Rezeptdaten bilden die Grundlage für eine zuverlässige Foodcost-Prognose in deinem Jahresbudget. Ohne genaue Kostpreise pro Gericht kannst du nur raten, was du nächstes Jahr verdienst. Mit strukturierten Rezeptdaten berechnest du genau, wie viel jeder Euro Umsatz an Zutaten kostet.
Warum Rezeptdaten für die Budgetierung entscheidend sind
Dein Jahresbudget steht und fällt mit deiner Foodcost-Schätzung. Zu optimistisch schätzen bedeutet Enttäuschung. Zu pessimistisch schätzen bedeutet verpasste Chancen.
? Beispiel:
Restaurant mit €400.000 Jahresumsatz:
- Bei 30% Foodcost: €120.000 Zutatenkosten
- Bei 35% Foodcost: €140.000 Zutatenkosten
Unterschied: €20.000 pro Jahr an Gewinn
Dieser Unterschied von 5 Prozentpunkten kann zwischen einem profitablen und einem verlustbringenden Jahr entscheiden.
Von Rezepten zum Gesamtfoodcost-Prozentsatz
Du benötigst drei Datensätze, um eine zuverlässige Prognose zu erstellen:
- Kostpreis pro Gericht (aus deiner Rezeptdatenbank)
- Verkaufsdaten vom Vorjahr (wie viel von jedem Gericht verkauft)
- Erwartete Preisänderungen (Lieferanten, Inflation)
Die Formel ist einfach: Gewichteter Durchschnitt Foodcost = Σ(Foodcost pro Gericht × Verkaufsanteil)
? Beispielberechnung:
Top 3 Gerichte (80% des Umsatzes):
- Steak: 32% Foodcost, 40% des Umsatzes → 0,32 × 0,40 = 0,128
- Lachs: 28% Foodcost, 25% des Umsatzes → 0,28 × 0,25 = 0,070
- Pasta: 25% Foodcost, 15% des Umsatzes → 0,25 × 0,15 = 0,038
Gewichteter Durchschnitt: 23,6% für diese Gerichte
Saisonschwankungen berücksichtigen
Zutatenpreise schwanken das ganze Jahr über. Spargel im Mai kostet die Hälfte von Spargel im Dezember. Austern sind im Winter günstiger.
- Q1: Wintergemüse günstig, Fisch oft teurer
- Q2: Erste Sommergemüse, Lamm wird teurer
- Q3: Sommergemüse günstig, viel lokales Angebot
- Q4: Feiertage, Premiumprodukte teurer
⚠️ Achtung:
Rechne mit einer Inflationskorrektur von 3-8% auf deine aktuellen Einkaufspreise. Lieferanten erhöhen normalerweise im Januar und manchmal nochmals im Juli.
Szenarien durchrechnen
Erstelle drei Szenarien für deine Foodcost-Prognose:
- Optimistisch: Aktueller Foodcost + 2% Inflation
- Realistisch: Aktueller Foodcost + 5% Inflation
- Pessimistisch: Aktueller Foodcost + 8% Inflation
? Beispiel Szenarioberechnung:
Aktueller gewichteter Foodcost: 30%
- Optimistisch: 30% × 1,02 = 30,6%
- Realistisch: 30% × 1,05 = 31,5%
- Pessimistisch: 30% × 1,08 = 32,4%
Bei €400.000 Umsatz bedeutet dies €4.000 bis €9.600 Unterschied in Zutatenkosten.
Menüänderungen durchrechnen
Wenn du planst, Gerichte hinzuzufügen oder zu entfernen, rechne dies in deine Prognose ein.
- Neue Gerichte: Schätze den Verkaufsanteil konservativ ein
- Wegfallende Gerichte: Wohin gehen diese Gäste?
- Preisanpassungen: Niedrigerer Foodcost durch höhere Verkaufspreise
Ein System wie KitchenNmbrs hilft dabei, diese Berechnungen automatisch durchzuführen, wenn du Rezepte anpasst oder neue hinzufügst.
Wie erstellst du eine Foodcost-Prognose? (Schritt für Schritt)
Sammle deine Rezeptdaten
Erstelle eine Liste aller deiner Gerichte mit genauen Kostpreisen pro Portion. Berücksichtige alles: Hauptzutaten, Beilagen, Saucen, Öl. Berechne den Foodcost-Prozentsatz pro Gericht.
Analysiere deine Verkaufsdaten
Schau dir das Vorjahr an: Wie viel Prozent deines Umsatzes kam von welchem Gericht? Konzentriere dich auf deine Top 10 Gerichte – diese bestimmen 80% deines Foodcost. Berechne den gewichteten Durchschnitt.
Rechne Inflation und Saison ein
Addiere 3-8% Inflation zu deinen aktuellen Einkaufspreisen. Unterscheide pro Quartal, wenn du viele Saisonprodukte verwendest. Frag bei Lieferanten nach, wann sie Preise anpassen.
Erstelle drei Szenarien
Berechne optimistisch (niedrigste Inflation), realistisch (Durchschnitt) und pessimistisch (höchste Inflation). Nutze das realistische Szenario für dein Budget, aber berücksichtige die Spannweite.
✨ Pro tip
Konzentriere dich auf deine Top 10 meistverkauften Gerichte für deine Prognose. Diese bestimmen 80% deines Foodcost, also wenn diese stimmen, stimmt dein Gesamtbudget.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie oft muss ich meine Foodcost-Prognose anpassen?
Was ist, wenn ich keine Verkaufsdaten pro Gericht habe?
Muss ich auch Getränke in meine Foodcost-Prognose einbeziehen?
Wie genau wird meine Prognose?
Was ist, wenn mein tatsächlicher Foodcost höher ausfällt als budgetiert?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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