Verkaufsdaten pro Plattform sind dein Kompass für profitable Lieferentscheidungen. Viele Unternehmer raten, welche Plattform Priorität erhält, während die Zahlen eine ganz andere Geschichte erzählen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du Daten nutzt, um zu entscheiden, wo du deine Zeit und Energie am besten investierst.
Warum Plattformdaten so wichtig sind
Jede Lieferplattform hat andere Kosten, andere Kunden und andere Gewinnmargen. Thuisbezorgd verlangt andere Provisionen als Uber Eats. Der eine Kunde bestellt für €15, der andere für €45. Ohne Daten fährst du blind.
💡 Beispiel:
Restaurant Mario läuft auf 3 Plattformen:
- Thuisbezorgd: €2.800 Umsatz, 120 Bestellungen (€23,33 Durchschnitt)
- Uber Eats: €1.200 Umsatz, 80 Bestellungen (€15,00 Durchschnitt)
- Deliveroo: €900 Umsatz, 30 Bestellungen (€30,00 Durchschnitt)
Auf den ersten Blick sieht Thuisbezorgd am besten aus. Aber nach Provisionen und Kosten erweist sich Deliveroo als am profitabelsten pro Bestellung.
Sammle die richtigen Zahlen pro Plattform
Du brauchst drei Arten von Daten, um gute Entscheidungen zu treffen:
- Umsatzdaten: Gesamtverkauf pro Plattform pro Woche/Monat
- Bestelldaten: Anzahl der Bestellungen und durchschnittlicher Bestellwert
- Kostendaten: Provisionen, Verpackungskosten, Marketing
Hole diese Zahlen aus deinen Plattform-Dashboards. Thuisbezorgd, Uber Eats und Deliveroo haben alle Berichte, wo du das finden kannst.
Berechne den echten Gewinn pro Plattform
Umsatz ist nicht Gewinn. Jede Plattform hat unterschiedliche Kostenstrukturen, die deinen Gewinn beeinflussen.
💡 Beispielberechnung:
Plattform A - 100 Bestellungen à €25:
- Umsatz: €2.500
- Provision (20%): -€500
- Verpackung (€0,80/Bestellung): -€80
- Lebensmittelkosten (30%): -€750
Gewinn: €1.170 (46,8% Marge)
⚠️ Achtung:
Vergiss nicht die Verpackungskosten. Diese können €0,50 bis €1,50 pro Bestellung kosten und summieren sich schnell bei vielen kleinen Bestellungen.
Analysiere das Kundenverhalten pro Plattform
Nicht alle Plattformen liefern die gleichen Kunden. Einige bestellen häufiger kleine Beträge, andere seltener aber größere Bestellungen.
- Durchschnittlicher Bestellwert: Wie viel bestellt ein Kunde durchschnittlich?
- Bestellhäufigkeit: Wie oft kommen Kunden zurück?
- Zeitpunkte: Wann wird am meisten bestellt?
- Beliebte Gerichte: Welche Artikel verkaufen sich gut pro Plattform?
Eine Plattform mit niedrigerer Provision aber vielen kleinen Bestellungen kann weniger profitabel sein als eine Plattform mit höherer Provision und großen Bestellungen.
Erstelle eine Prioritätenmatrix
Setze alle Plattformen in einer Übersicht mit den wichtigsten Zahlen zusammen:
💡 Beispielmatrix:
Plattformvergleich (pro Monat):
- Thuisbezorgd: €8.400 Umsatz, €3.200 Gewinn (38% Marge)
- Uber Eats: €3.600 Umsatz, €1.600 Gewinn (44% Marge)
- Deliveroo: €2.700 Umsatz, €1.350 Gewinn (50% Marge)
Fazit: Deliveroo hat die höchste Marge, Thuisbezorgd den höchsten absoluten Gewinn.
Entscheidungen auf Basis von Daten treffen
Nutze deine Analyse, um konkrete Maßnahmen zu ergreifen:
- Bewirbe die profitabelste Plattform in deinen sozialen Medien
- Optimiere Menüs pro Plattform (unterschiedliche Preise/Gerichte)
- Konzentriere dein Marketingbudget auf Plattformen mit bestem ROI
- Passe Mindestbestellwerte an für Plattformen mit vielen kleinen Bestellungen
⚠️ Achtung:
Höre nicht sofort mit einer Plattform auf, weil die Marge niedriger ist. Schau auch auf den Gesamtgewinn und das Wachstumspotenzial. Manchmal ist Volumen wichtiger als Marge.
Nutze Tools für automatisches Tracking
Daten manuell zu sammeln kostet viel Zeit. Ein System wie KitchenNmbrs kann dir helfen, deine Lebensmittelkosten pro Gericht zu verfolgen, damit du pro Plattform berechnen kannst, welche Gerichte am profitabelsten sind.
So siehst du nicht nur, welche Plattform besser läuft, sondern auch, welche Gerichte du auf welcher Plattform für maximalen Gewinn bewerben solltest.
Wie analysierst du Plattformdaten? (Schritt für Schritt)
Lade alle Plattformdaten herunter
Gehe zum Berichtsbereich jeder Plattform (Thuisbezorgd Partner, Uber Eats Manager, Deliveroo Hub). Lade die Daten der letzten 3 Monate herunter: Umsatz, Anzahl der Bestellungen, Provisionen und eventuell Marketingkosten.
Berechne Kosten pro Plattform
Addiere für jede Plattform: Provisionskosten, Verpackungskosten pro Bestellung und eventuell Werbekosten. Vergiss nicht deine Lebensmittelkosten (normalerweise 28-35% des Umsatzes) hinzuzufügen.
Erstelle eine Vergleichstabelle
Stelle alle Plattformen nebeneinander mit: Gesamtumsatz, Anzahl der Bestellungen, durchschnittlicher Bestellwert, Gesamtkosten und Nettogewinn. Berechne auch die Gewinnmarge pro Plattform (Gewinn geteilt durch Umsatz).
Bestimme deine Prioritäten
Entscheide basierend auf deinen Zielen: Möchtest du maximalen absoluten Gewinn (Fokus auf Volumen) oder maximale Marge pro Bestellung (Fokus auf Effizienz)? Nutze dies, um zu entscheiden, wohin deine Zeit und dein Marketingbudget fließen.
✨ Pro tip
Überprüfe, welche Gerichte pro Plattform am besten verkaufen, und bewirbe diese gezielt. Eine Pizza, die auf Thuisbezorgd gut verkauft, muss nicht unbedingt auf Deliveroo gut verkaufen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Provisionen berechnen Lieferplattformen?
Provisionen liegen normalerweise zwischen 15-30% des Bestellwerts. Thuisbezorgd berechnet oft 13-15% + Zahlungsgebühren, Uber Eats und Deliveroo liegen oft um 20-30%. Genaue Prozentsätze hängen von deinem Vertrag und Umsatzvolumen ab.
Sollte ich Verpackungskosten in meine Berechnung einbeziehen?
Ja, auf jeden Fall. Verpackungskosten können €0,50 bis €1,50 pro Bestellung kosten. Bei vielen kleinen Bestellungen summiert sich das schnell und kann den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust auf einer Plattform ausmachen.
Wie oft sollte ich meine Plattformdaten analysieren?
Überprüfe deine wichtigsten Zahlen wöchentlich (Umsatz, Anzahl der Bestellungen) und führe eine gründliche Analyse monatlich durch. So kannst du schnell reagieren, wenn eine Plattform plötzlich schlechter läuft.
Kann ich unterschiedliche Preise pro Plattform festlegen?
Ja, das darfst du. Viele Restaurants berechnen 10-15% höhere Preise auf Lieferplattformen, um die Provisionen auszugleichen. Stelle aber sicher, dass du transparent zu den Kunden bist.
Was ist, wenn eine Plattform viel mehr Volumen hat, aber niedrigere Marge?
Schau auf den absoluten Gewinn, nicht nur die Marge. €1.000 Gewinn bei 20% Marge ist mehr als €500 Gewinn bei 40% Marge. Volumen kann wichtiger sein als Marge, besonders zur Deckung von Fixkosten.
Wie vermeide ich, zu viel Zeit mit Datenanalyse zu verschwenden?
Konzentriere dich auf die wichtigsten Metriken: Umsatz, Anzahl der Bestellungen und Gewinn pro Plattform. Nutze Tools wie KitchenNmbrs, um Lebensmittelkosten automatisch zu berechnen, dann musst du nur noch Plattformprovisionen hinzufügen.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
Food-Cost-Kontrolle für Lieferung und Dark Kitchens
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