Kombi-Angebote wie "Sandwich + Getränk" sind bei Gästen beliebt, können aber deine Marge ruinieren, wenn du sie falsch berechnest. Viele Unternehmer raten die Preis und stellen später fest, dass sie bei jedem Angebot Geld verlieren. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du Kombi-Preise berechnest, die wirklich rentabel sind.
Warum Kombi-Angebote oft verlustbringend sind
Das Problem bei Kombi-Angeboten liegt in der Psychologie. Du möchtest das Angebot für Gäste attraktiv machen, also gibst du Rabatt. Aber wie viel Rabatt kannst du geben, ohne Verlust zu machen?
⚠️ Achtung:
Viele Gaststätten rechnen nur mit den Einkaufspreisen von Zutaten. Aber du hast auch Fixkosten: Personal, Miete, Energie. Diese müssen auch verdient werden.
Die Grundlage: Was kostet dein Kombi-Angebot wirklich?
Für ein rentables Kombi-Angebot musst du zunächst wissen, was jeder Teil einzeln kostet. Nicht nur die Zutaten, sondern auch deine gewünschte Marge.
💡 Beispiel:
Gesundes Sandwich + Cola Kombi:
- Gesundes Sandwich: €8,50 (Lebensmittelkosten 30% = €2,55 Zutaten)
- Cola: €2,80 (Lebensmittelkosten 25% = €0,70 Zutaten)
- Insgesamt einzeln verkauft: €11,30
- Gesamte Zutatenkosten: €3,25
Berechne deinen Mindest-Kombi-Preis
Dein Kombi-Preis muss mindestens deine Zutatenkosten plus deine gewünschte Marge decken. Eine übliche Marge für Kombi-Angebote liegt bei 25-30% Lebensmittelkosten.
💡 Berechnung Mindestpreis:
Formel: Mindestpreis = Zutatenkosten / (Gewünschte Lebensmittelkosten % / 100)
Mit unserem Beispiel:
- Zutatenkosten: €3,25
- Gewünschte Lebensmittelkosten: 30%
- Mindestpreis: €3,25 / 0,30 = €10,83 ohne MwSt.
- Inkl. 9% MwSt.: €10,83 × 1,09 = €11,80
Kombi-Preis: €11,80 (Rabatt von €11,30 auf €11,80 = kleiner Rabatt, aber wirklich rentabel)
Wie viel Rabatt kannst du geben?
Der maximale Rabatt hängt davon ab, wie viel Marge du behalten möchtest. Je niedriger dein Lebensmittelkostenanteil, desto mehr Rabatt kannst du geben.
- Bei 25% Lebensmittelkosten: Mehr Spielraum für Rabatt
- Bei 35% Lebensmittelkosten: Weniger Spielraum für Rabatt
- Über 35% Lebensmittelkosten: Wahrscheinlich verlustbringend
💡 Beispiel verschiedene Rabatte:
Zutatenkosten: €3,25, normaler Preis: €11,30
- Kombi €10,50: Lebensmittelkosten 31% (noch OK)
- Kombi €9,50: Lebensmittelkosten 34% (zu hoch)
- Kombi €8,50: Lebensmittelkosten 38% (verlustbringend)
Teste deine Kombi-Angebote regelmäßig
Zutatenpreise ändern sich. Was letzten Monat rentabel war, kann jetzt verlustbringend sein. Überprüfe daher monatlich, ob deine Kombi-Angebote noch stimmen.
⚠️ Achtung:
Beliebte Kombi-Angebote können einen großen Teil deines Umsatzes ausmachen. Wenn diese verlustbringend sind, merkst du das erst am Ende des Monats in deinem Ergebnis.
Digitale Hilfe bei Kombi-Berechnungen
Manuelle Berechnung von Kombi-Angeboten kostet Zeit, besonders wenn du mehrere Angebote hast. Ein System wie KitchenNmbrs kann dies automatisieren, indem es die Kostpreis jedes Teils verfolgt und direkt zeigt, welcher Kombi-Preis rentabel wäre.
Wie berechnest du rentable Kombi-Preise? (Schritt für Schritt)
Berechne die Kostpreis jedes Teils
Addiere alle Zutatenkosten jedes Artikels in deinem Kombi-Angebot. Vergiss nicht Garnitur, Saucen und Getränkesirup. Notiere auch den aktuellen Verkaufspreis jedes Artikels einzeln.
Bestimme deinen gewünschten Lebensmittelkostenanteil
Wähle einen Lebensmittelkostenanteil für dein Kombi-Angebot, normalerweise zwischen 25-30%. Dies gibt dir Spielraum für Rabatt, hält das Angebot aber rentabel. Berechne: Gesamte Zutatenkosten / (Lebensmittelkosten% / 100).
Vergleiche mit Einzelverkauf und lege Preis fest
Vergleiche deinen berechneten Mindestpreis mit der Summe der Einzelpreise. Das Kombi-Angebot muss für Gäste attraktiv sein, aber über deinem Mindestpreis bleiben. Teste verschiedene Rabattsätze.
✨ Pro tip
Überprüfe deine 3 meistverkauften Kombi-Angebote jeden Monat. Wenn diese rentabel sind, hast du 80% deiner Kombi-Probleme gelöst.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich MwSt. in meine Kombi-Berechnung einbeziehen?
Berechne zuerst ohne MwSt. und addiere dann 9% MwSt. für den Endpreis. Dies verhindert, dass du MwSt. doppelt in deiner Margenberechnung zählst.
Was ist, wenn mein Kombi-Angebot beliebter wird als Einzelverkauf?
Dann ist es besonders wichtig, dass dein Kombi-Angebot rentabel ist. Überprüfe monatlich, wie viel Prozent deines Umsatzes aus Kombi-Angeboten kommt und ob die Marge noch stimmt.
Kann ich verschiedene Kombi-Preise zu verschiedenen Zeiten anbieten?
Ja, Happy-Hour-Kombi-Angebote mit niedrigeren Preisen sind möglich, aber stelle sicher, dass du auch dann über deinen Zutatenkosten bleibst. Berechne, wie viel Volumen du brauchst, um die Gewinnschwelle zu erreichen.
Wie oft muss ich meine Kombi-Preise anpassen?
Überprüfe mindestens alle 3 Monate oder wenn dein Lieferant Preise erhöht. Beliebte Kombi-Angebote haben großen Einfluss auf deine Gesamtmarge, also halte sie im Auge.
Was ist, wenn Gäste sagen, dass das Kombi-Angebot zu teuer ist?
Erkläre, was sie bekommen und vergleiche mit Einzelpreisen. Wenn das Kombi-Angebot wirklich zu teuer wirkt, überprüfe, ob deine Zutatenkosten stimmen oder erwäge eine kleinere Portion für einen niedrigeren Preis.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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