weitermachst.
✨ Pro tip
Beginne mit der Erhöhung von Beilagen und Desserts - Gäste sind dafür weniger preissensibel als bei Hauptgerichten, und es gibt dir Vertrauen für größere Anpassungen.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viele Monate Verkaufsdaten brauche ich für eine gute Analyse?
Was ist, wenn ich keine detaillierten Kassendaten pro Gericht habe?
Wie viel darf ich Preise erhöhen, ohne Gäste zu verlieren?
Was ist, wenn mein Gesamtumsatz nach Preiserhöhungen sinkt?
Sollte ich Konkurrenten bei Preiserhöhungen berücksichtigen?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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