📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Wie stelle ich fest, ob ich bei jedem Produkt die...

📝 Von Jeffrey Smit · aktualisiert 07 Apr 2026

Direkte Antwort
Nicht alle Produkte müssen die gleiche Gewinnspanne haben. Tatsächlich variieren kluge Restaurantbetreiber bewusst ihre Spannen nach Produktkategorie. Deine teuren Weine können eine niedrigere Spanne haben als deine Vorspeisen, und das ist oft auch logisch.

Nicht alle Produkte müssen die gleiche Gewinnspanne haben. Tatsächlich variieren kluge Restaurantbetreiber bewusst ihre Spannen nach Produktkategorie. Deine teuren Weine können eine niedrigere Spanne haben als deine Vorspeisen, und das ist oft auch logisch.

Warum unterschiedliche Spannen pro Kategorie sinnvoll sind

Die Idee, dass jedes Produkt die gleiche Gewinnspanne haben muss, ist ein Mythos. In der Praxis arbeiten Restaurants mit unterschiedlichen Spannen pro Kategorie, und dafür gibt es gute Gründe:

  • Hauptgänge: Oft niedrigere Spanne (20-25%), weil Gäste diese Preise am schärfsten vergleichen
  • Vorspeisen: Höhere Spanne möglich (35-45%), weil sie weniger preissensibel sind
  • Getränke: Traditionell hohe Spannen (75-85%) zum Ausgleich niedriger Lebensmittelkosten
  • Desserts: Oft hohe Spannen (60-70%), weil sie Spontankäufe sind

Der strategische Ansatz pro Kategorie

Denke an deine Speisekarte als Portfolio von Produkten, jedes mit einer eigenen Rolle:

? Beispiel Spannenstrategie:

Bistro mit durchschnittlichem Hauptgang €24:

  • Hauptgänge: 28% Lebensmittelkosten (€6,72 Zutaten)
  • Vorspeisen: 22% Lebensmittelkosten (€1,98 auf €9 Verkauf)
  • Desserts: 18% Lebensmittelkosten (€1,26 auf €7 Verkauf)
  • Wein pro Glas: 25% Ausschankkosten (€1,50 auf €6 Verkauf)

Durchschnittliche Spanne über die gesamte Rechnung: 26%

Wie bestimmst du die richtige Spanne pro Kategorie

Beginne mit diesen Faustregel und passe sie basierend auf deiner Erfahrung an:

  • Hauptgänge (Fleisch/Fisch): 25-32% Lebensmittelkosten
  • Pasta/Vegetarisch: 18-25% Lebensmittelkosten
  • Vorspeisen: 20-30% Lebensmittelkosten
  • Desserts: 15-25% Lebensmittelkosten
  • Alkoholische Getränke: 20-30% Ausschankkosten
  • Kaffee/Tee: 10-15% Produktkosten

⚠️ Achtung:

Diese Prozentsätze sind Richtlinien, keine absoluten Wahrheiten. Dein lokaler Markt, dein Konzept und der Wettbewerb bestimmen, was realistisch ist.

Die Psychologie hinter unterschiedlichen Spannen

Gäste verhalten sich bei verschiedenen Produktkategorien unterschiedlich:

  • Hauptgänge: Gäste vergleichen Preise zwischen Restaurants
  • Vorspeisen: Weniger preisbewusst, mehr impulsiv
  • Getränke: Oft soziale Wahl, weniger rational
  • Desserts: Reine Luxus, Preis weniger wichtig

? Beispiel Preispsychologie:

Ein Gast, der €28 für einen Hauptgang bezahlt:

  • Findet €8,50 für eine Vorspeise normal
  • Bestellt ein Glas Wein für €6,50 ohne zu überlegen
  • Nimmt ein Dessert für €7,50 zum Abschluss

Gesamtrechnung: €50,50 - aber nur der Hauptgang wurde wirklich "gewogen" beim Preis.

Wann macht eine einheitliche Spanne Sinn

Es gibt Situationen, in denen eine Spanne für alles logischer ist:

  • Anfänger: Einfacher, mit einem Prozentsatz zu starten (zum Beispiel 30%)
  • Sehr kleine Speisekarte: Bei 8-10 Gerichten ist Differenzierung weniger relevant
  • Fastfood/Takeaway: Oft eine Standardspanne für Einfachheit
  • Catering: Feste Spanne pro Person ist übersichtlicher

Wie überwachst du unterschiedliche Spannen

Mit unterschiedlichen Spannen pro Kategorie wird die Überwachung wichtiger:

  • Überprüfe wöchentlich deine Top-5 verkauften Artikel pro Kategorie
  • Berechne monatlich deine durchschnittliche Spanne über alle Verkäufe
  • Achte auf Verschiebungen: Verkaufst du plötzlich mehr Artikel mit niedriger Spanne?

? Beispiel Überwachung:

Restaurant mit Mix-Strategie überprüft monatlich:

  • Hauptgänge: 65% des Umsatzes, 28% durchschnittliche Lebensmittelkosten
  • Vorspeisen: 15% des Umsatzes, 24% durchschnittliche Lebensmittelkosten
  • Desserts: 10% des Umsatzes, 20% durchschnittliche Lebensmittelkosten
  • Getränke: 10% des Umsatzes, 26% durchschnittliche Ausschankkosten

Gesamte gewichtete Lebensmittelkosten: 27,1%

Ein System wie KitchenNmbrs hilft dir, deine Spannen pro Kategorie zu verfolgen, ohne dass du selbst mit gewichteten Durchschnitten rechnen musst.

Wie bestimmst du deine Spannenstrategie pro Kategorie?

1

Analysiere deinen aktuellen Verkaufsmix

Zähle auf, wie viel Prozent deines Umsatzes aus jeder Kategorie kommt. Hauptgänge sind normalerweise 60-70%, Vorspeisen 10-20%, Desserts 5-15%, Getränke 10-25%. Dies bestimmt, welche Kategorien die meiste Auswirkung haben.

2

Lege Spannenziele pro Kategorie fest

Beginne konservativ: Hauptgänge 30%, Vorspeisen 25%, Desserts 20%, Getränke 25%. Teste einen Monat und schau, ob Gäste anders bestellen. Passe an, wo nötig.

3

Berechne deine gewichtete durchschnittliche Spanne

Multipliziere jede Kategorie-Spanne mit dem Prozentsatz des Umsatzes aus dieser Kategorie. Addiere alles. Das ist deine tatsächliche Gesamtspanne. Stelle sicher, dass diese zwischen 28-32% liegt für ein gesundes Geschäft.

✨ Pro tip

Beginne mit einer Spanne für alles (30%) und gehe nach 6 Monaten zu kategoriespezifischen Spannen über. Dann hast du erst Erfahrung mit Kostenkalkulation gesammelt, bevor du es komplexer machst.

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Häufig gestellte Fragen

Kann ich unterschiedliche Spannen verwenden, ohne dass Gäste es bemerken?
Ja, Gäste vergleichen selten Preise zwischen Kategorien. Sie finden €9 für eine Vorspeise und €26 für einen Hauptgang beide normal, auch wenn sie unterschiedliche Spannen haben.
Was ist, wenn meine Hauptgänge mit 30% Spanne zu teuer werden?
Senke dann deine Hauptgang-Spanne auf 25% und kompensiere mit höheren Spannen auf Vor- und Nachspeisen. Es geht um die Gesamtrentabilität einer durchschnittlichen Rechnung.
Wie oft sollte ich meine Spannenstrategie anpassen?
Überprüfe jedes Quartal, ob sich dein Verkaufsmix verschoben hat. Wenn Gäste plötzlich mehr Artikel mit niedriger Spanne bestellen, passe dann deine Strategie an. Bei großen Saisonwechseln auch zwischendurch kontrollieren.
Sollte ich meinem Team von unterschiedlichen Spannen pro Kategorie erzählen?
Nicht unbedingt die genauen Prozentsätze, aber schon, welche Artikel du promoten möchtest. Trainiere dein Team, Vorspeisen und Desserts zu empfehlen - dort sitzt oft mehr Spanne.
Funktioniert das auch für kleine Restaurants mit begrenzter Speisekarte?
Bei weniger als 15 Gerichten ist oft eine Standardspanne praktischer. Die Komplexität unterschiedlicher Spannen wiegt dann nicht gegen die Vorteile auf.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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