Ein Food Truck hat durchschnittliche Fixkosten von €1.500-€3.000 pro Monat, je nach Standort und Ausrüstung. Viele angehende Unternehmer unterschätzen diese Kosten und rechnen nur mit Zutaten. Dieser Artikel zeigt dir genau, welche Fixkosten du erwarten kannst und wie du diese budgetierst.
Übersicht aller monatlichen Fixkosten
Als Food Truck Unternehmer hast du mit Kosten zu rechnen, die jeden Monat anfallen, unabhängig davon, wie viel du verkaufst. Diese Fixkosten bestimmen deinen Break-Even-Punkt und müssen immer gedeckt werden.
💡 Beispiel: Durchschnittlicher Food Truck
- Versicherung: €180
- Kraftstoff: €400
- Genehmigungen: €150
- Wartung: €200
- Telefon/Internet: €60
- Buchhaltung: €75
Gesamt: €1.065 pro Monat
Versicherungen und Genehmigungen
Dies sind deine gesetzlich vorgeschriebenen Kosten. Ohne diese darfst du nicht operieren.
- Haftpflichtversicherung: €80-150 pro Monat
- Inventarversicherung: €50-100 pro Monat (abhängig vom Wert der Ausrüstung)
- Fahrzeugversicherung: €40-80 pro Monat
- Standplatzgenehmigungen: €50-200 pro Monat (stark standortabhängig)
- Umweltgenehmigung: €20-50 pro Monat (umgelegte Jahreskosten)
⚠️ Achtung:
Genehmigungskosten unterscheiden sich enorm je nach Gemeinde. Amsterdam kann €800/Monat kosten, kleine Dörfer oft unter €100. Erkundige dich vorher bei deiner Gemeinde.
Fahrzeug- und Kraftstoffkosten
Dein Food Truck ist dein Arbeitsplatz und dein Transportmittel. Diese Kosten sind oft höher als erwartet.
- Kraftstoff: €300-600 pro Monat (abhängig von Routen und Generatornutzung)
- Wartung und Reparaturen: €150-300 pro Monat
- HU und Kfz-Steuer: €40-60 pro Monat (umgelegte Jahreskosten)
- Leasing/Ratenzahlung Truck: €400-800 pro Monat (falls nicht bar gekauft)
💡 Beispiel: Kraftstoffkosten
Food Truck, der 5 Tage pro Woche läuft:
- Fahren zu Standorten: 200 km/Woche = €40/Woche
- Generator für Kühlung/Kochen: 8 Stunden/Tag = €25/Tag = €125/Woche
- Gesamt pro Woche: €165
Pro Monat: €660 für Kraftstoff
Verwaltung und Marketing
Auch als mobiler Unternehmer hast du Bürokosten und musst dich selbst bewerben.
- Buchhalter: €50-100 pro Monat
- Telefon/Internet/4G: €40-80 pro Monat
- Kassensystem/Zahlungsterminal: €30-60 pro Monat
- Social Media Werbung: €100-300 pro Monat
- Website/Google My Business: €20-50 pro Monat
Saisonale Kosten
Food Trucks sind stark wetterabhängig. Im Winter sind deine Kosten anders als im Sommer.
💡 Beispiel: Winter vs. Sommer
Winter (Oktober-März):
- Weniger Umsatz durch Wetter
- Höhere Kraftstoffkosten (Heizung)
- Mehr Wartung durch Kälte/Salz
Sommer (April-September):
- Höherer Umsatz durch Festivals
- Mehr Kraftstoff für Kühlung
- Höhere Genehmigungskosten (Events)
Wie du diese Kosten budgetierst
Unterscheide zwischen absoluten Fixkosten (die du immer hast) und variablen Fixkosten (die sich mit deiner Aktivität verändern).
- Absolute Fixkosten: Versicherungen, Genehmigungen, Buchhalter
- Variable Fixkosten: Kraftstoff, Wartung, Marketing
⚠️ Achtung:
Budget immer für den höchsten Monat. Wenn du im Winter €2.000 brauchst und im Sommer €1.500, budget dann €2.000. So vermeidest du Cashflow-Probleme.
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du deine Fixkosten pro Tag umrechnen, damit du weißt, wie viel Umsatz du mindestens brauchst, um Break-Even zu fahren. Dies hilft bei der Wahl von Standorten und der Bestimmung deiner Preise.
Wie berechnest du deine gesamten Fixkosten? (Schritt für Schritt)
Erstelle eine Liste aller wiederkehrenden Kosten
Schreibe alle Kosten auf, die du jeden Monat hast, unabhängig von deinem Umsatz. Denke an Versicherungen, Genehmigungen, Kraftstoff, Wartung, Telefon, Buchhalter. Vergiss keine kleinen Beträge - die summieren sich.
Rechne Jahreskosten in Monatskosten um
Einige Kosten zahlst du pro Jahr (HU, Kfz-Steuer, manche Genehmigungen). Teile diese durch 12, um deine monatlichen Kosten zu erhalten. So bekommst du ein realistisches Monatsbudget.
Addiere alles und füge 10% Puffer hinzu
Summiere alle Monatskosten auf. Addiere 10% dazu für unerwartete Kosten (Reparaturen, Preiserhöhungen). Dies ist dein minimales Monatsbudget, das du jeden Monat verdienen musst, um Break-Even zu fahren.
✨ Pro tip
Rechne deine Fixkosten in einen Tagessatz um. Bei €2.000 Fixkosten und 20 Arbeitstagen bedeutet dies €100 pro Tag, den du mindestens verdienen musst, bevor du überhaupt Gewinn machst.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Was sind die günstigsten Fixkosten für einen anfänglichen Food Truck?
Die absoluten Mindestfixkosten liegen bei etwa €1.200 pro Monat. Dies gilt für einen eigenen Truck (kein Leasing), Basisversicherungen, günstige Genehmigungen und minimales Marketing. Rechne realistisch damit - zu niedriges Budget führt zu Problemen.
Wie viel Umsatz brauche ich, um meine Fixkosten zu decken?
Bei €2.000 Fixkosten und 30% Gewinnmarge brauchst du €6.667 Umsatz pro Monat für Break-Even. Das bedeutet etwa €330 pro Arbeitstag bei 20 Arbeitstagen. Rechne dies für deine Situation aus, um realistische Ziele zu setzen.
Kann ich Fixkosten senken, indem ich weniger fahre?
Teilweise ja, teilweise nein. Versicherungen und Genehmigungen bleiben gleich. Kraftstoff und Wartung kannst du senken, indem du weniger fährst, aber dann verdienst du auch weniger. Konzentriere dich auf effiziente Routen und profitable Standorte.
Muss ich MwSt. auf meine Fixkosten zahlen?
Du zahlst MwSt. an Lieferanten, kannst diese aber zurückfordern, wenn du MwSt.-pflichtig bist. Versicherungen sind MwSt.-frei. Kraftstoff hat 19% MwSt. Halte dies für deine MwSt.-Erklärung fest oder lass deinen Buchhalter dies regeln.
Was passiert, wenn ich einen Monat meine Fixkosten nicht bezahlen kann?
Dies kann schnell eskalieren. Versicherungen können gekündigt werden, Genehmigungen entzogen. Plane daher immer einen Puffer von 2-3 Monaten Fixkosten ein. In schwierigen Zeiten kannst du manchmal Zahlungsvereinbarungen mit Lieferanten treffen.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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