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📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich, welcher Teil meines Umsatzes für Einkauf, Personal und sonstige Kosten vorgesehen ist?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Die Aufteilung deines Umsatzes auf Einkauf, Personal und sonstige Kosten ist entscheidend für eine gesunde Gewinnmarge. Viele Gastronomiebetreiber wissen nicht, welcher Prozentsatz zu welcher Kostenstelle gehen darf, wodurch sie unbewusst Geld verlieren. In diesem Artikel lernst du die gängigen Verhältnisse und wie du diese für deinen Betrieb berechnest.

Die Grundlagen: Umsatzverteilung in der Gastronomie

Dein Gesamtumsatz muss auf vier Hauptkategorien verteilt werden: Einkauf (Lebensmittel & Getränke), Personalkosten, sonstige Kosten und Gewinn. Die Kunst besteht darin, das richtige Gleichgewicht zu finden.

💡 Beispiel gängige Aufteilung:

  • Einkauf (Lebensmittelkosten): 30% des Umsatzes
  • Personalkosten: 35% des Umsatzes
  • Sonstige Kosten: 25% des Umsatzes
  • Gewinn: 10% des Umsatzes

Gesamt: 100% des Umsatzes

Lebensmittelkostenquote berechnen

Deine Lebensmittelkostenquote ist der Prozentsatz deines Umsatzes, der für den Einkauf von Zutaten aufgewendet wird. Du berechnest dies, indem du deine Gesamteinkaufskosten durch deinen Gesamtumsatz (ohne MwSt.) teilst.

Formel: Lebensmittelkostenquote % = (Gesamteinkauf / Umsatz ohne MwSt.) × 100

💡 Beispielberechnung:

Monatsumsatz: €50.000 inkl. 9% MwSt. = €45.872 ohne MwSt.

Gesamteinkauf: €14.000

Lebensmittelkosten: (€14.000 / €45.872) × 100 = 30,5%

Personalkosten-Prozentsatz

Personalkosten umfassen nicht nur Gehälter, sondern auch Sozialabgaben, Rentenbeiträge und eventuell Boni. Ein gesunder Prozentsatz liegt zwischen 30-40% deines Umsatzes, abhängig von deiner Art von Betrieb.

  • Fine Dining: 35-45% (mehr Personal pro Gast)
  • Casual Dining: 30-35%
  • Fast Casual: 25-30%
  • Lieferung/Abholung: 20-25% (weniger Bedienung)

⚠️ Achtung:

Rechne alle Personalkosten ein, nicht nur das Nettoeinkommen. Sozialabgaben können 25-30% auf das Bruttogehalt bedeuten.

Sonstige Kosten erfassen

Sonstige Kosten sind alle Ausgaben, die nicht für Lebensmittel oder Personal sind. Diese Position wird oft unterschätzt, kann aber schnell auf 20-30% deines Umsatzes anwachsen.

  • Miete und Energiekosten
  • Abschreibungen auf Ausrüstung
  • Marketing und Werbung
  • Versicherungen und Verwaltung
  • Wartung und Reparaturen
  • Verpackungsmaterialien (bei Lieferung)

💡 Beispiel sonstige Kosten pro Monat:

  • Miete: €4.000
  • Energie: €1.200
  • Marketing: €800
  • Versicherungen: €400
  • Sonstiges: €600

Gesamt: €7.000 bei €50.000 Umsatz = 14%

Gewinnmarge bestimmen

Deine Gewinnmarge ist das, was nach allen Kosten übrig bleibt. Eine gesunde Gewinnmarge in der Gastronomie liegt zwischen 8-15%. Alles unter 5% ist riskant, da du keine Reserve für Rückschläge hast.

Formel: Gewinn % = 100% - (Lebensmittelkostenquote % + Personal % + Sonstige Kosten %)

Warum diese Verhältnisse wichtig sind

Wenn eine Kostenposition zu hoch wird, geht dies auf Kosten deines Gewinns oder anderer Positionen. Viele Betreiber kompensieren hohe Lebensmittelkosten durch Einsparungen beim Personal, was die Servicequalität beeinträchtigt.

⚠️ Achtung:

Eine Lebensmittelkostenquote von 40% bedeutet, dass du andere Kosten senken oder deine Preise erhöhen musst. Sonst verdienst du nichts.

Digitale Tools zur Kostenkontrolle

Das manuelle Überwachen dieser Prozentsätze kostet viel Zeit. Eine App wie KitchenNmbrs berechnet automatisch deine Lebensmittelkosten pro Gericht und zeigt dir, welcher Prozentsatz deines Umsatzes zu welcher Kostenstelle geht.

Wie berechnest du die Aufteilung deines Umsatzes? (Schritt für Schritt)

1

Sammle deine Monatszahlen

Notiere deinen Gesamtumsatz, Gesamteinkauf, Gesamtpersonalkosten und alle sonstigen Ausgaben des letzten Monats. Rechne den Umsatz ohne MwSt. um, indem du durch 1,09 teilst.

2

Berechne die Prozentsätze pro Kostenposition

Teile jede Kostenposition durch deinen Umsatz ohne MwSt. und multipliziere mit 100. So erhältst du den Prozentsatz, den jede Position von deinem Umsatz beansprucht.

3

Vergleiche mit gesunden Verhältnissen

Überprüfe, ob deine Prozentsätze stimmen: Lebensmittelkosten 28-35%, Personal 30-40%, sonstige Kosten 20-30%. Ist eine Position zu hoch? Dann weißt du, wo du eingreifen musst.

✨ Pro tip

Überprüfe jede Woche deine Top 5 meistverkauften Gerichte auf Lebensmittelkosten. Wenn diese unter Kontrolle sind, hast du 80% deiner Einkaufskosten unter Kontrolle.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine gesunde Lebensmittelkostenquote für mein Restaurant?

Für die meisten Restaurants liegt eine gesunde Lebensmittelkostenquote zwischen 28-35%. Fine Dining kann höher sein (bis 38%), Fast Casual oft niedriger (25-30%). Es hängt von deinem Konzept und deiner Preisgestaltung ab.

Muss ich die MwSt. in meine Umsatzberechnung einbeziehen?

Nein, rechne immer mit Umsatz ohne MwSt. Die MwSt., die du erhältst, musst du an die Steuerbehörde abführen, also gehört sie dir nicht.

Was ist, wenn meine Personalkosten über 40% liegen?

Dann hast du wahrscheinlich zu viel Personal für dein Umsatzniveau, oder deine Preise sind zu niedrig. Überprüfe zuerst, ob du deine Effizienz verbessern kannst, bevor du Personal entlässt.

Wie oft sollte ich diese Prozentsätze überprüfen?

Mindestens monatlich, aber am besten wöchentlich. So kannst du schnell reagieren, wenn eine Kostenposition aus dem Ruder läuft.

Was ist, wenn mir nach allen Kosten kein Gewinn bleibt?

Dann sind deine Kosten zu hoch oder deine Preise zu niedrig. Beginne mit deiner Lebensmittelkostenquote: Wenn diese über 35% liegt, kannst du dort am schnellsten Gewinn erzielen.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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