BETA APP IN ENTWICKLUNG HACCP und mehr sind in deinem Dashboard verfügbar — derzeit in der Betaphase, kleine Fehler sind möglich. Die neue App mit vollständiger Integration folgt bald.
📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie stelle ich sicher, dass ich mein Fertigprodukt-Sortiment nicht zu günstig im Vergleich zum Supermarkt anbiete?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Fertigprodukte zum Supermarktpreis zu verkaufen ist ein schneller Weg zum Verlust. Viele Gastronomen denken, sie müssen mit der Albert Heijn konkurrieren, aber vergessen ihren Mehrwert. In diesem Artikel lernst du, wie du den richtigen Preis für dein Fertigprodukt-Sortiment festlegst.

Warum Supermarktpreise für die Gastronomie nicht funktionieren

Ein Supermarkt kauft tausende Stücke gleichzeitig und hat eine völlig andere Kostenstruktur. Du hast andere Kosten, die du weitergeben musst:

  • Personal, das das Produkt serviert
  • Miete deines Standorts
  • Energie für Kühlung und Beleuchtung
  • Verpackung und Service
  • Kleinere Einkaufsmengen = höhere Einkaufspreise

⚠️ Achtung:

Wenn du denselben Preis wie der Supermarkt berechnest, machst du Verlust bei jedem verkauften Produkt.

Berechne deine echten Kosten

Bei Fertigprodukten hast du mehr Kosten als nur den Einkaufspreis:

💡 Beispiel: Fertiger Salat

Supermarktpreis: €3,50. Deine Kosten:

  • Einkaufspreis: €2,10
  • Verpackung: €0,25
  • Arbeit (5 Min à €20/Std): €1,67
  • Gemeinkosten (Miete, Energie): €0,50

Gesamtkostpreis: €4,52

Du musst also mindestens €4,52 berechnen, um die Gewinnschwelle zu erreichen. Bei €3,50 verlierst du €1,02 pro Salat.

Die 2,5x-Regel für Fertigprodukte

Eine gängige Faustregel für Fertigprodukte ist das 2,5- bis 3-fache deines Einkaufspreises. Dies kompensiert deine zusätzlichen Kosten und gibt dir eine gesunde Marge.

💡 Beispiel: Flasche Saft

Supermarkt: €1,89. Deine Berechnung:

  • Einkaufspreis: €1,20
  • Gewünschte Marge: 2,5x
  • Mindestverkaufspreis: €1,20 × 2,5 = €3,00

Dein Preis: €3,00 (59% über Supermarkt)

Mehrwert erklären

Gäste zahlen nicht nur für das Produkt, sondern für das gesamte Erlebnis:

  • Bequemlichkeit: Sofort verfügbar, kein Einkaufen nötig
  • Standort: Konsumieren an einem schönen Ort
  • Service: Jemand serviert es, räumt auf
  • Atmosphäre: Teil des Gesamterlebnisses

💡 Beispiel: Strandbar vs. Supermarkt

Eine Dose Cola kostet €0,89 bei der Albert Heijn. In deiner Strandbar:

  • Einkaufspreis: €0,55
  • Gekühlt servieren: €0,10
  • Standort am Meer: €1,35 Mehrwert
  • Service: €0,50

Dein Preis: €2,50 (181% über Supermarkt)

Überprüfe deine Konkurrenz (nicht den Supermarkt)

Vergleiche deine Preise mit ähnlichen Gastronomiebetrieben, nicht mit Einzelhandel. Ein Café in der Innenstadt kann andere Preise berechnen als ein Straßenrestaurant.

Schau dir an:

  • Cafés und Restaurants in deiner Nähe
  • Vergleichbare Standorte (Strand, Innenstadt, Autobahn)
  • Gleiche Art von Betrieb (casual, fine dining, fast food)

Wann macht konkurrenzfähige Preisgestaltung Sinn

Manchmal ist es sinnvoll, näher an Supermarktpreisen zu bleiben:

  • Lockvogelangebote: Produkte, um Gäste hereinzulocken
  • Hohe Mengen: Wenn du viel verkaufst, kann deine Marge niedriger sein
  • Strategische Wahl: Günstiges Essen, teure Getränke

⚠️ Achtung:

Auch bei Lockvogelangeboten musst du wissen, was du pro Produkt verlierst. Sonst weißt du nicht, ob die Strategie funktioniert.

Wie legst du den richtigen Preis für Fertigprodukte fest?

1

Berechne deine echten Kosten

Addiere: Einkaufspreis + Verpackung + Arbeit + Gemeinkosten. Vergiss nicht die Zeit, die du für Einkauf, Lagerung und Service aufwendest. Das ist dein Break-Even-Punkt.

2

Wende die 2,5x-Regel an

Multipliziere deinen Einkaufspreis mit 2,5 bis 3. Das gibt dir eine gesunde Marge und kompensiert alle zusätzlichen Kosten, die der Supermarkt nicht hat.

3

Überprüfe deine Konkurrenz (Gastronomie, nicht Einzelhandel)

Vergleiche mit ähnlichen Gastronomiebetrieben in deiner Umgebung. Wenn du viel höher liegst, überlege dir, wie du den Mehrwert den Gästen erklären kannst.

✨ Pro tip

Überprüfe deine 5 meistverkauften Fertigprodukte. Wenn du weniger als das 2-fache deines Einkaufspreises berechnest, erhöhe die Preise oder stelle sie ein.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

KitchenNmbrs kostenlos testen →

War dieser Artikel hilfreich?

Artikel teilen

WhatsApp LinkedIn

Häufig gestellte Fragen

Darf ich 3x so viel wie der Supermarkt verlangen?

Ja, das ist normal in der Gastronomie. Du bietest Service, Standort und Bequemlichkeit. Gäste zahlen für das gesamte Erlebnis, nicht nur das Produkt.

Was tun, wenn Gäste sich beschweren, dass es zu teuer ist?

Erkläre, was sie bekommen: gekühlt serviert, kein Einkaufen, schöner Standort. Konzentriere dich auf das Erlebnis, nicht nur auf das Produkt.

Muss ich immer die gleiche Marge haben?

Nein, du kannst strategisch variieren. Einige Produkte als Lockvogelangebote, andere mit höherer Marge. Achte darauf, dass dein Gesamtbild stimmt.

Wie oft sollte ich meine Preise anpassen?

Überprüfe mindestens vierteljährlich, ob sich deine Einkaufspreise geändert haben. Bei starker Inflation öfter. Passe an, bevor deine Marge zu sehr sinkt.

Kann ich Fertigprodukte mit Selbstgemachtem kombinieren?

Sicher, viele Betriebe tun das. Nutze Fertigprodukte für Produkte, bei denen du keinen Mehrwert schaffen kannst, konzentriere dich auf Selbstgemachtes für deine Spezialitäten.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

Sie verkaufen Lebensmittel? Dann brauchen Sie KitchenNmbrs

Ob Restaurant, Food Truck, Catering oder Meal-Kit-Unternehmen — Sie müssen wissen, was jedes Gericht kostet. KitchenNmbrs gibt Ihnen diesen Einblick. Starten Sie Ihre kostenlose Testphase.

Kostenlose Testversion starten →
Haftungsausschluss & Nutzungsbedingungen

Inhaltsverzeichnis

💬 in 𝕏