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📝 Lieferung & Dark Kitchen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge bei einem Lieferkonzept, bei dem Kunden ihre Mahlzeit selbst zusammenstellen?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Lieferkonzepte, bei denen Kunden ihre Mahlzeit selbst zusammenstellen, haben eine komplexere Margenberechnung als Standardgerichte. Du musst verschiedene Kombinationen, Verpackungskosten und Plattformgebühren berücksichtigen. Dieser Artikel zeigt dir Schritt für Schritt, wie du eine rentable Marge für modulare Mahlzeiten berechnest.

Warum zusammenstellbare Mahlzeiten anders sind

Bei einem Standardgericht weißt du genau, was drin ist. Bei zusammenstellbaren Mahlzeiten wählt der Kunde selbst: Basis (Reis, Pasta, Salat), Protein (Huhn, Rind, Fisch), Gemüse und Sauce. Jede Kombination hat andere Kosten.

⚠️ Achtung:

Viele Unternehmer rechnen mit der günstigsten Kombination, aber Kunden wählen oft die teuersten Zutaten. Rechne daher mit realistischen Durchschnitten.

Berechne die durchschnittlichen Zutatenkosten

Analysiere, was Kunden wirklich bestellen. Nicht, was sie bestellen könnten, sondern was sie tatsächlich wählen.

💡 Beispiel:

Poke-Bowl-Konzept – Analyse von 100 Bestellungen:

  • Basis: 60% Reis (€0,40), 30% Quinoa (€0,80), 10% Salat (€0,60)
  • Protein: 50% Lachs (€3,20), 30% Huhn (€1,80), 20% Tofu (€1,20)
  • Toppings: durchschnittlich 4 Stück à €0,30

Durchschnittliche Zutatenkosten: €6,24 pro Bowl

Berechne pro Kategorie den gewichteten Durchschnitt: (Prozentsatz × Kosten) jeder Zutat addieren.

Addiere Verpackungskosten

Lieferung hat zusätzliche Kosten, die du beim Restaurantservice nicht hast. Diese machen oft 10-15% deiner Gesamtkosten aus.

  • Primäre Verpackung: Behälter, Deckel (€0,35-0,65)
  • Besteck und Servietten: (€0,08-0,15)
  • Tüten und Etiketten: (€0,10-0,20)
  • Isolierung (bei warmen Gerichten): (€0,05-0,15)

💡 Beispiel:

Verpackungskosten Poke-Bowl:

  • Kartonbehälter + Deckel: €0,45
  • Holzlöffel + Serviette: €0,12
  • Papiertüte + Aufkleber: €0,15

Gesamte Verpackung: €0,72

Berücksichtige Plattformgebühren in deinem Kostenpreis

Lieferplattformen berechnen 15-30% Provision auf deinen Bestellwert. Das musst du in deine Margenberechnung einbeziehen, nicht am Ende abziehen.

Tatsächliche Kosten = Zutaten + Verpackung + (Verkaufspreis × Plattform %)

💡 Beispiel:

Poke-Bowl Verkaufspreis €14,50 (inkl. 9% MwSt.):

  • Verkaufspreis exkl. MwSt.: €13,30
  • Zutaten: €6,24
  • Verpackung: €0,72
  • Plattformgebühr (22%): €2,93

Gesamtkosten: €9,89 → Marge: €3,41 (25,6%)

Optimiere deine Zusammenstellung

Mit modularen Mahlzeiten kannst du Kunden subtil zu rentablen Kombinationen lenken.

  • Mache teure Zutaten zu "Premium": Aufschlag für Lachs, Avocado
  • Begrenzte kostenlose Toppings: erste 3 kostenlos, danach €0,50 extra
  • Bewirbe rentable Basen: Reis und Pasta haben bessere Margen als Quinoa

⚠️ Achtung:

Berechne deine Durchschnitte alle 2-3 Monate neu. Kundenverhalten ändert sich, und Lieferantenpreise auch.

Wie berechnest du die Marge bei zusammenstellbaren Liefermahlzeiten? (Schritt für Schritt)

1

Analysiere 50-100 aktuelle Bestellungen

Notiere pro Kategorie (Basis, Protein, Toppings), was Kunden wirklich wählen. Nicht, was möglich ist, sondern was tatsächlich bestellt wird. Das gibt dir realistische Prozentsätze pro Zutat.

2

Berechne gewichtete durchschnittliche Zutatenkosten

Pro Kategorie: multipliziere den Prozentsatz der Kunden × Kosten pro Zutat, addiere alles. Das gibt dir die durchschnittlichen Zutatenkosten pro Mahlzeit.

3

Addiere Verpackung und Plattformgebühren

Verpackungskosten (Behälter, Besteck, Tüte) + Plattformprovision (15-30% des Verkaufspreises). Das sind deine Gesamtkosten pro Bestellung.

4

Berechne deine Nettomarge

Verkaufspreis exkl. MwSt. minus Gesamtkosten = Nettomarge. Strebe nach mindestens 20-25% Marge nach allen Kosten für ein gesundes Lieferkonzept an.

✨ Pro tip

Überprüfe deine 5 beliebtesten Kombinationen separat. Wenn diese rentabel sind, hast du 80% deines Umsatzes unter Kontrolle.

Selbst berechnen?

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich MwSt. in meine Margenberechnung einbeziehen?

Nein, rechne immer mit Preisen exkl. MwSt. Lieferverpflegung fällt unter 9% MwSt. Eine Bowl von €14,50 inkl. MwSt. ist €13,30 exkl. MwSt. für deine Margenberechnung.

Wie oft muss ich meine Durchschnitte neu berechnen?

Alle 2-3 Monate, oder wenn du merkst, dass deine Marge sinkt. Kundenverhalten ändert sich je nach Jahreszeit, und Lieferantenpreise steigen regelmäßig.

Was ist, wenn Kunden hauptsächlich die teuersten Zutaten wählen?

Dann musst du deine Preisgestaltung anpassen oder Aufschläge für Premium-Zutaten einführen. Du kannst nicht strukturell Verlust bei beliebten Kombinationen machen.

Sind Plattformgebühren von der MwSt. abzugsfähig?

Plattformgebühren sind Betriebskosten und daher abzugsfähig, aber berücksichtige sie in deiner Kostenkalkulation. Sonst sieht deine Marge höher aus, als sie wirklich ist.

Welche Marge ist normal für Lieferkonzepte?

Nach allen Kosten (Zutaten, Verpackung, Plattform) strebst du nach 20-25% Nettomarge an. Das ist niedriger als Restaurantservice, aber du hast auch weniger Personalkosten.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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