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📝 Lieferung & Dark Kitchen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie richte ich eine profitable Lieferstrategie bei einer Provision von 30% ein?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Eine Provision von 30% von Lieferplattformen kann deinen Gewinn vollständig aufzehren, wenn du nicht strategisch vorgehst. Viele Restaurantbesitzer stellen die gleichen Preise wie in ihrem Dine-in-Menü ein, wodurch sie bei jeder Bestellung Verluste machen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du eine profitable Lieferstrategie aufbaust, die alle zusätzlichen Kosten berücksichtigt.

Warum 30% Provision so schmerzhaft ist

Eine Provision von 30% bedeutet, dass von jeder €20-Bestellung nur €14 zu dir gehen. Aber es gibt noch mehr Kosten, die du oft vergisst:

  • Verpackungskosten (Behälter, Tüten, Besteck): €0,50-1,50 pro Bestellung
  • Zusätzliches Personal zum Verpacken und Vorbereiten
  • Höhere Lebensmittelkosten durch Verpackungsverluste
  • Kostenlose Extras, die Gäste bei Lieferung erwarten

⚠️ Achtung:

Viele Unternehmer vergessen, dass sie auch VAT auf die Provision zahlen. Bei 30% Provision und 9% VAT behältst du eigentlich nur 64% deines Menüpreises.

Berechne deine tatsächlichen Kosten pro Bestellung

Für eine profitable Lieferstrategie musst du zunächst wissen, was jede Bestellung dich wirklich kostet. Addiere alle versteckten Kosten:

💡 Beispiel:

Pasta Carbonara - Dine-in Preis €16,50:

  • Menüpreis: €16,50 (inkl. 9% VAT)
  • Plattform-Provision 30%: €4,95
  • Verpackung: €0,75
  • Zusätzliche Verpackungszeit: €0,50

Netto-Einnahmen: €10,30 statt €15,14 beim Dine-in

Die 3-Schritte-Formel für Lieferpreise

Um bei 30% Provision profitabel zu bleiben, verwendest du diese Formel:

Lieferpreis = (Dine-in Preis + Verpackungskosten) / 0,70

Die 0,70 kommt von 100% - 30% Provision = 70% was du behältst.

💡 Beispielberechnung:

Steak Dine-in €28,00:

  • Dine-in Preis: €28,00
  • Verpackungskosten: €1,20
  • Gesamt: €29,20
  • Lieferpreis: €29,20 / 0,70 = €41,71

So behältst du die gleiche Marge wie beim Dine-in

Optimiere dein Menü für Lieferung

Nicht alle Gerichte eignen sich für Lieferung. Konzentriere dich auf Gerichte, die:

  • Gut transportieren (keine knusprigen Elemente, die weich werden)
  • Hohe Margen haben (können gegen Provision bestehen)
  • Auf Plattformen beliebt sind (hoher Umsatz)
  • Wenig Verpackung benötigen

💡 Intelligentes Menü-Engineering:

Erstelle lieferspezifische Gerichte:

  • Bowl-Konzepte (alles in einem Behälter)
  • Pasta und Currys (transportieren sich gut)
  • Wraps und Sandwiches (kompakte Verpackung)
  • Desserts mit hoher Marge (€2 Kosten, €8 Verkauf)

Mindestbestellwert strategisch festlegen

Ein Mindestbestellwert hilft dir, deine Fixkosten pro Bestellung zu decken. Berechne ihn so:

Minimum = (Fixkosten pro Bestellung × 3) / 0,70

Die ×3 stellt sicher, dass deine Fixkosten maximal 33% deines Umsatzes ausmachen.

⚠️ Achtung:

Ein zu hoher Mindestbestellwert schreckt Kunden ab. Teste verschiedene Beträge und beobachte deine Konversionsrate.

Messe und passe wöchentlich an

Lieferung ist dynamisch. Überwache diese Zahlen wöchentlich:

  • Durchschnittlicher Bestellwert
  • Lebensmittelkostenprozentsatz pro Plattform
  • Anzahl der Bestellungen vs. Verpackungszeit
  • Rückgabequote (schlechte Bewertungen durch schlechten Transport)

Mit einem System wie KitchenNmbrs siehst du direkt deine Lebensmittelkosten pro Gericht, auch für dein Liefermenü. So weißt du genau, welche Gerichte bei 30% Provision profitabel bleiben.

Wie richtest du eine profitable Lieferstrategie ein?

1

Berechne deine Gesamtkosten pro Bestellung

Addiere: Lebensmittelkosten + Verpackung + zusätzliche Verpackungszeit + eventuell Lieferkosten. Vergiss nicht die 30% Plattform-Provision, die von deinem Menüpreis abgezogen wird.

2

Bestimme deine Lieferpreise mit der 70%-Regel

Teile deine gewünschte Netto-Einnahme durch 0,70, um deinen Lieferpreis zu erhalten. So kompensierst du die 30% Provision und behältst die gleiche Marge wie beim Dine-in.

3

Wähle und optimiere dein Liefermenü

Wähle Gerichte, die gut transportieren, hohe Margen haben und wenig Verpackung benötigen. Erstelle eventuell lieferspezifische Varianten beliebter Gerichte.

4

Lege einen strategischen Mindestbestellwert fest

Berechne deine Fixkosten pro Bestellung und setze das Minimum auf das 3-fache dieses Betrags geteilt durch 0,70. Teste verschiedene Beträge, um die beste Balance zwischen Konversion und Rentabilität zu finden.

5

Überwache und passe wöchentlich an

Verfolge deinen durchschnittlichen Bestellwert, Lebensmittelkosten pro Plattform und Verpackungszeiten. Passe Preise an, wenn Lieferanten teurer werden oder wenn du merkst, dass bestimmte Gerichte Verluste machen.

✨ Pro tip

Erstelle ein separates 'Liefermenü' mit 8-12 Gerichten, die perfekt transportieren und hohe Margen haben. So kannst du niedrigere Preise anbieten als wenn du deine vollständige Speisekarte anbietest.

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Häufig gestellte Fragen

Kann ich nicht einfach die gleichen Preise wie in meinem Restaurant verwenden?

Nein, das ist ein häufiger Fehler. Bei 30% Provision plus Verpackungskosten verlierst du 35-40% deines Umsatzes. Deine Marge verschwindet vollständig und du machst bei jeder Bestellung Verluste.

Wie hoch darf ich meine Lieferpreise machen, ohne Kunden zu verlieren?

Teste schrittweise. Beginne mit 20-25% höher als deine Dine-in Preise und beobachte deine Konversionsrate. Kunden akzeptieren oft höhere Preise für Lieferung, besonders wenn Qualität und Verpackung gut sind.

Muss ich VAT auf die Provision zahlen, die die Plattform berechnet?

Ja, du zahlst VAT auf deinen vollständigen Menüpreis, auch auf den Teil, der als Provision an die Plattform geht. Das macht die tatsächlichen Kosten von Plattformen noch höher.

Welche Verpackungskosten sollte ich in meine Berechnung einbeziehen?

Alle Verpackung: Hauptgericht-Behälter, Saucenbehälter, Besteck, Servietten, Tüten, Aufkleber und eventuell Isolierung. Rechne auch ein: zusätzliche Zeit zum Verpacken und Risiko von Verschüttungen während des Transports.

Ist es klug, exklusive Gerichte für Lieferung zu erstellen?

Ja, sehr klug. Erstelle Gerichte, die speziell gut transportieren und wenig Verpackung benötigen. Denke an Bowls, Pasta und Eintopfgerichte. So optimierst du sowohl Kosten als auch Kundenzufriedenheit.

Wie oft sollte ich meine Lieferpreise anpassen?

Überprüfe monatlich deine Zahlen und passe an bei großen Veränderungen in Lieferantenpreisen. Kleine Anpassungen kannst du vierteljährlich vornehmen. Zu häufige Änderungen verwirren Kunden.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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