Eine Terrasse kann deinen Umsatz erheblich steigern, bringt aber auch zusätzliche Kosten mit sich. Viele Unternehmer unterschätzen die Auswirkungen auf Personal, Einkauf und Betriebskosten. In diesem Artikel lernst du, genau zu berechnen, was dir eine Terrasse bringt und kostet, damit du eine wohlüberlegte Entscheidung treffen kannst.
Berechne dein zusätzliches Umsatzpotenzial
Der erste Schritt ist eine realistische Schätzung, wie viele zusätzliche Gäste deine Terrasse anziehen kann. Dies hängt von Jahreszeit, Standort und Wetter ab.
💡 Beispielberechnung Umsatz:
Restaurant mit 30 Plätzen innen bekommt 20 Terrassenplätze:
- Auslastung Terrasse: 60% (niedriger als innen wegen Wetter)
- Durchschnittliche Rechnung Terrasse: €22 (oft Mittagessen/Aperitif)
- Betriebstage pro Saison: 180 Tage
- Durchschnittlich 1,5 Durchgänge pro Tag
Zusätzlicher Umsatz: 20 × 0,6 × €22 × 1,5 × 180 = €71.280 pro Saison
Addiere alle zusätzlichen Kosten
Eine Terrasse scheint kostenlosen Umsatz zu bringen, aber es gibt versteckte Kosten, die deinen Gewinn aufzehren können.
Personal und Bedienung
Zusätzliche Tische bedeuten mehr Arbeit. Rechne mit mindestens 0,5 FTE zusätzlichem Personal während der Terrassensaison.
- Bedienung: €2.500 pro Monat × 6 Monate = €15.000
- Küche: 30% mehr Volumen erfordert zusätzliche Küchenstunden
- Reinigung: Tägliche Terrassenreinigung kostet Zeit
Möbel und Ausrüstung
💡 Beispiel Startkosten:
- 20 Tische + 80 Stühle: €8.000
- Sonnenschirme und Heizung: €4.000
- Beleuchtung: €2.000
- Windschutzwände: €3.000
Gesamtinvestition: €17.000
Betriebskosten
Vergiss nicht die laufenden Kosten, die eine Terrasse mit sich bringt:
- Terrassengenehmigung: €500-2000 pro Jahr (abhängig von der Gemeinde)
- Versicherung: €300-800 zusätzlich pro Jahr
- Energie: Beleuchtung und Heizung €100-300 pro Monat
- Wartung: Möbelersatz, Reparaturen €1.000 pro Jahr
Berechne deinen Break-Even-Punkt
Jetzt kannst du ausrechnen, wann sich deine Terrasse selbst amortisiert. Verwende diese Formel:
Break-Even = Gesamtinvestition / (Monatlicher zusätzlicher Gewinn)
💡 Beispiel Break-Even-Berechnung:
Bei €71.280 zusätzlichem Umsatz pro Saison:
- Lebensmittelkosten (30%): €21.384
- Zusätzliches Personal: €15.000
- Betriebskosten: €3.600
Netto-Gewinn pro Saison: €31.296
Break-Even: €17.000 / €31.296 = 0,54 Saison (6,5 Monate)
⚠️ Achtung:
Rechne konservativ mit deiner Auslastungsquote. Wetter und Jahreszeit haben großen Einfluss auf die Terrassenumsätze. Beginne mit 50-60% Auslastung statt 80%.
Cashflow-Auswirkungen im ersten Jahr
Eine Terrasse erfordert eine große Vorausinvestition, während die Einnahmen saisonal bedingt sind. Plane deinen Cashflow sorgfältig.
- März: Investition €17.000 + Genehmigungen
- April-September: Monatlicher Gewinn €5.200
- Oktober-Februar: Keine Terrassenumsätze, aber Abschreibungen
Im ersten Jahr brauchst du also 6-8 Monate, um deine Investition zurückzuverdienen.
Erhöhe deine Erfolgschancen
Ein paar praktische Tipps, um deine Terrasse finanziell erfolgreicher zu machen:
- Klein anfangen: Beginne mit 10-15 Plätzen und erweitere, wenn es läuft
- Im Winter vermieten: Lagerfläche vermieten kompensiert leere Monate
- All-Weather-Lösung: Überdachung und Heizung verlängern die Saison
- Spezielle Terrassenkarte: Höhere Marge auf Aperitifs und Snacks
💡 Profi-Tipp:
Erfasse deine Terrassenumsätze separat in deinem Kassensystem. So siehst du genau, ob du deine Ziele erreichst und kannst bei Bedarf nachsteuern.
Wie berechnest du die finanzielle Auswirkung? (Schritt für Schritt)
Schätze deinen zusätzlichen Umsatz
Berechne Anzahl der Terrassenplätze × realistische Auslastung × durchschnittliche Rechnung × Anzahl der Betriebstage. Berücksichtige Jahreszeit und Wetter - rechne konservativ mit 50-60% Auslastung.
Addiere alle Kosten
Addiere die Startinvestition (Möbel, Genehmigungen) zu den Betriebskosten (zusätzliches Personal, Energie, Wartung). Vergiss nicht die versteckten Kosten wie zusätzliche Reinigung und Versicherung.
Berechne deinen Break-Even
Ziehe von deinem zusätzlichen Umsatz die Lebensmittelkosten und alle zusätzlichen Kosten ab. Teile deine Gesamtinvestition durch deinen monatlichen Nettogewinn, um zu sehen, nach wie vielen Monaten du die Gewinnschwelle erreichst.
✨ Pro tip
Starte deine erste Terrassensaison mit gemieteten Möbeln statt zum Kauf. So testest du die Rentabilität ohne große Investition und kannst immer noch ausbauen, wenn es gut läuft.
Selbst berechnen?
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel zusätzlichen Umsatz kann ich von einer Terrasse erwarten?
Dies hängt von deinem Standort und der Terrassengröße ab, aber rechne mit €2.000-4.000 zusätzlichem Umsatz pro Terrassenplatz pro Saison. Eine Terrasse mit 20 Plätzen kann €40.000-80.000 zusätzlichen Umsatz generieren.
Was sind die größten Kostenpositionen bei einer Terrasse?
Die größten Kosten sind normalerweise zusätzliches Personal (€15.000+ pro Saison) und die Startinvestition in Möbel (€10.000-20.000). Betriebskosten wie Genehmigungen und Energie sind relativ gering.
Wie lange dauert es, bis sich meine Terrasse amortisiert?
Bei einer durchschnittlichen Terrasse liegt die Amortisationszeit bei 6-18 Monaten, abhängig von deiner Investition und Rentabilität. Rechne mit mindestens einer vollständigen Saison, bevor du die Gewinnschwelle erreichst.
Muss ich die VAT auf Terrassenumsätze berücksichtigen?
Ja, Terrassenumsätze unterliegen den gleichen VAT-Regeln wie innen: 9% auf Essen und alkoholfreie Getränke, 21% auf Alkohol. Rechne immer mit Preisen ohne VAT für deine Gewinnberechnung.
Was ist, wenn das Wetter in der Terrassensaison schlecht ist?
Schlechtes Wetter kann deinen Umsatz um 30-50% senken. Deshalb ist es wichtig, konservativ zu rechnen und möglicherweise in eine Überdachung oder Heizung zu investieren, um deine Saison zu verlängern.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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