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📝 Lieferung & Dark Kitchen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge auf einem Liefermenü, das ich über eine Hotelpartnerschaft anbiete?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Lieferungen über Hotelpartnerschaften können zusätzliche Einnahmen generieren, aber die Margenberechnung ist komplexer als normale Lieferungen. Hotels berechnen oft eigene Provisionen zusätzlich zu Plattformgebühren, wodurch sich deine Lebensmittelkosten anders auswirken. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die tatsächliche Marge bei Hotelpartnerschafts-Lieferungen berechnest.

Was macht Hotelpartnerschafts-Lieferungen anders?

Bei normalen Lieferungen hast du mit Plattformgebühren (15-30%) und Verpackungskosten zu tun. Bei Hotelpartnerschaften kommen zusätzliche Ebenen hinzu:

  • Hotelprovisionen: 10-25% des Bestellwerts
  • Spezielle Verpackung: Hotels fordern oft hochwertigere Präsentation
  • Lieferbedingungen: Feste Zeitfenster, begrenzte Menüs
  • Mindestbestellungen: Oft höher als normale Lieferungen

⚠️ Achtung:

Rechne immer mit dem Preis ohne MwSt. (19%) für Lebensmittelkostenberechnungen. Der Preis, den das Hotel an Gäste weitergeben, ist inklusive MwSt.

Die komplette Kostenkalkulation für Hotelpartnerschaften

Für eine korrekte Margenberechnung musst du alle Kostenebenen berücksichtigen:

Nettoeinnahmen = Brutto-Bestellwert - Hotelprovisionen - Plattformgebühr - Verpackungskosten

Marge % = ((Nettoeinnahmen - Zutatenkosten) / Nettoeinnahmen) × 100

💡 Beispiel: Pasta-Menü für Hotel

Hotel verkauft deine Pasta für €22,00 inklusive MwSt. an seinen Gast:

  • Brutto-Bestellwert: €22,00 / 1,19 = €18,49 ohne MwSt.
  • Hotelprovisionen (15%): €2,77
  • Plattformgebühr (keine, direkter Vertrag): €0
  • Verpackungskosten: €1,20
  • Zutatenkosten Pasta: €6,50

Nettoeinnahmen: €18,49 - €2,77 - €1,20 = €14,52

Marge: ((€14,52 - €6,50) / €14,52) × 100 = 55,2%

Verpackungskosten bei Hotelpartnerschaften

Hotels stellen oft höhere Anforderungen an die Präsentation als normale Lieferungen. Rechne mit diesen durchschnittlichen Verpackungskosten:

  • Standard-Lieferbehälter: €0,35 - €0,50
  • Hotel-Grade Verpackung: €0,80 - €1,50
  • Besteck und Servietten: €0,15 - €0,25
  • Markierte Taschen/Aufkleber: €0,10 - €0,20

Addiere alle Verpackungskosten und ziehe dies von deinen Nettoeinnahmen ab.

💡 Beispiel: Verpackungskosten-Aufschlüsselung

Für ein Salatmenü im Hotel:

  • Kartonierte Salatschale: €0,85
  • Deckel mit Logo: €0,25
  • Holzgabel: €0,15
  • Serviette: €0,05
  • Markierte Tasche: €0,15

Gesamte Verpackung: €1,45

Mindestmargen für Rentabilität

Bei Hotelpartnerschafts-Lieferungen hast du weniger Overhead als in deinem Restaurant (kein Service, weniger Spülen), aber zusätzliche Verpackungs- und Provisionskosten. Strebe nach diesen Margen:

  • Minimum für Break-Even: 45-50%
  • Gesunde Marge: 55-65%
  • Ausgezeichnete Marge: 65%+

⚠️ Achtung:

Wenn deine Marge unter 45% fällt, verlierst du wahrscheinlich Geld. Hotels zahlen oft später als Lieferplattformen, daher ist dein Cashflow besonders wichtig.

Über Provisionen verhandeln

Hotelprovisionen sind oft verhandelbar, besonders bei größeren Volumen. Faktoren, die deine Provision beeinflussen können:

  • Volumen: Mehr Bestellungen = möglicherweise niedrigere Provision
  • Exklusivität: Als einziger Lieferant oft niedrigere Provision
  • Saison: Geschäftige Zeiten geben mehr Verhandlungsspielraum
  • Menü-Integration: Vollständige Speisekarte oft niedrigere Provision als ausgewählte Artikel

💡 Beispiel: Volumen-Provisionsberechnung

Hotel bietet Volumenrabatt an:

  • 0-50 Bestellungen/Monat: 20% Provision
  • 51-100 Bestellungen/Monat: 17% Provision
  • 100+ Bestellungen/Monat: 15% Provision

Bei 80 Bestellungen von durchschnittlich €20: 80 × €20 × 0,17 = €272 Provision vs. €320 bei 20%

Ersparnis: €48/Monat = €576/Jahr

Digitale Tools zur Margenkontrolle

Bei Hotelpartnerschafts-Lieferungen ist es entscheidend, deine Margen pro Bestellung und pro Monat zu verfolgen. Manuelle Berechnungen kosten zu viel Zeit und führen zu Fehlern.

Ein System wie KitchenNmbrs hilft dabei, deine Nettoeinnahmen automatisch zu berechnen, indem du alle Provisionen und Verpackungskosten pro Partner einstellst. So siehst du sofort, welche Hotelpartnerschaften rentabel sind.

Wie berechnest du die Marge auf Hotelpartnerschafts-Lieferungen?

1

Sammle alle Kostenkomponenten

Notiere den Brutto-Bestellwert (ohne MwSt.), Hotelprovisionsprozentz, eventuell anfallende Plattformgebühren, Verpackungskosten pro Bestellung und Zutatenkosten des Gerichts. Frag das Hotel nach ihrer genauen Provisionsstruktur und möglichen Volumenrabatten.

2

Berechne deine Nettoeinnahmen

Ziehe von dem Brutto-Bestellwert (ohne MwSt.) alle Kosten ab: Hotelprovisionen, Plattformgebühr und Verpackungskosten. Dieser Betrag ist das, was du tatsächlich erhältst, bevor deine Zutatenkosten abgezogen werden.

3

Berechne dein Margenprozentz

Verwende die Formel: ((Nettoeinnahmen - Zutatenkosten) / Nettoeinnahmen) × 100. Strebe mindestens 45% Marge für Break-Even an, 55-65% für gesunden Gewinn.

✨ Pro tip

Erstelle für jedes Hotel eine separate Margenberechnung, da Provisionen und Anforderungen unterschiedlich sind. Verhandle immer über Volumenrabatte ab 50+ Bestellungen pro Monat.

Selbst berechnen?

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine normale Provision für Hotelpartnerschaften?

Hotelprovisionen liegen normalerweise zwischen 10-25% des Bestellwerts. Kleine Hotels berechnen oft 15-20%, größere Hotelketten können 10-15% berechnen, weil sie mehr Volumen haben.

Muss ich MwSt. an das Hotel weitergeben?

Nein, du rechnest mit Preisen ohne MwSt. Das Hotel verkauft an seine Gäste inklusive MwSt. und führt diese selbst ab. Du rechnest das Hotel ohne MwSt. ab.

Kann ich die gleichen Menüs wie für normale Lieferungen verwenden?

Oft ja, aber Hotels fordern manchmal Anpassungen in Verpackung oder Präsentation. Einige Gerichte sind weniger geeignet für Hotel-Zimmerservice wegen längerer Lieferzeiten.

Wie oft zahlen Hotels ihre Rechnungen?

Normalerweise 30-60 Tage, länger als normale Lieferplattformen. Berücksichtige diese Cashflow-Auswirkungen bei deiner Preisgestaltung und stelle sicher, dass du genug Betriebskapital hast.

Was ist, wenn meine Marge unter 45% fällt?

Dann verlierst du wahrscheinlich Geld. Erhöhe deine Preise, verhandle über niedrigere Provisionen, oder wähle Gerichte mit niedrigeren Zutatenkosten. Beende lieber unrentable Partnerschaften.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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