Die Berechnung der Food-Truck-Kostpreis ist anders als in einem Restaurant. Du hast zusätzliche Kosten wie Verpackung und Lieferplattform-Gebühren, aber auch niedrigere Fixkosten. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die tatsächliche Kostpreis von Gerichten berechnest, die du sowohl vom Truck als auch per Lieferung verkaufst.
Die zusätzlichen Kostenpositionen, die du berücksichtigen musst
Bei einem Food Truck hast du andere Kosten als in einem Restaurant. Einige sind niedriger (keine Miete, weniger Personal), andere sind höher (Verpackung, Treibstoff, Plattformgebühren).
- Verpackungskosten: Behälter, Tüten, Besteck, Servietten
- Plattformgebühren: 15-30% deines Bestellwerts bei Lieferung
- Treibstoffkosten: zum Fahren zu verschiedenen Standorten
- Standplatzkosten: Miete für Plätze auf Märkten oder Events
💡 Beispiel:
Pulled-Pork-Burger verkauft für €12,50 (inkl. 9% MwSt.):
- Zutaten: €3,80
- Verpackung: €0,40
- Plattformgebühr (25%): €2,87
Gesamtkosten: €7,07 von €11,47 ohne MwSt. = 61,7%
Berechne deine Basis-Zutatenkosten
Beginne mit deiner Standard-Kostprisberechnung. Addiere alle Zutaten, die in dein Gericht gehen, einschließlich Saucen, Garnituren und alles, was auf den Teller kommt.
💡 Beispiel Pulled-Pork-Burger:
- Brötchen: €0,65
- Pulled Pork (150g): €2,40
- Krautsalat: €0,35
- BBQ-Sauce: €0,25
- Gurke: €0,15
Basis-Zutaten: €3,80
Addiere Verpackungskosten
Verpackung ist eine echte Kostenposition, die viele Food-Truck-Unternehmer vergessen zu berücksichtigen. Dies kann 5-10% deiner Kostpreis ausmachen.
- Behälter oder Wrap: €0,15-0,35
- Tüte oder Tasche: €0,05-0,15
- Besteck und Servietten: €0,05-0,10
- Aufkleber und Etiketten: €0,02-0,05
⚠️ Achtung:
Rechne Verpackung immer ein, auch beim Verkauf vom Truck. Gäste erwarten heutzutage Verpackung zum Mitnehmen.
Rechne Plattformgebühren bei Lieferung ein
Wenn du über Lieferando, Uber Eats oder andere Plattformen verkaufst, zahlst du 15-30% Provision. Diese Kosten musst du in deine Kostprisberechnung einbeziehen.
💡 Berechnung Plattformgebühr:
Burger €12,50 inkl. MwSt. = €11,47 ohne MwSt.
Plattformgebühr 25% = €11,47 × 0,25 = €2,87
Dies musst du von deinem Gewinn abziehen!
Vergleiche deine Gesamtkostpreis mit Benchmarks
Für Food Trucks sind die Benchmarks anders als für Restaurants. Du hast höhere Verpackungs- und Plattformkosten, aber niedrigere Fixkosten.
- Direkter Verkauf Truck: 25-35% Gesamtkosten
- Über Lieferplattform: 45-60% Gesamtkosten
- Kombi (Truck + Lieferung): 35-50% durchschnittlich
💡 Warum solch ein Unterschied?
Plattformgebühren sind hoch (25%), aber du hast keine Bedienung, kein Abwaschen, keine Tische. Es kann immer noch rentabel sein, wenn du Volumen hast.
Optimiere deine Preisgestaltung pro Kanal
Viele Food Trucks verwenden unterschiedliche Preise für direkten Verkauf vs. Lieferplattformen, um die höheren Kosten auszugleichen.
- Truck-Preis: basierend auf 30% Kostpreis
- Plattform-Preis: 15-20% höher, um Gebühren zu decken
- Mindestbestellung: um Lieferkosten zu verteilen
⚠️ Achtung:
Einige Plattformen verbieten unterschiedliche Preise. Überprüfe immer die Bedingungen deines Lieferpartners.
Wie berechnest du die Food-Truck-Kostpreis? (Schritt für Schritt)
Berechne Basis-Zutatenkosten
Addiere alle Zutaten, die in dein Gericht gehen. Einschließlich Saucen, Garnituren und alles, was der Kunde erhält. Dies ist dein Ausgangspunkt für die Kostprisberechnung.
Addiere Verpackungskosten
Rechne Behälter, Tüte, Besteck und Servietten ein. Dies kann €0,30-0,60 pro Portion sein. Verpackung ist eine echte Kostenposition, die du nicht vergessen darfst.
Rechne Plattformgebühren ein (bei Lieferung)
Ziehe 15-30% Plattform-Provision von deinem Verkaufspreis ohne MwSt. ab. Dies ist eine direkte Kostenposition, die deinen Gewinn verringert.
Berechne Gesamtkostpreis-Prozentsatz
Teile deine Gesamtkosten (Zutaten + Verpackung + Plattformgebühr) durch deinen Verkaufspreis ohne MwSt. Für Lieferung darf dies 45-60% sein.
✨ Pro tip
Verfolge jede Woche, wie viel du über den Truck vs. Lieferplattformen verkaufst. So siehst du, welcher Kanal am rentabelsten ist, und kannst dein Marketing danach ausrichten.
Selbst berechnen?
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Häufig gestellte Fragen
Sollte ich unterschiedliche Preise für Truck vs. Lieferung verwenden?
Viele Food Trucks tun dies, um die höheren Plattformgebühren auszugleichen. Überprüfe aber, ob dein Lieferpartner dies in seinen Bedingungen erlaubt.
Wie hoch darf meine Kostpreis bei Lieferplattformen sein?
Bei Lieferung darf deine Kostpreis höher sein als in einem Restaurant. 45-60% ist normal wegen der Plattformgebühren von 15-30%.
Muss ich Treibstoffkosten in meine Kostpreis einbeziehen?
Treibstoffkosten sind Fixkosten, keine variablen Kosten pro Gericht. Rechne diese in deine Gesamtmonatskosten ein, nicht pro Portion.
Wie berechne ich Verpackungskosten pro Portion?
Addiere alle Verpackung: Behälter, Tüte, Besteck, Servietten, Aufkleber. Dies ist normalerweise €0,30-0,60 pro Portion, je nach deinem Konzept.
Kann ich die gleiche Foodcost wie ein Restaurant verwenden?
Nein, Food Trucks haben andere Kostenstrukturen. Du hast höhere Verpackungs- und Plattformkosten, aber niedrigere Fixkosten wie Miete und Bedienung.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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