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📝 Lieferung & Dark Kitchen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge auf einem Liefermenü, das ich für geschäftliche Mittagessen anbiete?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Die Marge bei geschäftlichen Mittagessen per Lieferung zu berechnen ist entscheidend für deinen Gewinn. Viele Unternehmer vergessen Plattformgebühren und Verpackungskosten einzubeziehen, wodurch sie unbewusst Geld verlieren. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die tatsächliche Marge auf Liefermenüs für geschäftliche Kunden berechnest.

Was macht Liefermenüs anders?

Ein Liefermenü für geschäftliche Mittagessen hat andere Kostenpositionen als deine normale Speisekarte. Du hast es mit Plattformgebühren, Verpackungskosten und oft größeren Bestellmengen zu tun.

  • Plattformgebühren (Thuisbezorgd, Uber Eats): 15-30% des Bestellwerts
  • Verpackungskosten: Behälter, Taschen, Besteck, Servietten
  • Größere Mengen: oft 10-50 Mittagessen pro Bestellung
  • Andere Preisgestaltung: geschäftliche Kunden akzeptieren oft höhere Preise

Die komplette Kostenstruktur

Für eine korrekte Margeberechnung musst du alle Kostenpositionen berücksichtigen:

💡 Beispiel Kostenstruktur:

Geschäftliches Mittagessen Salat für €12,50 inkl. MwSt.:

  • Verkaufspreis exkl. MwSt.: €11,47
  • Zutatenkosten: €3,20
  • Verpackungskosten: €0,85
  • Plattformgebühren (20%): €2,29
  • Gesamtkosten: €6,34

Nettomarge: €11,47 - €6,34 = €5,13 (45%)

Plattformgebühren korrekt berechnen

Lieferplattformen berechnen normalerweise einen Prozentsatz deines Verkaufspreises. Dieser Prozentsatz variiert je nach Plattform und kann bei großen Mengen verhandelbar sein.

⚠️ Achtung:

Plattformgebühren werden über deinen Verkaufspreis inkl. MwSt. berechnet. Bei einer 20% Provision und €12,50 Verkaufspreis zahlst du €2,50 Provision, nicht €2,29.

Verpackungskosten pro Portion

Verpackungskosten werden oft unterschätzt, können aber bei luxuriöserer Präsentation bis zu €1,00 pro Portion betragen.

  • Salatbehälter: €0,35
  • Deckel: €0,15
  • Dressing-Behälter (2x): €0,20
  • Besteck-Set: €0,10
  • Serviette: €0,05
  • Papiertüte: €0,15

Gesamt: €1,00 Verpackungskosten pro Portion.

Margeberechnungsformel

Nettomarge % = ((Verkaufspreis exkl. MwSt. - Gesamtkosten) / Verkaufspreis exkl. MwSt.) × 100

Wobei Gesamtkosten bestehen aus:

  • Zutatenkosten
  • Verpackungskosten
  • Plattformgebühren
  • Eventuell Lieferkosten

💡 Beispielberechnung:

Geschäftliche Mittagessen-Box €15,00 inkl. MwSt.:

  • Verkaufspreis exkl. MwSt.: €13,76
  • Zutatenkosten: €4,50
  • Verpackungskosten: €1,20
  • Plattformgebühren (18%): €2,70
  • Gesamtkosten: €8,40

(€13,76 - €8,40) / €13,76 × 100 = 39% Marge

Geschäftliche Kunden: andere Preisstrategie

Geschäftliche Kunden haben oft ein anderes Preisempfinden als private Verbraucher. Sie bestellen größere Mengen und schätzen Service und Zuverlässigkeit.

  • Mengenrabatt: ab 20 Mittagessen zum Beispiel 5% Rabatt
  • Festpreise: geschäftliche Kunden möchten vorhersehbare Kosten
  • Premium-Positionierung: hochwertige Verpackung rechtfertigt höheren Preis
  • Rechnungsmöglichkeit: kein Bargeld, aber administrative Kosten

Mindestbestellwert berechnen

Für geschäftliche Mittagessen kannst du einen Mindestbestellwert festlegen, um deine Fixkosten (Lieferung, Verwaltung) zu decken.

💡 Berechnung Mindestbestellwert:

Fixkosten pro Bestellung:

  • Lieferkosten: €4,50
  • Verwaltung/Rechnung: €2,00
  • Gesamt: €6,50 Fixkosten

Bei 35% Marge brauchst du mindestens €18,60 Umsatz, um die Gewinnschwelle zu erreichen.

Wie berechnest du die Marge auf Liefermittagessen? (Schritt für Schritt)

1

Sammle alle Kostenpositionen

Addiere: Zutatenkosten, Verpackungskosten pro Portion und überprüfe den Plattformprozentsatz deines Lieferpartners. Vergiss keine kleinen Kostenpositionen wie Servietten und Besteck.

2

Berechne Plattformgebühren korrekt

Plattformgebühren werden über deinen Verkaufspreis inkl. MwSt. berechnet. Bei €15,00 Verkaufspreis und 20% Provision zahlst du €3,00 Plattformgebühren.

3

Berechne deine Nettomarge

Ziehe alle Kosten von deinem Verkaufspreis exkl. MwSt. ab. Teile das Ergebnis durch deinen Verkaufspreis exkl. MwSt. und multipliziere mit 100 für den Prozentsatz.

✨ Pro tip

Überprüfe deine Marge auf deinen 5 meistverkauften geschäftlichen Mittagessen wöchentlich. Wenn ein Gericht unter 30% Marge fällt, passe zuerst den Preis an, bevor du das Rezept änderst.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Marge ist normal für Liefermenüs?

Für Liefermenüs ist eine Nettomarge von 35-45% üblich. Durch Plattformgebühren und Verpackungskosten liegt dies unter normalen Speisekarten, die oft 50-65% erreichen.

Muss ich MwSt. in meine Margeberechnung einbeziehen?

Berechne immer exkl. MwSt. für deine Marge. Die MwSt. gehört dir nicht, sondern geht an die Steuerbehörde. Deine tatsächliche Marge berechnest du über den Betrag, den du erhältst.

Kann ich unterschiedliche Margen pro Kunde handhaben?

Ja, geschäftliche Kunden akzeptieren oft höhere Preise wegen Service und Komfort. Du kannst Mengenrabatte geben, aber eine höhere Basispreis als für Privatpersonen festlegen.

Wie oft sollte ich meine Lieferpreise anpassen?

Überprüfe monatlich deine Plattformgebühren und Zutatenprise. Geschäftliche Kunden schätzen Preisstabilität, also nicht zu oft anpassen. Aber zeitnah auf große Kostensteigerungen reagieren.

Sind Verpackungskosten von €1,00 pro Portion normal?

Für geschäftliche Mittagessen ja. Professionelle Präsentation mit guten Behältern, Besteck und Servietten kostet €0,80-€1,20 pro Portion. Das ist eine Investition in dein Image bei geschäftlichen Kunden.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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