Externe Paketlabels für Kühlversand kosten Geld und beeinflussen deine Gewinnmarge. Viele Gastronomiebetreiber vergessen, diese Kosten in ihren Kostpreis einzubeziehen, wodurch sie unbewusst Geld verlieren. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du Labelkosten korrekt in deinen Gerichtskostpreis einarbeitest.
Was sind externe Paketlabel-Kosten?
Externe Paketlabels sind spezielle Aufkleber oder Etiketten, die du für Kühlversand verwenden musst. Sie enthalten oft Temperaturindikatoren, Verfallsdaten und Tracking-Codes. Diese Labels kosten zwischen €0,15 und €0,45 pro Stück, je nach Typ und deinem Bestellvolumen.
? Beispiel:
Du verwendest Temperaturlabels eines externen Lieferanten für deine frischen Mahlzeiten:
- Kosten pro Label: €0,25
- Lieferungen pro Monat: 800 Stück
- Monatliche Kosten: €200
Pro Lieferbestellung: €0,25 zusätzliche Kosten
Warum diese Kosten oft vergessen werden
Viele Betreiber sehen Paketlabels als 'kleine Kosten' und vergessen, sie in ihre Kostprisberechnung einzubeziehen. Das ist ein Fehler. Bei 800 Lieferungen pro Monat kostet dich das €2.400 pro Jahr. Wenn du diese Kosten nicht weitergibst, gehen sie direkt von deinem Gewinn ab.
⚠️ Achtung:
Berechne Labelkosten pro Bestellung, nicht pro Gericht. Wenn jemand 3 Gerichte bestellt, verwendest du nur 1 Label für die gesamte Bestellung.
Wie berechnest du die Auswirkung auf deine Marge?
Die Formel ist einfach: Du teilst die Labelkosten durch den durchschnittlichen Bestellwert ohne MwSt. Dies gibt dir den Prozentsatz, den diese Kosten von deiner Marge abziehen.
Formel:
Auswirkung % = (Labelkosten pro Bestellung / Durchschnittlicher Bestellwert ohne MwSt) × 100
? Beispielberechnung:
Situation: Durchschnittliche Bestellung €32,00 inkl. 9% MwSt, Labelkosten €0,30
- Bestellwert ohne MwSt: €32,00 / 1,09 = €29,36
- Auswirkung: (€0,30 / €29,36) × 100 = 1,02%
Diese Labels kosten dich über 1% deiner Marge pro Bestellung
Drei Möglichkeiten, Labelkosten zu verarbeiten
Du kannst Labelkosten auf verschiedene Weise in deine Preise einkalkulieren:
- Option 1: Feste Gebühr pro Bestellung (€0,50 'Verpackungskosten')
- Option 2: Prozentuale Aufschlag auf alle Liefergerichte (1-2%)
- Option 3: Mindestbestellwert erhöhen, um Kosten zu decken
Welche Option funktioniert am besten?
Für kleine Gastronomiebetriebe funktioniert Option 1 (feste Gebühr) oft am besten. Es ist transparent für den Kunden und deckt deine Kosten vollständig. Viele Lieferrestaurants berechnen €0,50 bis €1,50 'Verpackungskosten', unter denen auch Labelkosten fallen.
? Praktisches Beispiel:
Restaurant mit €0,35 Labelkosten pro Bestellung:
- Berechnet €0,75 Verpackungskosten
- Deckt Labelkosten + normale Verpackung
- Marge: €0,40 pro Bestellung zusätzlich
Bei 600 Bestellungen/Monat = €240 zusätzliche Marge
Registrierung in deinem Kostpreis-System
Behandle Labelkosten als 'indirekte Verpackungskosten' in deiner Verwaltung. In einer App wie KitchenNmbrs kannst du dies als Standard-Kostenposition erfassen, die automatisch in deine Margeberechnungen einbezogen wird.
Das Wichtigste ist, dass du diese Kosten nicht vergisst und sie strukturell weitergibst. Sonst verdampft dein Gewinn, ohne dass du es merkst.
Verwandte Artikel
Wie berechnest du Labelkosten in deinen Kostpreis? (Schritt für Schritt)
Berechne deine tatsächlichen Labelkosten pro Bestellung
Addiere, was du pro Label zahlst, einschließlich eventueller Setup- oder Versandkosten deines Lieferanten. Teile dies durch die Anzahl der Labels, die du tatsächlich pro Monat verwendest.
Bestimme deinen durchschnittlichen Bestellwert ohne MwSt
Nimm deinen gesamten Lieferumsatz des letzten Monats und teile durch die Anzahl der Bestellungen. Rechne dies ohne MwSt um, indem du durch 1,09 teilst.
Berechne das Margepercentage, das Labels kosten
Teile deine Labelkosten pro Bestellung durch deinen durchschnittlichen Bestellwert ohne MwSt und multipliziere mit 100. Dieses Prozentual geht direkt von deinem Gewinn ab.
Bestimme deine Weitergabestrategie
Wähle zwischen festen Verpackungskosten (€0,50-€1,50), prozentualem Aufschlag auf alle Gerichte oder Erhöhung deines Mindestbestellwerts, um die Kosten zu decken.
✨ Pro tip
Verhandle mit deinem Labelliefer über Mengenrabatt ab 1000 Stück pro Monat. Oft bekommst du 10-20% Rabatt, was direkt deine Marge verbessert.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Kann ich Labelkosten als Betriebskosten abziehen?
Muss ich MwSt auf Verpackungskosten zahlen, die ich weitergebe?
Was ist, wenn Kunden sich über zusätzliche Verpackungskosten beschweren?
Kann ich günstigere Labels verwenden, um Kosten zu sparen?
Wie oft sollte ich meine Labelkosten neu berechnen?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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