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Welche Fragen stellst du dir bei jedem Gericht, das du auf die Karte hinzufügen oder ändern möchtest?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 16 Mar 2026

Ein neues Gericht hinzuzufügen scheint einfach, kann aber deinen Gewinn machen oder brechen. Viele Restaurantbesitzer denken nur an Geschmack und Beliebtheit, aber vergessen die Zahlen. Mit den richtigen Fragen vermeidest du, dass du unbewusst Geld auf jedem Teller verlierst, den du servierst.

Die 8 entscheidenden Fragen für jedes neue Gericht

Für jedes Gericht, das du hinzufügen oder anpassen möchtest, gehst du diese Checkliste durch. Es kostet 10 Minuten, kann dir aber tausende Euro pro Jahr sparen.

1. Was kosten alle Zutaten wirklich?

Zähle buchstäblich alles auf, was auf den Teller kommt. Auch der Tropfen Olivenöl, das Petersilienzweig und die Butter, mit der du das Fleisch anbrätst.

💡 Beispiel: Pasta Carbonara

Zutaten pro Portion:

  • Pasta: €0,45
  • Speck: €1,20
  • Ei: €0,35
  • Parmesan: €0,80
  • Sahne: €0,25
  • Gewürze/Öl: €0,15

Gesamte Zutatenkosten: €3,20

2. Was ist mein maximaler Zutatenpreis bei diesem Verkaufspreis?

Arbeite rückwärts. Wenn du €16,50 verlangen möchtest (inkl. MwSt.) und du strebst 30% Lebensmittelkosten an, was darf es dann maximal kosten?

💡 Berechnung:

Verkaufspreis: €16,50 inkl. 9% MwSt. = €15,14 exkl. MwSt.

Maximale Zutatenkosten: €15,14 × 0,30 = €4,54

Deine Pasta von €3,20 passt perfekt in dieses Budget.

3. Wie viel werde ich davon pro Woche verkaufen?

Ein Gericht, das 2x pro Woche bestellt wird, hat weniger Auswirkung als dein Signature Dish. Konzentriere dich zuerst auf Gerichte, die du oft verkaufst.

4. Kann meine Küche das effizient zubereiten?

Ein Gericht, das 20 Minuten zusätzliche Vorbereitung pro Portion kostet, frisst deinen Gewinn durch Arbeitskosten auf. Schau auf:

  • Zubereitungszeit während des Service
  • Vorbereitungszeit tagsüber
  • Spezialausrüstung erforderlich
  • Neue Zutaten, die schnell verderben

5. Passt das zu meiner Zielgruppe und meinem Preisniveau?

Ein €35 Wagyu-Burger passt nicht in ein Café, wo deine Hauptgänge €12-18 kosten. Überprüfe, ob Preis und Stil zu deiner bestehenden Karte passen.

6. Was passiert, wenn der Lieferantenpreis steigt?

Manche Zutaten sind preisempfindlich. Spargel kostet im Mai €8/kg, im Januar €24/kg. Rechne mit dem höchsten Preis, den du erwartest.

⚠️ Achtung:

Fisch- und Fleischpreise können schnell steigen. Überprüfe monatlich, ob deine Lebensmittelkosten noch stimmen, besonders bei teuren Hauptzutaten.

7. Habe ich Schnittabfall richtig eingerechnet?

Ganzer Fisch, ganzes Fleisch, frisches Gemüse: Rechne mit der tatsächlichen Ausbeute, nicht mit dem Einkaufsgewicht.

💡 Beispiel: Lachsfilet

Du kaufst ganzen Lachs für €18/kg, bekommst aber 55% Filet:

Tatsächlicher Filetpreis: €18 ÷ 0,55 = €32,73/kg

Rechne mit €32,73, nicht mit €18 pro Kilo!

8. Kann ich das Rezept dokumentieren für Konsistenz?

Wenn nur du weißt, wie das Gericht sein soll, wird es ein Problem bei Stoßzeiten oder wenn du nicht da bist. Dokumentiere Portionsgrößen, Zubereitungsweise und Präsentation.

Die praktische Überprüfung: Rechne es durch

Für jedes Gericht machst du diese einfache Rechnung:

Lebensmittelkosten % = (Zutatenkosten ÷ Verkaufspreis exkl. MwSt.) × 100

Zielwert: 28-35% für die meisten Restaurants

Über 35%? Preis erhöhen oder Zutaten anpassen.

Mit einem System wie KitchenNmbrs siehst du sofort, ob ein neues Gericht rentabel ist, ohne selbst mit MwSt. und Prozentsätzen rechnen zu müssen.

Wie bewertest du ein neues Gericht? (Schritt für Schritt)

1

Berechne genaue Zutatenkosten

Erstelle eine Liste aller Zutaten mit Mengen und Preisen pro Portion. Zähle auch kleine Dinge wie Gewürze, Öl und Garnitur auf. Rechne bei Schnittabfall mit dem tatsächlichen Preis nach der Verarbeitung.

2

Bestimme deinen Verkaufspreis und die Lebensmittelkosten

Rechne deinen Verkaufspreis in exkl. MwSt. um und berechne den Lebensmittelkostenprozentsatz. Strebe 28-35% für die meisten Restaurants an. Überprüfe, ob dies zu deinem Preisniveau und deiner Zielgruppe passt.

3

Teste und dokumentiere das Rezept

Bereite das Gericht ein paar Mal zu und miss genau, wie viel du verwendest. Dokumentiere Portionsgrößen, Zubereitungsweise und Präsentation, damit jedes Teammitglied es konsistent zubereiten kann.

✨ Pro tip

Überprüfe zuerst deine 3 meistverkauften Gerichte. Wenn die rentabel sind, hast du 70% deines Problems gelöst. Ein Gericht mit Verlust, das du 2x pro Woche verkaufst, hat weniger Auswirkung als dein täglicher Bestseller.

Selbst berechnen?

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich jede Zutat bis auf das Gramm ausrechnen?

Für Hauptzutaten ja, für Gewürze und Öl kannst du schätzen. Ein Tropfen Olivenöl rechnest du auf €0,05-0,10 pro Portion. Konzentriere dich auf Zutaten, die mehr als €0,20 pro Portion kosten.

Was ist, wenn meine Lebensmittelkosten 38% betragen?

Dann verlierst du wahrscheinlich Geld mit diesem Gericht. Erhöhe deinen Preis, passe Zutaten an oder mache kleinere Portionen. Manche Signature Dishes dürfen höher sein, wenn andere Gerichte das ausgleichen.

Wie oft sollte ich meine Gerichte durchrechnen?

Bei neuen Gerichten immer. Bestehende Gerichte überprüfst du alle 3 Monate oder wenn Lieferanten Preise erhöhen. Deine 5 meistverkauften Gerichte überprüfst du monatlich.

Was ist, wenn ich saisonale Zutaten verwende?

Rechne mit dem höchsten Preis, den du erwarten wirst. Spargel kostet im Januar 3x mehr als im Mai. Wenn deine Lebensmittelkosten dann noch stimmen, bist du auf der sicheren Seite.

Sollte ich auch Arbeitskosten in diese Berechnung einbeziehen?

Nein, Lebensmittelkosten sind nur Zutaten. Aber wichtig: Ein Gericht, das 30 Minuten Vorbereitung kostet, frisst deinen Gewinn durch Arbeitskosten auf. Achte auf die Gesamteffizienz.

Kann ich einfach schauen, was der Konkurrenz verlangt?

Das gibt einen Anhaltspunkt, aber deine Kosten können anders sein. Dein Lieferant, Portionsgröße und Qualität unterscheiden sich. Rechne immer deine eigenen Zahlen durch.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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