Lieferplattformen können deinen Umsatz steigern, kosten aber auch 15-30% Provision. Viele Restaurantbesitzer denken, dass sie Gewinn machen, während sie tatsächlich Geld verlieren. Du musst wissen, was deine tatsächlichen Kosten sind, um zu bestimmen, ob die Lieferung noch rentabel ist.
Berechne deine tatsächlichen Kosten pro Bestellung
Um zu wissen, ob die Lieferung rentabel ist, musst du alle Kosten addieren:
- Plattformgebühr: 15-30% deines Bestellwerts
- Verpackungskosten: €0,50-€2,00 pro Bestellung
- Food cost: Zutaten des Gerichts
- Arbeit: Zeit zum Zubereiten und Verpacken
💡 Beispiel:
Pasta-Bestellung über Lieferplattform für €18,00:
- Plattformgebühr (25%): €4,50
- Verpackung: €0,80
- Zutaten: €5,40
- Arbeit (10 Min. à €18/Std.): €3,00
Gesamtkosten: €13,70 - Gewinn: €4,30 (24%)
Den Break-Even-Punkt bestimmen
Du musst mindestens deine Kosten decken. Berechne daher deinen Mindestbestellwert für Break-Even:
Mindestbestellwert = (Food cost + Verpackung + Arbeit) / (1 - Plattformgebühr%)
💡 Beispielberechnung:
Kosten pro Bestellung: €9,20
Plattformgebühr: 25%
Break-Even: €9,20 / 0,75 = €12,27
Jede Bestellung unter €12,27 verliert Geld.
Signale, dass die Lieferung nicht mehr rentabel ist
- Durchschnittlicher Bestellwert sinkt: immer mehr kleine Bestellungen
- Plattformgebühr steigt: von 20% auf 30%
- Verpackungskosten steigen: nachhaltige Verpackung wird teurer
- Zu viele Retouren/Reklamationen: Kosten für Entschädigungen
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit deinem Nettoerlös (nach Plattformgebühr), nicht mit dem Preis, den der Kunde bezahlt. Sonst überschätzt du deinen Gewinn.
Alternativen, wenn sich die Lieferung nicht mehr lohnt
Verschiedene Optionen, wenn die Zahlen nicht mehr stimmen:
- Preise erhöhen: höhere Kosten ausgleichen
- Mindestbestellbetrag festlegen: verlustbringende kleine Bestellungen vermeiden
- Eigener Lieferservice: wenn dein Volumen hoch genug ist
- Nur Abholung: keine Plattformgebühr, aber eigenes Marketing
💡 Praktisches Beispiel:
Pizzeria erhöhte Mindestbestellbetrag von €15 auf €20:
- 30% weniger Bestellungen
- Aber 50% mehr Gewinn pro Bestellung
- Netto: 5% mehr Gewinn aus Lieferung
Halte deine Zahlen mit einem System fest
Manuelle Verfolgung aller Kosten kostet viel Zeit. Eine App wie KitchenNmbrs hilft dir dabei:
- Verpackungskosten pro Gericht festzuhalten
- Tatsächliche Food cost inklusive Verpackung zu berechnen
- Break-Even-Punkt pro Lieferplattform zu bestimmen
Wie berechnest du, ob die Lieferung noch rentabel ist? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Kosten pro Bestellung
Addiere: Zutatenkosten, Verpackungskosten (Boxen, Tüten, Besteck), Arbeitszeit für Zubereitung und Verpackung. Vergiss keine kleinen Dinge wie Aufkleber und Servietten.
Berechne deinen Nettoerlös
Ziehe die Plattformgebühr von deinem Verkaufspreis ab. Bei €20 Bestellwert und 25% Gebühr erhältst du €15. Das ist dein tatsächlicher Umsatz pro Bestellung.
Bestimme deine Gewinnmarge
Ziehe deine Gesamtkosten von deinem Nettoerlös ab. Wenn du weniger als 15-20% Gewinn übrig hast, ist die Lieferung wahrscheinlich nicht mehr rentabel für dein Geschäft.
✨ Pro tip
Überprüfe jeden Monat deinen durchschnittlichen Bestellwert und die Plattformgebühr. Wenn dein Bestellwert sinkt oder die Gebühr steigt, passe dann sofort deine Preise oder deinen Mindestbestellbetrag an.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Plattformgebühr sollte ich einrechnen?
Das variiert je nach Plattform und Vertrag. Lieferplattformen berechnen normalerweise 20-30%, andere 15-35%. Überprüfe dein Dashboard für deinen genauen Tarif.
Muss ich Lieferkosten in meine Berechnung einbeziehen?
Nein, Lieferkosten gehen normalerweise direkt an den Fahrer. Du erhältst nur den Bestellwert minus Plattformgebühr.
Was ist, wenn mein durchschnittlicher Bestellwert zu niedrig ist?
Erhöhe deinen Mindestbestellbetrag oder stimuliere höhere Bestellungen mit Aktionen wie 'kostenloses Getränk bei Bestellung über €25'. Dies erhöht deinen durchschnittlichen Bestellwert.
Wie berechne ich die Arbeitszeit für Lieferbestellungen?
Zähle Zubereitung + Verpackung + Verwaltung. Im Durchschnitt 8-15 Minuten pro Bestellung. Bei €18/Std. kostet dies €2,40-€4,50 an Arbeit pro Bestellung.
Wann ist ein eigener Lieferservice rentabler?
Wenn du mehr als 50 Bestellungen pro Tag hast und innerhalb von 3-5 km lieferst. Dann können eigene Fahrer günstiger sein als 25-30% Plattformgebühr.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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