Die Lieferung über eine Plattform kostet dir 15-30% Provision, aber eigene Lieferanten kosten Gehalt und Benzin. Welche Option ist günstiger? Das hängt von deinem Volumen und den tatsächlichen Kosten für eigenes Personal ab. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du beide Optionen durchrechnest.
Was kostet eine externe Plattform wirklich?
Plattformen wie Lieferando und Uber Eats berechnen Provisionen auf deinen Bestellwert. Aber es gibt noch mehr Kosten:
- Provision: 15-30% des Bestellwerts
- Zahlungsgebühren: 2-4% zusätzlich für Online-Zahlungen
- Marketing-Gebühren: oft noch 2-5% für Sichtbarkeit
- Verpackungskosten: €0,50-€1,50 pro Bestellung
? Beispiel Plattformkosten:
Bestellung von €25,00:
- Provision (25%): €6,25
- Zahlungsgebühren (3%): €0,75
- Verpackung: €1,00
Gesamtkosten: €8,00 (32% des Bestellwerts)
Was kosten eigene Lieferanten?
Bei eigenen Lieferanten rechnest du mit festen Kosten pro Stunde plus variable Kosten pro Kilometer:
- Lohn: €12-15 pro Stunde (inklusive Arbeitgeberabgaben)
- Benzin: €0,25-€0,35 pro Kilometer
- Verschleiß Roller: €0,15-€0,25 pro Kilometer
- Versicherung: €30-50 pro Monat pro Lieferant
- Verpackungskosten: €0,50-€1,50 pro Bestellung (wie bei Plattform)
? Beispiel eigener Lieferant:
Lieferant arbeitet 6 Stunden, fährt 60 km, liefert 18 Bestellungen:
- Lohn: 6 × €13 = €78
- Benzin: 60 × €0,30 = €18
- Verschleiß: 60 × €0,20 = €12
- Verpackung: 18 × €1 = €18
Gesamt: €126 für 18 Bestellungen = €7,00 pro Bestellung
Den Wendepunkt berechnen
Der Wendepunkt liegt bei dem Volumen, bei dem beide Optionen gleich teuer sind. Eigene Lieferanten haben hohe Fixkosten, aber niedrigere variable Kosten pro Bestellung.
⚠️ Achtung:
Eigene Lieferanten haben auch 'tote Stunden' ohne Bestellungen. Eine Plattform zahlst du nur bei tatsächlichen Bestellungen. Rechne daher mit realistischer Lieferdichte.
Andere Faktoren berücksichtigen
Neben den Kosten spielen noch mehr Faktoren eine Rolle:
- Kontrolle: eigene Lieferanten repräsentieren deine Marke
- Kundendaten: Plattformen halten Kundendaten, du nicht
- Flexibilität: Plattformen skalieren automatisch mit dem Andrang
- Reichweite: Plattformen haben oft mehr Kunden
- Verwaltung: eigenes Personal bedeutet mehr HR-Arbeit
Hybridmodell in Betracht ziehen
Viele Restaurants kombinieren beide: eigene Lieferanten für die Nachbarschaft, Plattformen für weiter weg. So optimierst du Kosten und Reichweite.
? Beispiel Hybrid:
Restaurant liefert selbst innerhalb von 2 km, Plattform für weiter weg:
- Eigenlieferung (60% Bestellungen): €6,50 pro Bestellung
- Plattform (40% Bestellungen): €8,00 pro Bestellung
Durchschnitt: €7,10 pro Bestellung vs. €8,00 nur Plattform
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Wie berechnest du, welche Option günstiger ist?
Berechne Plattformkosten pro Bestellung
Addiere Provision, Zahlungsgebühren und Verpackung. Teile durch die Anzahl der Bestellungen, um die Kosten pro Bestellung zu erhalten. Beispiel: 25% Provision + 3% Zahlung + €1 Verpackung auf €25 Bestellung = €8,00 pro Bestellung.
Berechne Kosten eigener Lieferant pro Bestellung
Addiere Lohn, Benzin, Verschleiß und Verpackung für eine Schicht. Teile durch die Anzahl der gelieferten Bestellungen. Beispiel: €130 Gesamtkosten für 20 Bestellungen = €6,50 pro Bestellung.
Vergleiche bei verschiedenen Volumen
Berechne beide Optionen bei 10, 20 und 40 Bestellungen pro Tag. Eigene Lieferanten werden bei mehr Volumen günstiger, Plattformen bleiben gleich pro Bestellung. Wähle die Option, die bei deinem durchschnittlichen Volumen am günstigsten ist.
✨ Pro tip
Führe eine Woche lang ein Logbuch über Lieferzeiten und Entfernungen. So erhältst du realistische Zahlen für deine Situation statt Durchschnittswerte aus Beispielen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Ab wie vielen Bestellungen pro Tag sind eigene Lieferanten günstiger?
Muss ich Verpackungskosten separat berechnen?
Wie rechne ich Arbeitgeberabgaben bei eigenem Personal ein?
Was ist, wenn ich beide Optionen kombinieren möchte?
Muss ich die Mehrwertsteuer in diese Berechnung einbeziehen?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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