Nachhaltiges Catering klingt edel, aber was verdienst du damit? Zero-Waste-Aufträge erfordern andere Kostenkalkulation, da du zusätzliche Zeit, spezielle Zutaten und kreative Restverwertung berücksichtigen musst. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die Marge bei einem nachhaltigen Catering-Auftrag berechnest, ohne dich selbst zu benachteiligen.
Was macht nachhaltiges Catering teurer?
Nachhaltiges Catering hat höhere Kosten als reguläres Catering. Nicht nur wegen Bio-Zutaten, sondern vor allem wegen der zusätzlichen Zeit und Kreativität, die Zero-Waste erfordert.
⚠️ Achtung:
Rechne alle zusätzlichen Kosten ein, sonst frisst Nachhaltigkeit deinen Gewinn auf. Viele Caterer vergessen die zusätzlichen Arbeitsstunden für die Restverwertung.
Zusätzliche Kostenpunkte bei nachhaltigem Catering:
- Bio-/Lokalzutaten (10-30% teurer)
- Zusätzliche Arbeitszeit für Restverwertung
- Spezielle Verpackung (kompostierbar/wiederverwendbar)
- Transport von Restströmen
- Zertifizierung und Dokumentation
Berechne deine Gesamtkostpreis pro Person
Bei nachhaltigem Catering rechnest du nicht nur Zutaten, sondern auch alle zusätzlichen Handgriffe, die Zero-Waste erfordert.
💡 Beispielrechnung 50 Personen:
Geschäftslunch mit Zero-Waste-Anspruch:
- Bio-Zutaten: €12,50 pro Person
- Zusätzliche Arbeitszeit Restverwertung: €3,00 pro Person
- Kompostierbare Verpackung: €1,50 pro Person
- Transport + Aufbau: €2,00 pro Person
Gesamtkostpreis: €19,00 pro Person
Übliche Kostenquoten nachhaltiges Catering:
- Reguläres Catering: 55-65% des Umsatzes
- Nachhaltiges Catering: 65-75% des Umsatzes
- Zero-Waste-Catering: 70-80% des Umsatzes
Bestimme deinen Mindestverkaufspreis
Mit einem Kostpreis von €19,00 pro Person und einer gewünschten Marge von 25% berechnest du deinen Mindestverkaufspreis.
Formel Mindestverkaufspreis:
Verkaufspreis = Kostpreis / (1 - Gewünschte Marge)
💡 Rechenbeispiel:
Kostpreis €19,00 pro Person, gewünschte Marge 25%:
- Berechnung: €19,00 / (1 - 0,25) = €19,00 / 0,75
- Mindestverkaufspreis: €25,33 pro Person
- Kontrolle: €25,33 - €19,00 = €6,33 Gewinn (25%)
Für 50 Personen: €1.266,50 exkl. MwSt.
Rechne mit realistischen Margen
Nachhaltiges Catering rechtfertigt höhere Preise, aber deine Marge wird oft durch die zusätzliche Komplexität geringer.
⚠️ Achtung:
Viele Kunden wollen nachhaltig, aber nicht mehr bezahlen. Erkläre von Anfang an, warum der Preis höher ist als bei regulärem Catering.
Realistische Margen pro Auftragstyp:
- Geschäftskunde mit nachhaltigem Profil: 20-30% Marge erreichbar
- Privatkunde, bewusste Wahl: 15-25% Marge
- Preissensitiver Kunde: 10-20% Marge
- Gemeinnützige Organisation/Gemeinde: oft 5-15% Marge
Kommuniziere den Mehrwert
Ein höherer Preis für nachhaltiges Catering muss erklärbar sein. Kunden zahlen für Impact, nicht nur für Essen.
💡 Mehrwert-Argumente:
- 0% Lebensmittelverschwendung durch intelligente Restverwertung
- Lokale Zutaten innerhalb von 50 km Radius
- 100% kompostierbare Verpackung
- CO2-neutrale Lieferung
- Transparente Herkunft aller Zutaten
Überwache deine Marge mit einem System
Nachhaltiges Catering hat viele variable Kosten. Ohne System verlierst du schnell den Überblick über deine tatsächliche Marge.
Eine App wie KitchenNmbrs hilft dir, alle Kosten pro Auftrag zu verfolgen, einschließlich der zusätzlichen Zeit für Restverwertung und spezielle Verpackungen. So weißt du nach jedem Auftrag, ob dein Nachhaltigkeitsanspruch auch finanziell nachhaltig war.
Wie berechnest du die Marge bei nachhaltigem Catering?
Inventarisiere alle zusätzlichen Kosten
Addiere: Bio-Zutaten, zusätzliche Arbeitszeit für Restverwertung, nachhaltige Verpackung und eventuell Zertifizierungskosten. Vergiss nicht die Zeit, um das Konzept dem Kunden zu erklären.
Berechne Kostpreis pro Person
Teile alle Kosten (Zutaten + Arbeit + Verpackung + Transport) durch die Anzahl der Gäste. Rechne mit einer Sicherheitsmarge von 5-10% für unvorhergesehene Kosten.
Bestimme realistischen Verkaufspreis
Nutze die Formel: Kostpreis / (1 - Gewünschte Marge). Bei nachhaltigem Catering ist eine Marge von 20-25% realistisch, abhängig von deinem Kundentyp und seinem Nachhaltigkeitsbudget.
✨ Pro tip
Rechne 20% zusätzliche Zeit für nachhaltiges Catering durch Restverwertung und Erklärung gegenüber Gästen ein. Diese Zeit kostet Geld, also rechne sie in dein Stundenhonorar ein.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
War dieser Artikel hilfreich?
Häufig gestellte Fragen
Warum ist nachhaltiges Catering teurer als reguläres Catering?
Bio-Zutaten kosten 10-30% mehr, plus du brauchst zusätzliche Arbeitszeit für Restverwertung und spezielle Verpackung. Auch Dokumentation und Zertifizierung kosten Zeit und Geld.
Welche Marge kann ich bei Zero-Waste-Catering rechnen?
Realistische Margen liegen zwischen 15-25%, abhängig von deinem Kunden. Geschäftskunden mit nachhaltigem Profil zahlen oft mehr als Privatkunden. Rechne nicht mit denselben Margen wie bei regulärem Catering.
Wie erkläre ich einen höheren Preis den Kunden?
Konzentriere dich auf konkrete Impact: 0% Verschwendung, lokale Zutaten, CO2-neutrale Lieferung. Zeige, was sie für den Mehrpreis bekommen und warum dies gesellschaftlich relevant ist.
Muss ich MwSt. auf nachhaltiges Catering rechnen?
Ja, Catering unterliegt 19% MwSt., auch wenn es nachhaltig ist. Die MwSt.-Regeln ändern sich nicht durch Bio-Zutaten oder Zero-Waste-Verpackung.
Wie überwache ich, ob nachhaltiges Catering rentabel ist?
Registriere alle Kosten pro Auftrag: Zutaten, zusätzliche Arbeitszeit, Verpackung und Transport. Vergleiche deine tatsächliche Marge mit deiner angestrebten Marge und passe deine Preise bei Bedarf an.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
Kalkulieren Sie Events und Catering auf den Cent genau
Gruppenarrangements, Buffets und Events sind komplex. KitchenNmbrs berechnet die gesamten Food Costs pro Person, pro Gang, pro Event. Kostenlos starten.
Kostenlose Testversion starten →