Deine Rezepte sind Gold wert bei der Wahl neuer Lieferanten. Sie enthalten exakte Mengen und Kostpreise, mit denen du objektiv vergleichen kannst. Ohne diese Daten wählst du blind und verlierst möglicherweise Geld an teureren Zutaten.
Warum Rezepte dein bestes Verhandlungsinstrument sind
Viele Unternehmer wählen Lieferanten nach Gefühl oder weil der Vertreter sympathisch ist. Das kann teuer werden. Deine Rezepte enthalten exakte Daten darüber, was du brauchst und was es derzeit kostet.
💡 Beispiel:
Dein Pasta-Carbonara-Rezept enthält:
- Pancetta: 80g à €24/kg = €1,92
- Parmesan: 40g à €32/kg = €1,28
- Sahne: 100ml à €3,20/Liter = €0,32
- Eier: 2 Stück à €0,25 = €0,50
Gesamte Zutatenkosten: €4,02 pro Portion
Mit diesen Daten kannst du genau berechnen, was dich ein neuer Lieferant kostet. Keine Raterei mehr.
Sammle Angebote basierend auf deinem tatsächlichen Verbrauch
Deine Rezepte zeigen genau, welche Produkte du in welchen Mengen verwendest. Daraus kannst du deinen monatlichen Bedarf berechnen.
💡 Beispielberechnung:
Carbonara-Verkauf: 120 Portionen pro Monat
- Pancetta benötigt: 120 × 80g = 9,6 kg pro Monat
- Parmesan benötigt: 120 × 40g = 4,8 kg pro Monat
- Sahne benötigt: 120 × 100ml = 12 Liter pro Monat
Jetzt kannst du Angebote für diese exakten Mengen anfordern.
Sende diese Liste an potenzielle Lieferanten. Frage Preise pro Produkt und eventuell Staffelrabatte an.
Berechne die Auswirkung auf deine Lebensmittelkosten
Mit deinen aktuellen Rezeptkostpreisen kannst du direkt sehen, was ein Lieferantenwechsel für deine Marge bedeutet.
- Aktueller Kostpreis pro Gericht
- Neuer Kostpreis mit anderem Lieferant
- Differenz × Anzahl Verkäufe pro Monat
- Auswirkung auf Jahresbasis
💡 Auswirkungsberechnung:
Carbonara kostet derzeit €4,02 pro Portion. Neuer Lieferant: €3,78.
- Ersparnis pro Portion: €0,24
- Verkauf pro Monat: 120 Portionen
- Monatliche Ersparnis: €28,80
- Jährliche Ersparnis: €345,60
Nur für ein Gericht bereits €345 Ersparnis pro Jahr!
⚠️ Achtung:
Vergleiche nicht nur den Preis. Überprüfe auch Qualität, Zuverlässigkeit und Lieferfrequenz. Ein günstigerer Lieferant, der oft zu spät kommt, kostet dich am Ende mehr.
Verhandle mit konkreten Zahlen
Deine Rezepte geben dir Verhandlungskraft. Du weißt genau, was du brauchst und kannst Volumen für bessere Preise einsetzen.
- "Ich verwende 50 kg Rindfleisch pro Monat, was ist dein Preis bei dieser Abnahmemenge?"
- "Bei Lieferant X bekomme ich 5% Rabatt ab 30 kg, kannst du das anpassen?"
- "Mein aktueller Kostpreis ist €X pro Gericht, hilf mir, das zu senken"
Lieferanten respektieren Unternehmer, die ihre Zahlen kennen. Du wirkst professioneller als jemand, der fragt "was kostet ein Kilo Hackfleisch?"
Teste neue Lieferanten systematisch
Nutze deine Rezepte, um neue Lieferanten ohne Risiko für deine gesamte Beschaffung zu testen.
💡 Testmethode:
Wähle 2-3 Gerichte, deren Rezepte du genau kennst:
- Bestelle Zutaten beim neuen Lieferant
- Bereite die Gerichte nach deinem Standardrezept zu
- Überprüfe: gleicher Geschmack, gleiche Portionsgröße?
- Berechne neuen Kostpreis
Erst wenn der Test erfolgreich ist, erweiterst du auf mehr Produkte.
Speichere die gesamte Preishistorie
Deine digitalisierten Rezepte bauen eine Preishistorie auf. Das hilft bei zukünftigen Verhandlungen.
- Wann erhöhte welcher Lieferant seine Preise?
- Welche Produkte werden strukturell teurer?
- Bei welchem Lieferant sind die Preise am stabilsten?
Diese Daten helfen dir, bessere Lieferantenbeschaffungsentscheidungen zu treffen. Ein Lieferant, der alle 3 Monate seine Preise erhöht, bringt viel Unruhe in deine Kostpreise.
Wie nutzt du Rezepte bei der Lieferantenwahl? (Schritt für Schritt)
Erstelle eine Einkaufsliste aus deinen Rezepten
Gehe durch deine 10 meistverkauften Gerichte und notiere alle Zutaten mit exakten Mengen. Berechne deinen monatlichen Bedarf pro Produkt, indem du Menge pro Rezept × Verkauf pro Monat multiplizierst.
Fordere Angebote mit dieser konkreten Liste an
Sende deine Einkaufsliste an 3-4 potenzielle Lieferanten. Frage Preise pro Produkt und Informationen über Mindestabnahme, Lieferfrequenz und Zahlungsbedingungen an.
Berechne den neuen Kostpreis pro Gericht
Gib die neuen Preise in deine Rezepte ein und überprüfe die Auswirkung auf deine Lebensmittelkosten. Berechne, wie viel du pro Monat pro Gericht sparst oder zusätzlich zahlst.
Teste mit einer kleinen Bestellung
Bestelle Zutaten für 2-3 Gerichte beim besten Kandidaten. Überprüfe, ob Qualität und Lieferzuverlässigkeit stimmen, bevor du vollständig wechselst.
Aktualisiere deine Rezepte mit neuen Preisen
Sobald du wechselst, aktualisierst du alle Rezepte mit den neuen Einkaufspreisen. So hältst du deine Lebensmittelkostenberechnungen auf dem neuesten Stand.
✨ Pro tip
Aktualisiere deine Rezeptpreise jedes Mal, wenn ein Lieferant seine Tarife erhöht. So siehst du sofort die Auswirkung auf deine Lebensmittelkosten und kannst schnell entscheiden, ob du deine Preise anpassen oder einen anderen Lieferant suchen musst.
Selbst berechnen?
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich alle meine Rezepte mit potenziellen Lieferanten teilen?
Nein, teile nur die Zutatenliste mit Mengen. Deine Rezepte selbst (Zubereitungsweise, Gewürze, Techniken) behältst du für dich. Lieferanten benötigen nur Preisinformationen.
Wie oft sollte ich Lieferantenpreise vergleichen?
Überprüfe deine Hauptlieferanten mindestens 2x pro Jahr, besonders nach Preiserhöhungen. Bei kleineren Lieferanten (Spezialitäten, Saisonprodukte) kannst du häufiger vergleichen.
Was ist, wenn ein neuer Lieferant viel günstiger ist?
Sei vorsichtig bei extrem niedrigen Preisen. Überprüfe die Qualität, frage nach Referenzen und teste zunächst mit einer kleinen Bestellung. Manchmal zahlst du später für schlechte Qualität oder Unzuverlässigkeit.
Kann ich mehrere Lieferanten gleichzeitig nutzen?
Ja, aber halte es übersichtlich. Viele Restaurants haben einen Hauptlieferant (80% des Einkaufs) und 2-3 Spezialisten für bestimmte Produkte. Zu viele Lieferanten machen die Verwaltung komplex.
Wie verhandle ich bessere Preise?
Zeige deine monatliche Abnahmemenge, frage nach Staffelrabatten und vergleiche offen mit anderen Angeboten. Loyalität kannst du belohnen, aber nicht auf Kosten deiner Marge.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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