Lieferplattformen kosten dich 15-30% pro Bestellung, bringen aber auch zusätzliche Umsätze. Viele Restaurantbesitzer wissen nicht, ob sie am Ende gewinnen oder verlieren. In diesem Artikel berechnest du Schritt für Schritt, was ein Plattform-Abonnement dir wirklich kostet und einbringt auf Jahresbasis.
Die versteckten Kosten von Lieferplattformen
Ein Plattform-Abonnement scheint einfach: du zahlst Provision pro Bestellung. Aber es gibt mehr Kosten, die deine Marge beeinflussen:
- Plattformgebühr: 15-30% deines Bestellwerts
- Verpackungskosten: €0,50-€2,00 pro Bestellung zusätzlich
- Höhere Lebensmittelkosten: durch kleinere Portionen oder teurere Zutaten
- Marketingkosten: um auf der Plattform sichtbar zu bleiben
Berechne deine echten Kosten pro Bestellung
Für eine faire Berechnung musst du alle Kosten einbeziehen, nicht nur die Provision.
💡 Beispiel:
Durchschnittliche Bestellung: €28,00 (inkl. 9% MwSt.)
- Plattformgebühr (25%): €7,00
- Verpackung pro Bestellung: €1,20
- Extra Lebensmittelkosten (2% höher): €0,51
- Marketing (1% Umsatz): €0,28
Gesamte zusätzliche Kosten: €8,99 pro Bestellung
⚠️ Achtung:
Plattformgebühr wird über den Gesamtbestellwert inkl. MwSt. berechnet, aber deine Marge rechnest du ohne MwSt. Viele Unternehmer vergessen das.
Auswirkung auf deine Jahresmargen berechnen
Um zu wissen, ob Plattformen rentabel sind, vergleichst du die zusätzlichen Kosten mit dem zusätzlichen Umsatz, den du sonst nicht hätte.
💡 Beispielberechnung:
Restaurant mit 150 Lieferbestellungen pro Monat:
- Durchschnittliche Bestellung: €28,00
- Zusätzliche Kosten pro Bestellung: €8,99
- Monatliche zusätzliche Kosten: 150 × €8,99 = €1.349
- Jährliche zusätzliche Kosten: €1.349 × 12 = €16.188
Aber du erhältst auch €28,00 × 150 × 12 = €50.400 zusätzlichen Umsatz pro Jahr.
Break-Even-Punkt bestimmen
Dein Plattform-Abonnement ist rentabel, wenn die Marge auf dem zusätzlichen Umsatz höher ist als die zusätzlichen Kosten.
Formel: (Zusätzlicher Umsatz × Nettomarge %) - Zusätzliche Kosten = Gewinn/Verlust
💡 Durchrechnung Beispiel:
- Zusätzlicher Umsatz pro Jahr: €50.400
- Deine durchschnittliche Nettomarge: 12%
- Marge auf zusätzlichen Umsatz: €50.400 × 0,12 = €6.048
- Zusätzliche Plattformkosten: €16.188
Ergebnis: €6.048 - €16.188 = -€10.140 Verlust pro Jahr
Wann Plattformen rentabel sind
Plattformen können rentabel sein, wenn:
- Du Fixkosten verteilst: Kein zusätzliches Personal oder Miete nötig
- Du effizienter wirst: Höherer Umsatz pro Stunde Küchenarbeit
- Du Preise anpasst: 10-15% höhere Menupreise für Lieferung
- Du Volumen erhöhst: Bessere Einkäufe durch mehr Volumen
⚠️ Achtung:
Viele Restaurants erhöhen ihre Lieferpreise um 10-15%, um die Plattformgebühr auszugleichen. Berücksichtige das in deiner Berechnung.
Alternative Kostenstruktur
Einige Plattformen bieten verschiedene Provisionsmodelle:
- Hohe Provision, keine Monatskosten: 25-30% pro Bestellung
- Niedrige Provision, mit Monatskosten: €199/Monat + 15% Provision
- Nur Abholung: 10-15% Provision, keine Lieferkosten
Berechne für jedes Modell, was es dir auf Jahresbasis bei deinem erwarteten Volumen kostet.
Wie berechnest du die Auswirkung? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Kosten pro Bestellung
Addiere: Plattformgebühr + Verpackungskosten + zusätzliche Lebensmittelkosten + Marketing. Vergiss nicht, dass die Gebühr oft über den Preis inkl. MwSt. berechnet wird.
Berechne deine jährlichen zusätzlichen Kosten
Multipliziere Kosten pro Bestellung mit erwarteter Bestellanzahl pro Monat × 12. Sei realistisch bei deinem Volumen.
Vergleiche mit Marge auf zusätzlichen Umsatz
Berechne, wie viel Nettomarge du auf dem zusätzlichen Umsatz machst. Ziehe davon die zusätzlichen Kosten ab. Positiv = Gewinn, negativ = Verlust.
✨ Pro tip
Teste zuerst eine Plattform für 3 Monate mit angepassten Preisen. Messe genau deine Kosten und Einnahmen, bevor du auf mehrere Plattformen erweiterst.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich MwSt. in meine Plattformberechnung einbeziehen?
Plattformgebühr wird über den Preis inkl. MwSt. berechnet, aber für deine Marge rechnest du ohne MwSt. Achte auf diesen Unterschied bei deinen Berechnungen.
Was ist, wenn ich meine Lieferpreise erhöhe?
Viele Restaurants berechnen 10-15% höhere Preise für Lieferung. Das gleicht einen Teil der Plattformgebühr aus, kann aber deine Bestellanzahl beeinflussen.
Wie weiß ich, ob mein Volumen realistisch ist?
Starten Sie konservativ. Schauen Sie sich andere Restaurants in Ihrer Nähe auf der Plattform an und schätzen Sie, wie viele Bestellungen Sie pro Tag in den ersten Monaten erwarten können.
Gibt es versteckte Kosten, die ich vergesse?
Ja: zusätzliche Verpackung, möglicherweise teurere Zutaten für den Transport, Marketing um sichtbar zu bleiben, und manchmal zusätzliches Personal für die Stoßzeiten.
Wann sollte ich eine Plattform beenden?
Wenn du drei Monate hintereinander Verluste machst, trotz realistischer Volumen und angepasster Preise. Oder wenn es deine regulären Gäste abhält.
Kann ich diese Berechnung automatisieren?
Mit einer Kostenkalkulations-App wie KitchenNmbrs kannst du deine Lebensmittelkosten pro Gericht verfolgen und die Auswirkung verschiedener Verkaufskanäle vergleichen.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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