Catering mit einer mobilen Küche hat andere Kostenpositionen als ein festes Restaurant. Du musst Transport, Aufbau, zusätzliches Personal und oft höhere Einkaufskosten durch kleinere Mengen berücksichtigen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du eine realistische Marge berechnest, die all diese Kosten deckt.
Die Grundlage: alle Kostenpositionen erfassen
Bei Catering mit einer mobilen Küche hast du mit Kosten zu tun, die es in einem festen Restaurant nicht gibt. Es ist entscheidend, diese alle in deine Berechnung einzubeziehen, sonst verdienst du weniger als du denkst.
- Ingredienzenkosten: oft 10-15% höher durch kleinere Einkaufsmengen
- Personal vor Ort: inklusive Fahrtzeit und Aufbau
- Transport: Kraftstoff, Fahrzeugverschleiß, Mautgebühren
- Mobile Küche: Miete oder Abschreibung, Wartung
- Genehmigungen: Veranstaltungsgenehmigung, temporäre Gastronomie
- Versicherung: zusätzliche Deckung für mobile Aktivitäten
💡 Beispiel: BBQ-Catering für 50 Personen
Event: Betriebsfest, 3 Stunden, 50 km von deinem Standort
- Ingredienzen: €12 pro Person = €600
- Personal: 2 Personen × 6 Stunden × €25 = €300
- Transport: 100 km × €0,35 = €35
- Mobile Küche: €150 Halbtag
- Genehmigung + Versicherung: €50
Gesamtkosten: €1.135
Berechne deinen Mindestverkaufspreis
Für eine gesunde Marge bei Catering rechnen viele Unternehmer mit 65-70% Gesamtkosten. Das bedeutet 30-35% Marge, was Platz für unvorhergesehene Kosten und Gewinn gibt.
Formel: Mindestverkaufspreis = Gesamtkosten / (1 - gewünschte Marge %)
💡 Rechenbeispiel:
Gesamtkosten: €1.135 (aus vorherigem Beispiel)
Gewünschte Marge: 30%
Mindestverkaufspreis: €1.135 / 0,70 = €1.621
Pro Person: €1.621 / 50 = €32,42 ohne MwSt.
⚠️ Achtung:
Vergiss nicht, 19% MwSt. zum Endpreis für den Kunden hinzuzurechnen. €32,42 × 1,19 = €38,58 pro Person inkl. MwSt.
Zusätzliche Kostenpositionen, die oft vergessen werden
Diese Posten können deine Marge erheblich drücken, wenn du sie nicht berücksichtigst:
- Vorbereitungszeit: Mise-en-place zu Hause kostet auch Arbeit
- Reinigung danach: mobile Küche und Material reinigen
- Ersatzmaterial: zusätzliches Gas, Backup-Geräte
- Abfallentsorgung: nicht überall kannst du Abfall hinterlassen
- Parkgebühren: in Stadtzentren kann das anwachsen
Saison und Spitzenzeiten
Catering hat deutliche Spitzen (Sommer, Feiertage, Wochenenden). In Stoßzeiten kannst du höhere Preise verlangen. In ruhigen Zeiten akzeptierst du manchmal eine niedrigere Marge, um dein Team beschäftigt zu halten.
💡 Saisonstrategie:
- Mai-September: 35-40% Marge (Hochsaison)
- Oktober-April: 25-30% Marge (ruhige Saison)
- Feiertage: bis zu 45% Marge möglich
Digitale Unterstützung für Margenberechnung
Mit einer App wie KitchenNmbrs kannst du alle deine Cateringkosten pro Event festhalten und automatisch deinen Mindestverkaufspreis berechnen. Du erstellst separate 'Rezepte' für verschiedene Event-Typen (BBQ 50 Personen, Walking Dinner 100 Personen) und alle Kostenpositionen werden berücksichtigt.
Dies verhindert, dass du Kosten vergisst und gibt dir schnell Einblick, welche Events am meisten einbringen.
Wie berechnest du die Marge bei einem Catering-Event? (Schritt für Schritt)
Alle Kostenpositionen addieren
Erstelle eine Liste von Ingredienzen, Personal, Transport, mobiler Küche, Genehmigungen und Versicherung. Addiere alles für die Gesamtkosten des Events.
Gewünschte Marge bestimmen
Wähle eine realistische Marge zwischen 25-35% je nach Saison und Wettbewerb. Für Catering ist 30% eine übliche Marge, die Platz für unvorhergesehene Kosten gibt.
Mindestverkaufspreis berechnen
Teile deine Gesamtkosten durch (1 - Marge %). Bei €1.000 Kosten und 30% Marge: €1.000 / 0,70 = €1.429. Addiere 19% MwSt. für den Endpreis.
✨ Pro tip
Erstelle Standardkalkulationen für deine beliebtesten Event-Typen (25, 50, 100 Personen). Dann musst du nicht jedes Mal alle Kosten neu berechnen und kannst schnell Angebote machen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Marge ist realistisch für mobiles Catering?
Eine Marge von 25-35% ist üblich, je nach Saison und Event-Typ. In der Hochsaison (Mai-September) kannst du 35-40% ansetzen, in ruhigen Zeiten akzeptierst du manchmal 25%.
Muss ich die Fahrtzeit meines Personals durchberechnen?
Ja, unbedingt. Rechne nicht nur die Zeit vor Ort, sondern auch die Fahrtzeit hin und zurück. Plus eventuell Übernachtungskosten, wenn das Event weit entfernt ist.
Wie rechne ich den Verschleiß meiner mobilen Küche durch?
Berechne einen Tagespreis basierend auf Anschaffungskosten und erwarteter Lebensdauer. Eine mobile Küche von €30.000, die 5 Jahre hält, kostet €16,44 pro Tag (€30.000 / 1.825 Tage).
Was, wenn der Kunde meinen Preis zu hoch findet?
Erkläre, welche Kosten bei mobilem Catering anfallen. Oft denken Kunden nur an Ingredienzen, nicht an Transport, Aufbau und zusätzliches Personal. Transparenz hilft.
Kann ich für verschiedene Jahreszeiten unterschiedliche Preise verlangen?
Ja, das ist in der Cateringbranche normal. Kommuniziere dies aber deutlich: 'Sommertarif April-Oktober' und 'Wintertarif November-März' zum Beispiel.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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