Last-Minute-Stornierungen sind eine versteckte Kostenposition für Ghost Kitchens. Du hast bereits vorgekocht, Zutaten gekauft und Zeit investiert, aber der Umsatz fällt weg. Das kann deine Marge erheblich treffen, besonders bei teuren Gerichten oder großen Bestellungen.
Warum Stornierungen deine Marge treffen
Bei einem traditionellen Restaurant kannst du einen stornierten Tisch oft noch nachbesetzen. Bei Lieferungen nicht. Das Essen ist fertig, der Fahrer steht bereit, aber der Kunde geht nicht ans Telefon. Du trägst alle Kosten ohne Umsatz.
⚠️ Achtung:
Plattformgebühren zahlst du oft auch bei Stornierungen. Überprüfe die Bedingungen von Thuisbezorgd und Uber Eats.
Die versteckten Kosten einer Stornierung
Eine Stornierung kostet dich mehr als nur die Zutaten:
- Zutaten: Oft nicht mehr zu verwenden (zubereitete Gerichte)
- Verpackung: Behälter, Tüten, Besteck - alles weggeworfen
- Arbeit: Der Chef hat Zeit in die Zubereitung investiert
- Plattformgebühr: Manchmal trotzdem fällig (abhängig vom Zeitpunkt)
- Lieferkosten: Falls der Fahrer bereits unterwegs war
? Beispiel:
Bestellung von €45 wird 5 Minuten vor Lieferung storniert:
- Zutaten: €13,50 (30% Lebensmittelkosten)
- Verpackung: €2,50
- Arbeit (15 Min. à €20/Std.): €5,00
- Plattformgebühr: €6,75 (15%)
Gesamtschaden: €27,75 ohne Umsatz
Wie oft kommen Stornierungen vor?
Übliche Stornierungsquoten auf dem Liefermarkt:
- Thuisbezorgd/Uber Eats: 2-5% aller Bestellungen
- Telefonische Bestellungen: 5-8%
- Große Bestellungen (€100+): Bis zu 10%
- Neukunden: Höher als Stammkunden
Die Auswirkungen auf deine Jahres-Marge
Stornierungen wirken klein, addieren sich aber. Bei 1.000 Bestellungen pro Monat und 3% Stornierung verlierst du 30 Bestellungen. Wenn jede Stornierung dich durchschnittlich €20 kostet, bist du €600 pro Monat los - €7.200 pro Jahr.
? Rechenbeispiel:
Ghost Kitchen mit €40.000 Monatsumsatz:
- Bestellungen pro Monat: ~1.300 (€30 Durchschnitt)
- Stornierungen (3%): 39 Bestellungen
- Durchschnittlicher Schaden pro Stornierung: €18
- Monatlicher Schaden: €702
Jährlicher Verlust durch Stornierungen: €8.424
Wie du die Auswirkungen begrenzt
Du kannst Stornierungen nicht verhindern, aber den Schaden begrenzen:
- Vorbereitung auf Bestellung: Nicht vorbereiten, bis die Zahlung bestätigt ist
- Bestätigung anfragen: Bei großen Bestellungen zurückrufen
- Stornierungszeit: Maximal 5 Minuten nach Bestellung
- Reste verwenden: Was kann noch morgen als Zutat verwendet werden?
⚠️ Achtung:
Rechne Stornierungskosten in deine Preisgestaltung ein. Eine Marge von 2-3% extra kompensiert viele Probleme.
Registrierung in deiner Buchhaltung
Halte Stornierungen als separate Kostenposition fest. Das hilft dir, Muster zu erkennen und die echten Auswirkungen zu sehen. Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du diese Kosten in deine Gesamtkostenkalkulation pro Gericht einbeziehen.
Wie berechnest du die Auswirkungen von Stornierungen? (Schritt für Schritt)
Addiere alle Kosten pro Stornierung
Berechne, was eine durchschnittliche Stornierung kostet: Zutaten + Verpackung + Arbeit + eventuell Plattformgebühren. Vergiss nicht die Zeit, die dein Chef investiert hat.
Messe deine Stornierungsquote
Halte 3 Monate lang fest, wie viel Prozent deiner Bestellungen storniert werden. Zähle sowohl vor als auch nach der Zubereitung. Das wird deine Baseline-Quote.
Berechne die Jahresauswirkung
Multipliziere: (Bestellungen pro Monat × Stornierungsquote % × Kosten pro Stornierung × 12). Das ergibt deinen Gesamtjahresverlust durch Stornierungen.
✨ Pro tip
Führe ein 'Stornierungslogbuch' mit dem Grund der Stornierung. Muster wie 'Telefon nicht erreichbar' oder 'falsche Adresse' kannst du durch bessere Verifizierung verhindern.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Sollte ich Plattformgebühren in die Stornierungskosten einbeziehen?
Wie verhindere ich Stornierungen großer Bestellungen?
Kann ich stornierte Gerichte noch verkaufen?
Wie viel zusätzliche Marge sollte ich für Stornierungen einrechnen?
Sind telefonische Bestellungen riskanter als App-Bestellungen?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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