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📝 Lieferung & Dark Kitchen · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge beim Wechsel von einer externen Lieferplattform zur eigenen Lieferung?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Der Wechsel von einer externen Lieferplattform zur eigenen Lieferung kann deine Marge erheblich verbessern. Plattformen berechnen 15-30% Provision, aber die eigene Lieferung bringt auch Kosten mit sich. In diesem Artikel berechnest du Schritt für Schritt, was du wirklich vom Wechsel profitierst.

Die Kosten von externen Lieferplattformen

Bei externen Plattformen wie Lieferando oder Uber Eats zahlst du Provision auf deinen gesamten Bestellwert. Diese Provision variiert zwischen 15% und 30%, je nach Vertrag und Services.

💡 Beispiel Plattformkosten:

Bestellung von €25,00 mit 25% Provision:

  • Bruttoumsatz: €25,00
  • Plattformprovision: €6,25
  • Nettoumsatz: €18,75

Du verlierst 25% deines Umsatzes durch Provision.

Die Kosten der eigenen Lieferung

Die eigene Lieferung scheint günstiger zu sein, bringt aber versteckte Kosten mit sich. Du musst alle Kosten berücksichtigen, um einen fairen Vergleich zu machen.

Direkte Kosten pro Lieferung:

  • Lieferantenlohn (€12-15 pro Stunde)
  • Benzin- oder Elektrofahrrad-Kosten
  • Lieferantenversicherung
  • Verschleiß von Fahrzeug/Fahrrad
  • Verpackungsmaterial (oft teurer als bei Plattformen)

Fixkosten pro Monat:

  • Zusätzliches Personal für Koordination
  • Telefonleitung für Bestellungen
  • Online-Bestellsystem
  • Marketing, um Kunden zu erreichen

⚠️ Achtung:

Berücksichtige alle Kosten, auch die versteckten. Ein Lieferant, der €15 pro Stunde verdient, kostet dich mit Arbeitgeberabgaben etwa €18-20 pro Stunde.

Berechnung der Kosten pro Lieferung

Um deine tatsächliche Marge zu bestimmen, musst du die Kosten pro Lieferung berechnen. Dies hängt davon ab, wie viele Bestellungen dein Lieferant pro Stunde bewältigen kann.

💡 Beispiel eigene Lieferung:

Lieferant bewältigt 3 Bestellungen pro Stunde:

  • Lohnkosten: €20 pro Stunde / 3 Bestellungen = €6,67 pro Bestellung
  • Benzin/Verschleiß: €1,50 pro Bestellung
  • Verpackung: €1,20 pro Bestellung
  • Sonstige Kosten: €1,00 pro Bestellung

Gesamtkosten: €10,37 pro Lieferung

Vergleich Plattform vs. eigene Lieferung

Jetzt kannst du einen fairen Vergleich zwischen Plattform und eigener Lieferung anstellen. Die Gewinnschwelle liegt oft höher als Unternehmer denken.

Formel für den Vergleich:

Plattform: Bestellwert × Provisionsquote% = Kosten pro Bestellung
Eigene Lieferung: Fixkosten pro Bestellung (wie oben berechnet)

💡 Vergleich bei €25 durchschnittlichem Bestellwert:

Plattform (25% Provision): €6,25 pro Bestellung

Eigene Lieferung: €10,37 pro Bestellung

In diesem Fall ist die Plattform günstiger!

Wann wird die eigene Lieferung vorteilhafter

Die eigene Lieferung wird bei höheren durchschnittlichen Bestellwerten oder niedrigeren Lieferkosten vorteilhafter. Du kannst die Gewinnschwelle berechnen.

Gewinnschwellen-Formel:
Minimaler Bestellwert = Kosten eigene Lieferung / Plattformprovision%

💡 Gewinnschwellen-Berechnung:

Eigene Lieferung kostet €10,37 pro Bestellung

Plattformprovision: 25%

Gewinnschwelle: €10,37 / 0,25 = €41,48

Bei Bestellungen über €41,48 verdienst du mehr mit eigener Lieferung.

Zusätzliche Faktoren in der Berechnung

Neben direkten Kosten spielen andere Faktoren eine Rolle, die deine Marge beeinflussen:

  • Kundenbindung: Eigene Lieferung gibt dir direkte Kundendaten
  • Servicequalität: Du hast mehr Kontrolle über das Liefererlebnis
  • Flexibilität: Du kannst schneller auf Probleme reagieren
  • Marketing: Du musst Kunden selbst werben (zusätzliche Kosten)

⚠️ Achtung:

Vergiss nicht die Marketingkosten. Plattformen bringen dir Kunden, bei eigener Lieferung musst du selbst in Kundenakquise investieren.

Hybridmodell in Betracht ziehen

Viele Restaurants wählen ein Hybridmodell: Behalte Plattformen für Reichweite, aber förderst direkte Bestellungen mit Rabatten.

Du kannst Kunden von der Plattform zu deinem eigenen Kanal führen durch:

  • 5-10% Rabatt bei direkter Bestellung
  • Treueprogramm für direkte Kunden
  • Besserer Service bei eigener Lieferung
  • Exklusive Gerichte nur über eigenen Kanal

Wie berechnest du die Marge-Auswirkung der eigenen Lieferung?

1

Berechne deine aktuellen Plattformkosten

Addiere alle Kosten, die du derzeit an Lieferplattformen zahlst. Nimm deinen durchschnittlichen Bestellwert × Provisionsquote% × Anzahl der Bestellungen pro Monat. Vergiss keine zusätzlichen Servicegebühren.

2

Berechne die Kosten der eigenen Lieferung pro Bestellung

Addiere Lohnkosten, Benzin, Verpackung und sonstige Kosten pro Lieferung. Teile die Gesamtstundenkosten deines Lieferanten durch die Anzahl der Bestellungen, die er pro Stunde bewältigen kann.

3

Bestimme deine Gewinnschwelle

Teile deine Kosten pro eigener Lieferung durch die Provisionsquote der Plattform. Dies gibt dir den minimalen Bestellwert, bei dem die eigene Lieferung vorteilhafter wird.

4

Berücksichtige Fixkosten

Addiere monatliche Fixkosten (Telefonleitung, Bestellsystem, Marketing) und teile durch deine erwartete Anzahl von Bestellungen. Addiere dies zu deinen Kosten pro Lieferung.

5

Teste mit einer Pilotphase

Starten Sie klein mit eigener Lieferung für ein begrenztes Gebiet. Messen Sie Ihre tatsächlichen Kosten und vergleichen Sie mit Ihrer Berechnung. Passen Sie Ihr Modell basierend auf echten Daten an.

✨ Pro tip

Rechne 20% zusätzliche Kosten zu deiner ursprünglichen Berechnung für unvorhergesehene Ausgaben. Die eigene Lieferung hat immer mehr versteckte Kosten als du denkst.

Selbst berechnen?

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Häufig gestellte Fragen

Bei welchem Bestellwert lohnt sich die eigene Lieferung?

Dies hängt von deinen Lieferkosten und der Plattformprovision ab. Die Gewinnschwelle liegt oft zwischen €35-50 pro Bestellung. Berechne dies für deine eigene Situation mit der obigen Formel.

Kann ich Plattformen und eigene Lieferung kombinieren?

Ja, viele Restaurants tun dies. Behalte Plattformen für Reichweite, aber förderst direkte Bestellungen mit Rabatten von 5-10%. So bekommst du das Beste aus beiden Welten.

Welche versteckten Kosten vergesse ich oft?

Arbeitgeberabgaben auf Gehältern, Versicherungen, Marketingkosten zur Kundenakquise und Zeit für Koordination. Diese können 30-50% zusätzlich zu deinen direkten Lieferkosten ausmachen.

Wie schnell kann ich umsteigen?

Starten Sie mit einem Pilotgebiet und bauen Sie langsam aus. Stellen Sie sicher, dass Ihre Systeme funktionieren, bevor Sie vollständig umsteigen. Ein schrittweiser Wechsel über 3-6 Monate ist realistisch.

Was ist, wenn mein durchschnittlicher Bestellwert zu niedrig ist?

Versuchen Sie, deinen durchschnittlichen Bestellwert mit Bündeln, Mindestbestellwerten oder kostenloser Lieferung ab einem bestimmten Betrag zu erhöhen. Sonst bleibt die Plattform vorteilhafter.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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