📝 Saison und Einkauf · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie verhindere ich, dass Plattformen und Rabattaktionen meine Speisekarte finanziell ruinieren?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Plattformen wie Lieferando und Uber Eats nehmen 15-30% Provision von deinem Bestellwert. Hinzu kommen Rabattaktionen, die nochmal 10-20% deiner Marge aufzehren. Das Ergebnis: du machst Umsatz, verdienst aber nichts. In diesem Artikel lernst du, wie du Plattformgebühren und Rabatte in deine Preise einkalkulierst, ohne deine Speisekarte zu teuer zu machen.

Warum Plattformen deine Marge untergraben

Das Problem liegt nicht nur in der Provision. Es ist die Kombination aus Plattformgebühren, Rabattaktionen und Verpackungskosten, die deine Lebensmittelkosten unhaltbar macht.

💡 Beispiel:

Du verkaufst eine Pasta für €18,50 über Lieferando:

  • Bestellwert: €18,50
  • Plattformgebühr (25%): €4,63
  • Rabatt (15%): €2,78
  • Verpackungskosten: €0,85

Netto-Einnahme: €10,24

Von diesen €10,24 müssen noch deine Zutaten (€5,50), Personal und Overhead abgehen. Es bleibt nichts übrig.

Die versteckten Kosten von Rabattaktionen

Viele Unternehmer denken, dass Rabatte nur von ihrem Gewinn abgehen. Aber es ist schlimmer: du verlierst auch bei deinen Fixkosten.

  • Personal: Gleiche Lohnkosten, weniger Einnahmen pro Bestellung
  • Miete: Bleibt gleich, aber du verdienst weniger pro m²
  • Energie: Gleiche Kosten für die Zubereitung, niedrigere Einnahmen

⚠️ Achtung:

Ein Rabatt von 20% bedeutet nicht, dass du 20% weniger Gewinn machst. Du machst oft gar keinen Gewinn mehr, weil deine Fixkosten nicht mitwachsen.

Berechne deine tatsächlichen Kosten pro Plattform

Für jede Plattform musst du die Gesamtkosten berechnen, nicht nur die Provision.

Formel tatsächliche Kosten:

Gesamtkosten % = Plattformgebühr % + Durchschnittlicher Rabatt % + (Verpackungskosten / Bestellwert × 100)

💡 Beispiel Uber Eats:

Durchschnittliche Bestellung €22,00:

  • Plattformgebühr: 28%
  • Durchschnittlicher Rabatt: 12%
  • Verpackungskosten: €1,20 (= 5,5%)

Gesamtkosten: 45,5%

Von jeder €22 Bestellung bleiben also €12,00 übrig. Davon müssen deine Zutaten, Personal und Overhead noch abgehen.

Passe deine Speisekarte pro Plattform an

Die Lösung ist nicht, mit Plattformen aufzuhören, sondern intelligenter zu preisen. Viele Restaurants handhaben unterschiedliche Preise pro Kanal.

  • Im Restaurant: Normale Preise
  • Eigene Lieferung: +10-15% (Lieferkosten)
  • Plattformen: +20-30% (Plattformgebühren + Rabatte)

Das ist normal und erlaubt. Gäste verstehen, dass Lieferung extra kostet.

Strategien zur Kontrolle von Plattformkosten

1. Selektive Rabatte

Nicht alle Gerichte müssen in jeder Aktion dabei sein. Schließe Gerichte mit niedriger Marge von Rabatten aus.

2. Mindestbestellwert erhöhen

Höhere Mindestbestellwerte verteilen die Verpackungskosten auf mehr Umsatz.

💡 Beispiel:

Verpackungskosten €1,50 pro Bestellung:

  • Bei €15 Minimum: 10% zusätzliche Kosten
  • Bei €25 Minimum: 6% zusätzliche Kosten

Das spart 4 Prozentpunkte Marge.

3. Eigenen Lieferdienst aufbauen

Für Restaurants mit vielen Lieferbestellungen kann ein eigener Lieferdienst günstiger sein als 25-30% Plattformgebühr.

Kontrolliere deine Margen pro Plattform

Halte pro Plattform fest, was du wirklich nach allen Kosten übrig behältst.

Formel Netto-Marge pro Plattform:

Netto-Marge = ((Bestellwert - Plattformgebühren - Rabatte - Verpackung - Lebensmittelkosten) / Bestellwert) × 100

⚠️ Achtung:

Wenn deine Netto-Marge unter 15% sinkt, verdienst du zu wenig, um deine Fixkosten (Miete, Personal, Abschreibungen) zu decken.

Ein System wie KitchenNmbrs hilft dir, pro Gericht und pro Plattform deine tatsächliche Marge zu berechnen, damit du weißt, welche Kombinationen rentabel sind.

Wie berechnest du die Auswirkung von Plattformen auf deine Marge?

1

Sammle alle Kosten pro Plattform

Notiere die Plattformgebühr, durchschnittliche Rabatte, die du gibst, und Verpackungskosten pro Bestellung. Addiere diese für die gesamte 'Plattformsteuer' pro Bestellung.

2

Berechne deine Netto-Einnahme pro Gericht

Ziehe von deinem Speisekartpreis alle Plattformkosten ab. Das ist, was du wirklich pro verkauftem Gericht über diese Plattform erhältst.

3

Vergleiche mit deinen Gesamtkosten

Addiere Lebensmittelkosten, einen Teil deiner Personalkosten und Overhead. Wenn dies höher ist als deine Netto-Einnahme, verlierst du Geld bei jeder Bestellung.

4

Passe Preise an oder beende verlustbringende Plattformen

Erhöhe deine Preise auf Plattformen, bis du mindestens 15% Netto-Marge behältst, oder beende Plattformen, wo das nicht möglich ist.

✨ Pro tip

Überprüfe jeden Monat deine drei meistverkauften Gerichte pro Plattform. Wenn diese rentabel sind, kompensiert das oft die verlustbringenden Gerichte.

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Häufig gestellte Fragen

Darf ich unterschiedliche Preise pro Plattform handhaben?

Ja, das ist erlaubt und normal. Viele Restaurants berechnen 20-30% mehr über Lieferplattformen, um die zusätzlichen Kosten zu decken.

Was ist eine realistische Marge nach allen Plattformkosten?

Strebe mindestens 15% Netto-Marge nach Plattformgebühren, Rabatten und Verpackungskosten an. Darunter deckst du deine Fixkosten nicht.

Wie oft sollte ich meine Plattformpreise anpassen?

Überprüfe monatlich dein durchschnittliches Rabattpercentage und Plattformgebühren. Passe an, wenn du unter 15% Netto-Marge fällst.

Welche Gerichte sollte ich von Rabattaktionen ausschließen?

Schließe Gerichte aus mit Lebensmittelkosten über 30% oder Gerichte mit niedriger absoluter Gewinnbeitrag (unter €3-4 pro Portion).

Wann lohnt sich ein eigener Lieferdienst?

Bei mehr als 50 Lieferbestellungen pro Woche kann ein eigener Lieferdienst günstiger sein als 25-30% Plattformgebühr, je nach deinem Liefergebiet.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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