Eine Außengenehmigung ist erforderlich für jeden Gastronomiebetrieb, der draußen servieren möchte. Die Kosten variieren stark je nach Gemeinde, von €100 bis €2.000 pro Jahr. In diesem Artikel erfährst du, was eine Außengenehmigung beinhaltet und welche Kosten du erwarten kannst.
Was ist eine Außengenehmigung?
Eine Außengenehmigung (offiziell: Außenbereichsgenehmigung) gibt dir das Recht, Tische und Stühle auf öffentlichem Grund zu platzieren. Dies kann auf dem Gehweg vor deinem Lokal, auf einem Platz oder in einem Park sein.
Die Genehmigung regelt:
- Wie viele Quadratmeter du nutzen darfst
- Zu welchen Zeiten du den Außenbereich öffnen darfst
- Welche Möbel du aufstellen darfst
- Welche Bedingungen du einhalten musst (Lärm, Sauberkeit)
Kosten pro Gemeinde
Die Kosten für eine Außengenehmigung unterscheiden sich erheblich je nach Gemeinde. Große Städte berechnen mehr als kleine Gemeinden.
💡 Beispielkosten 2024:
- Amsterdam: €15-25 pro m² pro Jahr
- Rotterdam: €12-20 pro m² pro Jahr
- Utrecht: €10-18 pro m² pro Jahr
- Kleine Gemeinde: €3-8 pro m² pro Jahr
Für einen Außenbereich von 20m² zahlst du also zwischen €60 und €500 pro Jahr.
Was bestimmt den Preis?
Gemeinden berücksichtigen verschiedene Faktoren bei der Preisbestimmung:
- Lage: Innenstadt ist teurer als Außenbezirke
- Größe: Preis pro Quadratmeter
- Saison: Ganzjährig oder nur Sommermonate
- Art des Außenbereichs: Befestigt oder auf Gras
⚠️ Achtung:
Einige Gemeinden berechnen auch noch Verwaltungsgebühren (€50-150) und eine Kaution (€200-500), die du zurückbekommst, wenn du den Außenbereich ordnungsgemäß hinterlässt.
Ganzjährig oder Saisonbetrieb?
Die meisten Gemeinden bieten zwei Optionen an:
- Saisonbetrieb: März bis Oktober, oft 60-70% des Jahrestarifs
- Ganzjähriger Betrieb: Das ganze Jahr, aber mit Winteranforderungen (Heizung, Überdachung)
💡 Rechenbeispiel Saison vs. ganzjährig:
Außenbereich 15m² in einer mittelgroßen Stadt:
- Saisonbetrieb (8 Monate): €180
- Ganzjähriger Betrieb: €270
- Unterschied: €90 für 4 zusätzliche Monate
Wenn du im Winter durchschnittlich 5 Tische pro Tag besetzt hast, verdienst du diese €90 in einer Woche wieder ein.
Zusätzliche Kosten
Neben der Genehmigung selbst entstehen oft weitere Kosten:
- Antragsgebühren: €50-150 einmalig
- Kaution: €200-500 (wird zurückgegeben)
- Versicherung: Haftung für Schäden an öffentlichem Grund
- Möbel: Tische, Stühle, Sonnenschirme, Heizung
Wie beantragst du eine Außengenehmigung?
Der Prozess unterscheidet sich je nach Gemeinde, aber die Schritte sind normalerweise:
- Antrag einreichen (oft online)
- Zeichnung/Grundriss des gewünschten Außenbereichs
- Nachbarn erhalten Mitspracherecht (2-4 Wochen)
- Gemeinde entscheidet (4-8 Wochen)
- Bei Genehmigung: Bezahlen und starten
⚠️ Achtung:
Starten Sie den Antrag mindestens 3 Monate vor dem geplanten Beginn. Einsprüche von Nachbarn können den Prozess verzögern.
Verdienst du die Kosten wieder ein?
Ein Außenbereich kann deinen Umsatz erheblich steigern, besonders im Sommer. Viele Restaurants sehen ihren Umsatz um 20-40% steigen, sobald der Außenbereich öffnet.
💡 Amortisationszeit berechnen:
Genehmigung kostet €400 pro Jahr. Außenbereich hat 8 Tische.
- Durchschnittlich 3 zusätzliche Tische pro Tag besetzt
- Durchschnittliche Rechnung: €25
- Gewinnmarge: 15%
Pro Tag: 3 × €25 × 0,15 = €11,25 Gewinn
Amortisationszeit: €400 ÷ €11,25 = 36 Tage
Tipps zum Sparen von Kosten
- Klein anfangen: Beantrage zunächst weniger m², eine Erweiterung ist später möglich
- Saisonbetrieb: Wenn du dir beim Winter unsicher bist, beginne mit der Saison
- Mit Nachbarn teilen: Einige Gemeinden erlauben gemeinsame Außenbereiche
- Überprüfe Zuschüsse: Einige Gemeinden geben Rabatte für neue Unternehmer
Wie beantragst du eine Außengenehmigung? (Schritt für Schritt)
Überprüfe die Möglichkeiten bei deiner Gemeinde
Gehe auf die Website deiner Gemeinde und suche nach 'Außengenehmigung' oder 'Außenbereichsgenehmigung'. Überprüfe die Tarife, Bedingungen und welche Dokumente du benötigst.
Erstelle einen Grundriss deines gewünschten Außenbereichs
Zeichne genau auf, wo du Tische und Stühle platzieren möchtest, einschließlich Abmessungen. Die meisten Gemeinden möchten eine maßstabsgetreue Zeichnung des Außenbereichs und der Umgebung sehen.
Reiche den Antrag mit allen Dokumenten ein
Fülle das Antragsformular aus und füge den Grundriss, einen Handelsregisterauszug und alle anderen angeforderten Dokumente bei. Zahle die Antragsgebühren direkt mit.
Warte auf die Bearbeitungszeit
Die Gemeinde bearbeitet deinen Antrag innerhalb von 4-8 Wochen. Nachbarn haben die Möglichkeit, Einspruch zu erheben. Bei Genehmigung erhältst du die Genehmigung und Rechnung.
Zahle und starten Sie deinen Außenbereich
Zahle die Genehmigungsgebühren und eventuell anfallende Kaution. Du kannst nun deinen Außenbereich gemäß den Bedingungen der Genehmigung einrichten. Bewahre die Genehmigung gut auf für mögliche Kontrollen.
✨ Pro tip
Frage die Gemeinde nach einem 'Testterras' für das erste Jahr. Viele Gemeinden geben 50% Rabatt an neue Unternehmer, um zu sehen, ob der Außenbereich erfolgreich ist.
Selbst berechnen?
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Häufig gestellte Fragen
Kann ich einen Außenbereich ohne Genehmigung starten?
Nein, das ist illegal. Du riskierst eine Geldbuße von €500-2.500 und die Gemeinde kann deinen Außenbereich sofort entfernen lassen. Beantrage immer zuerst eine Genehmigung.
Was ist, wenn meine Nachbarn gegen meinen Außenbereich Einspruch erheben?
Nachbarn haben immer Mitspracherecht bei Außenbereichsanträgen. Die Gemeinde wägt ihre Einwände gegen deine Interessen ab. Versuche, vorher mit Nachbarn zu sprechen, um Probleme zu vermeiden.
Kann ich meinen Außenbereich erweitern, wenn es gut läuft?
Ja, aber dafür benötigst du eine neue oder geänderte Genehmigung. Du kannst nicht einfach zusätzliche Tische aufstellen, ohne die Genehmigung der Gemeinde zu erhalten.
Muss ich MwSt. auf die Außengenehmigung zahlen?
Nein, kommunale Genehmigungen sind von der MwSt. befreit. Du zahlst nur den Betrag, den die Gemeinde verlangt, ohne MwSt.-Aufschlag.
Was passiert, wenn ich die Genehmigung nicht erneuere?
Dann erlischt dein Recht auf den Außenbereich und du musst alle Möbel entfernen. Die Gemeinde kann dies auch selbst tun und die Kosten auf dich umlegen.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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