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📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie stelle ich fest, ob meine Miete und Fixkosten zu meinem maximalen Umsatzpotenzial passen?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Deine Miete und Fixkosten bestimmen deinen Break-Even-Punkt. Viele Gastronomen wählen ein Lokal nach Gefühl, vergessen aber zu prüfen, ob sie genug verdienen können, um alle Kosten zu decken. Wenn deine Miete zu hoch ist für das, was du umsetzen kannst, verlierst du jeden Monat Geld.

Berechne dein maximales Umsatzpotenzial

Bevor du deine Miete beurteilst, musst du wissen, wie viel du maximal umsetzen kannst. Das hängt von deiner Kapazität und realistischen Preisen ab.

💡 Beispiel Kapazitätsberechnung:

Restaurant mit 40 Plätzen, offen 6 Tage pro Woche:

  • Mittags: 40 Couverts × €18 Durchschnitt = €720
  • Abends: 60 Couverts × €32 Durchschnitt = €1.920
  • Pro Tag: €2.640
  • Pro Woche: €15.840

Maximal pro Monat: €63.360

Rechne realistisch. Du sitzt nicht jeden Tag voll. In der Praxis erreichst du 60-80% deiner maximalen Kapazität.

Die 30%-Miet-Regel

Eine Faustregel in der Gastronomie: deine Miete darf maximal 30% deines Umsatzes sein. Bei höheren Prozentsätzen wird es schwierig, Gewinn zu machen.

💡 Beispiel Mietberechnung:

Bei einem erwarteten Umsatz von €40.000 pro Monat:

  • Maximale Miete: €40.000 × 0,30 = €12.000
  • Inklusive Nebenkosten und Steuern
  • Addiere auch Gas, Wasser, Strom dazu

Gesamte Unterkunftskosten: max €12.000

Addiere alle Fixkosten

Miete ist nicht deine einzige Fixkost. Addiere alles, was du jeden Monat bezahlen musst, unabhängig davon, wie viel du verkaufst:

  • Miete und Nebenkosten
  • Gas, Wasser, Strom (fester Anteil)
  • Versicherungen (Haftung, Inventar, Betriebsschaden)
  • Abonnements (Kassensystem, Musik, Software)
  • Minimale Personalkosten (du selbst + festes Personal)
  • Abschreibungen (Küchengeräte, Möbel)

⚠️ Achtung:

Vergiss keine "unsichtbaren" Kosten wie Versicherungen, Buchhalter, Reparaturen und Ersatz. Diese können zusammen €1.000-2.000 pro Monat sein.

Berechne deinen Break-Even-Umsatz

Dein Break-Even-Punkt ist der Umsatz, bei dem du genau die Gewinnschwelle erreichst. Verwende diese Formel:

Break-Even-Umsatz = Fixkosten / (1 - Variable Kosten %)

Variable Kosten sind normalerweise 55-65% deines Umsatzes (Lebensmittel, Getränke, zusätzliches Personal bei Stoßzeiten).

💡 Beispiel Break-Even-Berechnung:

Fixkosten: €18.000 pro Monat, variable Kosten: 60%

  • Break-Even: €18.000 / (1 - 0,60) = €45.000
  • Du musst mindestens €45.000 umsetzen, um die Gewinnschwelle zu erreichen
  • Alles darüber ist Gewinn (vor Steuern)

Für €5.000 Gewinn brauchst du €57.500 Umsatz

Überprüfe die Realität deines Standorts

Schau dir dein Lokal und die Umgebung kritisch an:

  • Fußgängerverkehr: Wie viele Menschen gehen hier täglich vorbei?
  • Parken: Können Gäste leicht parken?
  • Konkurrenz: Wie viele vergleichbare Lokale gibt es in der Nähe?
  • Zielgruppe: Passt dein Konzept zur Gegend?

Ein wunderschönes Lokal an einem schlechten Standort kann dir teuer zu stehen kommen.

Erstelle ein Worst-Case-Szenario

Plane nicht nur für gute Zeiten. Was ist, wenn dein Umsatz 30% niedriger ausfällt als erwartet?

⚠️ Achtung:

Im ersten Jahr erreichst du oft nur 60-70% deines geplanten Umsatzes. Stelle sicher, dass du auch dann deine Fixkosten bezahlen kannst, sonst gehst du pleite, bevor du richtig läufst.

Wie überprüfst du, ob Miete und Fixkosten stimmen? (Schritt für Schritt)

1

Berechne deine maximale Kapazität

Zähle deine Plätze, multipliziere mit realistischem Umschlag (Mittags 1×, Abends 1,5×), rechne mit durchschnittlichem Bonwert. Das ist dein theoretisches Maximum pro Tag.

2

Rechne 70% deines Maximums als realistisch

Du sitzt nicht jeden Tag voll. Nimm 70% deiner maximalen Kapazität als realistischen Monatsumsatz. Das ist, was du wahrscheinlich im ersten Jahr erreichst.

3

Addiere alle Fixkosten

Miete, Energie, Versicherungen, Abonnements, Minimalpersonal, Abschreibungen. Alles, was du bezahlen musst, unabhängig von deinem Umsatz. Das sind deine echten Fixkosten.

4

Überprüfe die 30%-Regel

Teile deine gesamten Fixkosten durch deinen realistischen Monatsumsatz. Wenn das über 30% liegt, sind deine Fixkosten für diesen Standort zu hoch.

5

Berechne deinen Break-Even-Punkt

Fixkosten geteilt durch (1 minus Prozentsatz der variablen Kosten). Wenn das höher ist als dein realistischer Umsatz, wird es sehr schwierig, Gewinn zu machen.

✨ Pro tip

Überprüfe immer, was der vorherige Mieter gemacht hat und warum er aufgehört hat. Wenn es in den letzten 3 Jahren 4 verschiedene Lokale gab, ist der Standort wahrscheinlich das Problem.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist, wenn meine Miete höher als 30% meines Umsatzes ist?

Dann wird es sehr schwierig, Gewinn zu machen. Du kannst versuchen, deine Preise zu erhöhen, mehr Gäste anzuziehen oder über niedrigere Miete zu verhandeln. Oft ist ein anderer Standort die beste Lösung.

Sollte ich Nebenkosten und Energie in meine Miete einrechnen?

Ja, absolut. Addiere alle Kosten, die du für dein Lokal bezahlst: Miete, Nebenkosten, Gas, Wasser, Strom, Gemeindesteuern. Das sind deine echten Unterkunftskosten.

Wie weiß ich, ob meine Umsatzerwartung realistisch ist?

Schau dir vergleichbare Lokale in der Gegend an, zähle Fußgänger, überprüfe Bewertungen von Konkurrenten. Rechne immer konservativ - besser positiv überrascht werden als pleite gehen.

Kann ich mit höheren Fixkosten starten und später anpassen?

Das ist gefährlich. Fixkosten sind schwer zu senken (Mietverträge, Personal). Starten Sie lieber vorsichtig und wachsen Sie später zu einem besseren Standort, wenn Sie laufen.

Was sind typische Fixkosten für ein kleines Restaurant?

Miete €8.000, Energie €800, Versicherungen €400, Abonnements €300, Minimalpersonal €6.000, Abschreibungen €500. Insgesamt etwa €16.000 für ein Lokal mit 30-40 Plätzen.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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