Für Lebensmittel, die von einem Food Truck verkauft werden, gilt der Mehrwertsteuersatz von 9%, genau wie für Restaurants und Cafés. Dies gilt sowohl für den Verzehr vor Ort als auch für Mitnahme. Für alkoholische Getränke zahlst du jedoch 21% Mehrwertsteuer.
Mehrwertsteuersätze für Food Trucks in den Niederlanden
Als Food Truck Besitzer hast du es mit verschiedenen Mehrwertsteuersätzen zu tun, je nachdem was du verkaufst:
- Lebensmittel und warme Getränke: 9% Mehrwertsteuer
- Alkoholische Getränke: 21% Mehrwertsteuer
- Alkoholfreie Getränke: 9% Mehrwertsteuer
? Beispiel:
Du verkaufst von deinem Food Truck:
- Hamburger: €8,50 inkl. 9% Mehrwertsteuer = €7,80 exkl. Mehrwertsteuer
- Softdrink: €2,50 inkl. 9% Mehrwertsteuer = €2,29 exkl. Mehrwertsteuer
- Bier: €3,50 inkl. 21% Mehrwertsteuer = €2,89 exkl. Mehrwertsteuer
Unterschied zur stationären Gastronomie
Es gibt keinen Unterschied zwischen den Mehrwertsteuersätzen für Food Trucks und reguläre Restaurants. Der Standort (mobil vs. stationär) spielt bei der Mehrwertsteuerberechnung keine Rolle. Entscheidend ist das Produkt, das du verkaufst.
⚠️ Achtung:
Viele Food Truck Besitzer rechnen versehentlich mit dem Preis inklusive Mehrwertsteuer für ihre Kostenkalkulation. Dies verfälscht dein Lebensmittelkostenanteil.
Kostenkalkulation für Food Trucks
Für deine Lebensmittelkostenberechnung verwendest du immer den Verkaufspreis ohne Mehrwertsteuer:
Lebensmittelkosten % = (Zutatenkosten / Verkaufspreis exkl. Mehrwertsteuer) × 100
? Beispielberechnung:
Gegrilltes Hähnchen Wrap für €7,50 inkl. Mehrwertsteuer:
- Verkaufspreis exkl. Mehrwertsteuer: €7,50 / 1,09 = €6,88
- Zutatenkosten: €2,30
- Lebensmittelkosten: (€2,30 / €6,88) × 100 = 33,4%
Dies ist ein gesunder Lebensmittelkostenanteil für einen Food Truck.
Verwaltung und Mehrwertsteuererklärung
Als Food Truck Unternehmer bist du verpflichtet:
- Alle Verkäufe zu erfassen (einschließlich Barverkäufe)
- Die Mehrwertsteuer korrekt zu berechnen und abzuführen
- Quittungen auf Anfrage auszustellen
Ein Kassensystem oder eine App wie KitchenNmbrs hilft dir, deinen Umsatz automatisch zu erfassen und die richtigen Mehrwertsteuerbeträge zu berechnen.
? Praktischer Tipp:
Viele Food Trucks arbeiten viel mit Bargeld. Führe ein tägliches Kassenbuch, in dem du deinen Umsatz pro Produkt notierst. Dies verhindert Probleme bei Mehrwertsteuerprüfungen.
Spezielle Situationen
Festivals und Veranstaltungen: Auch hier gelten die gleichen Mehrwertsteuersätze. Der Standort ändert nichts an deinen Mehrwertsteuerverpflichtungen.
Catering-Aufträge: Bei Catering (z.B. Betriebslunches) gelten auch die Standardsätze von 9% für Lebensmittel und 21% für Alkohol.
Lieferung: Wenn du auch über Plattformen wie Uber Eats lieferst, bleibt der Mehrwertsteuersatz 9% für Lebensmittel.
Verwandte Artikel
Wie berechnest du die richtige Mehrwertsteuer für deinen Food Truck?
Bestimme den Mehrwertsteuersatz pro Produkt
Lebensmittel und alkoholfreie Getränke fallen unter 9% Mehrwertsteuer. Alkoholische Getränke unter 21% Mehrwertsteuer. Erstelle eine Liste aller deiner Produkte mit dem richtigen Satz.
Berechne den Verkaufspreis ohne Mehrwertsteuer
Teile deinen Menüpreis durch 1,09 (bei 9% Mehrwertsteuer) oder durch 1,21 (bei 21% Mehrwertsteuer). Dies benötigst du für Kostenkalkulationen und Verwaltung.
Erfasse deine Verkäufe nach Mehrwertsteuersatz
Registriere täglich, wie viel du in jeder Mehrwertsteuerkategorie verkauft hast. Dies kannst du manuell tun oder mit einer Kassen-App, die automatisch aufteilt.
✨ Pro tip
Stelle dein Kassensystem so ein, dass es automatisch zwischen 9% und 21% Mehrwertsteuer Produkten aufteilt. Dies spart dir viel Zeit bei deiner monatlichen Mehrwertsteuererklärung.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Zahle ich unterschiedliche Mehrwertsteuer, wenn ich an verschiedenen Standorten stehe?
Muss ich Mehrwertsteuer auf Barverkäufe zahlen?
Was ist, wenn ich nur vegetarische Wraps verkaufe?
Kann ich Mehrwertsteuer auf meinen Food Truck Kauf zurückbekommen?
Gelten besondere Regeln für Eis und Desserts?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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