Verpackungskosten können deine Liefermarge ruinieren. Viele Restaurantbesitzer vergessen Pizzakartons, Taschen und Besteck in ihren Lieferpreis einzukalkulieren. Dadurch verdienst du weniger als du denkst bei jeder Bestellung.
Warum Verpackungskosten wichtig sind
Bei Lieferungen hast du zusätzliche Kosten, die du nicht bei Gästen im Restaurant hast: Pizzakartons, Kunststoffbehälter, Liefertaschen, Besteck, Servietten und Saucenverpackungen. Diese Kosten summieren sich auf.
⚠️ Achtung:
Ein Pizzakarton von €0,35 scheint wenig, aber bei 100 Pizzen pro Woche kostet dich das €1.820 pro Jahr. Wenn du das nicht einkalkulierst, verdampft dein Gewinn.
Berechne deine gesamten Verpackungskosten pro Bestellung
Erstelle zunächst eine Liste von allem, was du für eine durchschnittliche Lieferbestellung brauchst:
- Pizzakarton oder Kunststoffbehälter
- Liefertaschen (oft 1 Tasche pro 2-3 Artikel)
- Kunststoffbesteck-Set
- Servietten
- Saucenbehälter
- Aufkleber oder Klebeband
💡 Beispiel Pizzeria:
Durchschnittliche Bestellung: 2 Pizzen + Getränk
- 2 Pizzakartons: €0,70
- 1 Liefertasche: €0,15
- Servietten: €0,05
- Saucenbehälter: €0,10
Gesamte Verpackungskosten: €1,00
Berechne Verpackungskosten in deinen Preis ein
Behandle Verpackungskosten als Teil deiner Kostenkalkulation, genau wie Zutaten. Addiere sie zu deinen Lebensmittelkosten und kalkuliere sie in deinen Verkaufspreis ein.
Formel:
Neuer Verkaufspreis = (Zutatenkosten + Verpackungskosten) / Gewünschter Kostensatz %
💡 Beispielberechnung:
Pizza Margherita Lieferung:
- Zutatenkosten: €3,50
- Verpackungskosten: €0,50
- Gesamtkosten: €4,00
- Gewünschter Kostensatz: 30%
Mindestverkaufspreis ohne MwSt.: €4,00 / 0,30 = €13,33
Verkaufspreis inkl. 19% MwSt.: €15,87
Unterschiedliche Verpackungen pro Gericht
Nicht jedes Gericht hat die gleichen Verpackungskosten. Ein Salat hat eine teurere Verpackung als eine Pizza. Berechne pro Gericht, was die Verpackung kostet.
- Pizzen: Stabiler Kartonkarton (€0,30-0,50)
- Pasta: Kunststoffbehälter mit Deckel (€0,20-0,35)
- Salate: Großer Salatbehälter (€0,40-0,60)
- Suppen: Auslaufsicherer Behälter (€0,25-0,40)
⚠️ Achtung:
Billige Verpackungen können teuer werden. Ein auslaufender Saucenbehälter oder ein beschädigter Pizzakarton kostet dich mehr als der Unterschied im Einkaufspreis.
Plattformgebühren und Verpackungskosten
Lieferplattformen wie Lieferando berechnen 15-30% Provision auf deinen Bestellwert. Da Verpackungskosten Teil deines Verkaufspreises sind, zahlst du auch Provision auf deine Verpackungskosten.
💡 Beispiel Auswirkung:
Pizza für €15 mit €0,50 Verpackungskosten:
- Plattformgebühr 25%: €3,75
- Davon Gebühr auf Verpackung: €0,13
- Gesamte Verpackungskosten: €0,50 + €0,13 = €0,63
Du zahlst also mehr für Verpackung als nur den Einkaufspreis.
Optimiere deine Verpackungskosten
Suche nach Möglichkeiten, Verpackungskosten zu senken, ohne die Qualität zu beeinträchtigen:
- Großmengen-Einkauf: Größere Mengen = niedrigerer Preis pro Stück
- Multifunktionale Verpackung: Ein Behälter für verschiedene Gerichte
- Mindestbestellwert: Höheres Minimum = weniger kleine Bestellungen mit relativ hohen Verpackungskosten
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du Verpackungskosten zu deinen Rezepten hinzufügen, sodass du automatisch die richtige Kostenkalkulation siehst inklusive aller Verpackungsmaterialien.
Wie kalkulierst du Verpackungskosten ein? (Schritt für Schritt)
Inventarisiere alle Verpackungsmaterialien
Erstelle eine Liste von allem, was du verwendest: Kartons, Behälter, Taschen, Besteck, Servietten, Saucenbehälter. Notiere den Einkaufspreis pro Stück für jeden Artikel.
Berechne Verpackungskosten pro Gericht
Addiere, was jedes Gericht an Verpackung kostet. Eine Pizza hat andere Verpackung als ein Salat. Berechne realistisch: nicht jedes Gericht bekommt eine Liefertasche.
Addiere Verpackungskosten zu Zutatenkosten
Behandle Verpackung als Teil deiner Kostenkalkulation. Addiere Zutatenkosten + Verpackungskosten und teile durch deinen gewünschten Kostensatz-Prozentsatz für deinen Mindestverkaufspreis.
✨ Pro tip
Kalkuliere Verpackungskosten immer von Anfang an ein. Es ist einfacher, direkt den richtigen Preis zu verlangen, als später deine Preise zu erhöhen, weil du Verpackung vergessen hast.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich MwSt. auf Verpackungskosten zahlen?
Ja, Verpackungskosten sind Teil deines Verkaufspreises. Auf Essen zur Lieferung zahlst du 19% MwSt., also auch auf den Verpackungsteil deines Preises.
Kann ich Verpackungskosten separat dem Kunden berechnen?
Das ist möglich, aber nicht üblich in Deutschland. Die meisten Restaurants kalkulieren Verpackungskosten in ihren Menüpreis ein. Eine separate Verpackungsgebühr kann Kunden abschrecken.
Wie viel Prozent meines Bestellwerts darf in die Verpackung gehen?
Üblich sind 2-5% deines Bestellwerts. Bei einer Bestellung von €20 sind €0,40-1,00 Verpackungskosten normal. Wenn du höher liegst, lohnt es sich, nach günstigeren Alternativen zu suchen.
Muss ich auch Provision auf Verpackungskosten zahlen?
Ja, Lieferplattformen berechnen Provision auf deinen gesamten Bestellwert, inklusive des Teils, der in die Verpackung geht. Kalkuliere das in deine Kostenkalkulation ein.
Wie oft sollte ich meine Verpackungspreise überprüfen?
Überprüfe alle 3-6 Monate deine Einkaufspreise. Verpackungsmaterialien können deutlich im Preis steigen, besonders Karton und Kunststoff. Aktualisiere dann auch deine Kalkulation.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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