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📝 Lieferung & Dark Kitchen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge, wenn ich auf mehreren Lieferplattformen gleichzeitig aktiv bin?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Mehrere Lieferplattformen bedeuten unterschiedliche Provisionsätze, Verpackungskosten und Preisstrategien. Viele Unternehmer rechnen pro Plattform anders, wodurch sie den Überblick über ihre tatsächliche Marge verlieren. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du deine Gesamtrentabilität berechnest, wenn du über Lieferando, Uber Eats und andere Plattformen verkaufst.

Warum eine Berechnung nicht ausreicht

Jede Plattform hat unterschiedliche Provisionen und Regeln. Lieferando berechnet beispielsweise 13-15% Provision, Uber Eats oft 15-30%, und deine eigene Website 0%, aber mit anderen Kosten. Wenn du alles durcheinander rechnest, weißt du nicht, welche Plattform dir am meisten bringt.

⚠️ Achtung:

Plattformprovisionen ändern sich regelmäßig. Überprüfe deine Verträge mindestens vierteljährlich auf Updates.

Sammle alle Kosten pro Plattform

Für einen fairen Vergleich musst du alle Kosten berücksichtigen, die pro Plattform unterschiedlich sind:

  • Plattformprovision: Prozentsatz deines Bestellwerts
  • Verpackungskosten: Boxen, Tüten, Aufkleber pro Bestellung
  • Lieferkosten: Was du bezahlst (bei eigenem Lieferservice)
  • Marketing-Gebühren: Sponsoring, Featured Placement
  • Zahlungsgebühren: Kreditkarten-/iDEAL-Transaktionskosten

💡 Beispiel Kosten pro Bestellung €25:

Lieferando-Bestellung von €25,00:

  • Plattformprovision (15%): €3,75
  • Verpackung: €0,85
  • Zahlungsgebühren (2,5%): €0,63

Gesamte Zusatzkosten: €5,23

Berechne deinen Nettoumsatz pro Plattform

Dein Nettoumsatz ist das, was nach allen plattformspezifischen Kosten übrig bleibt. Das ist der Betrag, den du mit deinen Lebensmittelkosten vergleichst.

Formel:
Nettoumsatz = Bruto-Bestellwert - Plattformprovision - Verpackung - Lieferung - Zahlungsgebühren

💡 Beispiel Nettoumsatz:

Pizza-Bestellung €28,00 über Uber Eats:

  • Bruttoumsatz: €28,00
  • Uber Eats Provision (25%): €7,00
  • Verpackung: €0,95
  • Zahlungsgebühren: €0,70

Nettoumsatz: €19,35

Berechne deine Marge pro Plattform

Jetzt kannst du deine tatsächliche Marge berechnen. Nutze deine Zutatenkosten und teile durch den Nettoumsatz (exkl. MwSt.).

Formel:
Marge % = ((Nettoumsatz exkl. MwSt. - Zutatenkosten) / Nettoumsatz exkl. MwSt.) × 100

💡 Beispiel Margenberechnung:

Pizza mit Nettoumsatz €19,35:

  • Nettoumsatz exkl. MwSt.: €19,35 / 1,19 = €16,26
  • Zutatenkosten: €6,20
  • Gewinn: €16,26 - €6,20 = €10,06

Marge: (€10,06 / €16,26) × 100 = 61,9%

Vergleiche alle Plattformen in einer Übersicht

Erstelle eine Übersicht, in der du für das gleiche Gericht die Marge pro Plattform vergleichst. So siehst du sofort, wo du am meisten behältst.

💡 Beispiel Vergleich Burger €22:

Zutatenkosten: €7,50

  • Eigene Website: Marge 68% (€14,70 Gewinn)
  • Lieferando: Marge 58% (€11,20 Gewinn)
  • Uber Eats: Marge 52% (€8,90 Gewinn)

Unterschied zwischen beste und schlechteste: €5,80 pro Burger

Passe deine Strategie pro Plattform an

Mit diesen Zahlen kannst du intelligente Entscheidungen treffen. Plattformen mit niedrigen Margen kannst du anders einsetzen:

  • Plattformen mit hoher Provision: Erhöhe die Preise oder konzentriere dich auf Gerichte mit niedrigen Zutatenkosten
  • Günstige Plattformen: Bewirbe deine teuersten Gerichte hier
  • Eigene Website: Stimuliere direkte Bestellungen mit Rabatten

⚠️ Achtung:

Zu große Preisunterschiede zwischen Plattformen fallen Gästen auf. Halte Unterschiede unter 10-15%.

Automatisiere deine Berechnungen

Manuelle Berechnungen kosten viel Zeit. Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du pro Gericht einstellen, welche Zusatzkosten es pro Plattform gibt, sodass du sofort siehst, welche Kombinationen am meisten bringen.

Wie berechnest du die Marge pro Lieferplattform? (Schritt für Schritt)

1

Sammle alle Kosten pro Plattform

Notiere für jede Plattform: Provisionsquote, Verpackungskosten pro Bestellung, Zahlungsgebühren und eventuell Marketing-Gebühren. Überprüfe deine Verträge auf die genauen Prozentsätze.

2

Berechne Nettoumsatz pro Bestellung

Ziehe von deinem Bruto-Bestellwert alle plattformspezifischen Kosten ab. Das ergibt dir den Nettoumsatz, mit dem du weiterrechnest.

3

Berechne Marge pro Plattform

Teile deinen Nettoumsatz durch 1,19 für exkl. MwSt., ziehe Zutatenkosten ab und berechne den Prozentsatz. Vergleiche alle Plattformen für das gleiche Gericht.

✨ Pro tip

Konzentriere dich zunächst auf deine 5 best-verkauften Gerichte pro Plattform. Wenn diese Margen stimmen, hast du 80% deines Problems gelöst.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Sollte ich unterschiedliche Preise pro Plattform festlegen?

Das darfst du, aber halte Unterschiede auf 10-15% begrenzt. Zu große Unterschiede fallen Gästen auf und können sich negativ auf deinen Ruf auswirken.

Wie oft sollte ich meine Margen pro Plattform überprüfen?

Überprüfe deine Zahlen mindestens monatlich und deine Vertragsbedingungen vierteljährlich. Plattformen passen ihre Provisionen regelmäßig an.

Was tun, wenn eine Plattform zu niedrige Margen bringt?

Erhöhe deine Preise auf dieser Plattform, bewirbe nur Gerichte mit niedrigen Zutatenkosten, oder erwäge, die Plattform zu verlassen, wenn sie strukturell unrentabel ist.

Sollte ich Verpackungskosten in meine Berechnung einbeziehen?

Ja, Verpackungskosten sind direkte Kosten pro Bestellung und können sich auf €1-2 pro Bestellung summieren. Sie haben direkten Einfluss auf deine Marge.

Kann ich auf meiner eigenen Website Rabatt geben?

Ja, weil du keine Plattformprovision zahlst, kannst du 10-15% Rabatt geben und behältst trotzdem mehr als über externe Plattformen.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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